Wenn Teilzeitbeschäftigte mehr arbeiten möchten

| Zahlen & Fakten Zahlen & Fakten

Nicht jeder, der in Teilzeit arbeitet, möchte dies auch. Doch was kann man eigentlich tun, wenn man beim derzeitigen Arbeitgeber bleiben und mehr Stunden arbeiten möchte?

Erst einmal: Einen Anspruch auf Erhöhung der Arbeitszeit gibt es nicht. Aber: «Arbeitnehmer, die unbefristet in Teilzeit arbeiten, können, wenn sie ihre Arbeitszeit nicht nur vorübergehend erhöhen möchten, ihrem Arbeitgeber den Wunsch nach Erhöhung der Arbeitszeit in Textform mitteilen», erklärt Anke Marx, Juristin bei der Arbeitskammer des Saarlandes.

Haben sie einen solchen Antrag auf Verlängerung ihrer Arbeitszeit gestellt, müssen sie vom Arbeitgeber bevorzugt berücksichtigt werden, wenn ein entsprechender Arbeitsplatz frei wird. Allerdings nur dann, wenn dem keine dringenden betrieblichen Gründe oder Arbeitszeitwünsche anderer teilzeitbeschäftigter Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer entgegenstehen.

Mitteilung auch per E-Mail möglich

Und es gibt weitere Einschränkungen: Die Antragstellerin oder der Antragsteller muss etwa nur dann berücksichtigt werden, wenn er mindestens gleich geeignet ist wie ein anderer vom Arbeitgeber bevorzugter Bewerber. Die Anzahl der Beschäftigten beim Arbeitgeber ist hingegen nicht relevant.

Gut zu wissen: Will man dem Arbeitgeber den Wunsch nach Erhöhung der Arbeitszeit mitteilen, genügt eine E-Mail. Die Mitteilung müsse nicht postalisch erfolgen, so Marx. Sie empfiehlt aus Beweiszwecken allerdings einen nachweisbareren Zugang beim Arbeitgeber.

Übrigens: Wer vorübergehend in Teilzeit arbeiten möchte, kann eine Brückenteilzeit nach Paragraf 9a Teilzeit- und Befristungsgesetz (Paragraf 9 TzBfG) beantragen. Die Arbeitszeit lässt sich so für ein bis fünf Jahre reduzieren, danach steigt sie wieder auf die vorherige Stundenzahl. Man läuft also nicht Gefahr, unfreiwillig in Teilzeit zu bleiben. Allerdings haben Arbeitnehmer nur dann einen Anspruch auf eine zeitlich begrenzte Verringerung der Arbeitszeit, wenn ihr Arbeitgeber mehr als 45 Beschäftigte hat. (dpa)


Zurück

Vielleicht auch interessant

Im Gastgewerbe lag die Tarifbindung 2025 bei 23 Prozent und damit deutlich unter dem Durchschnitt. Laut Destatis bleibt die Branche im Vergleich zu anderen Bereichen weiterhin am unteren Ende.

Tastengeklapper, Telefonate, Lüftungsgeräusche - das klingt nach simplem Büroalltag, kann aber Schmerzen verursachen. Wieso das so ist und wie wichtig Lärmschutz auch am Schreibtisch ist.

Das Gastgewerbe in Deutschland hat im Januar 2026 real weniger Umsatz erzielt als im Vormonat und im Vorjahresvergleich. Sowohl Beherbergung als auch Gastronomie verzeichneten laut Destatis Rückgänge.

Das Gastgewerbe verzeichnet laut DATEV im Februar 2026 einen leichten Umsatzrückgang, während die Löhne überdurchschnittlich steigen. Insgesamt bleibt die Entwicklung im Mittelstand verhalten.

Beim Ausbildungsbotschafter-Tag des DEHOGA Bayern in Nürnberg wurden 27 Botschafter ernannt und 13 Betriebe ausgezeichnet. Zudem wurden Ausbildungszahlen, internationale Projekte und Maßnahmen vorgestellt.

Die aktuellen Daten des Datev Mittelstandsindex für März 2026 belegen einen stagnierenden Aufschwung und sinkende Umsätze bei Kleinstunternehmen. Parallel dazu belasten deutlich steigende Lohnkosten bei leicht sinkenden Beschäftigungszahlen die Bilanz des Mittelstands.

In Altrip hat der DEHOGA Rheinland-Pfalz die Landesjugendmeister 2026 im Gastgewerbe ausgezeichnet. 24 Auszubildende traten in mehreren Disziplinen gegeneinander an.

Klimaschutz mit Messer und Gabel: Was wir essen, hat immensen Einfluss auf unsere CO2-Bilanz. Experten haben überraschende Daten zusammengetragen – und halten ein ambitioniertes Ziel für möglich.

Sie wollen offene Stellen schnell bekannt machen? Verleihen Sie Ihrer Ausschreibung mit einer Veröffentlichung im Tageskarte-Newsletter und auf der Tageskarte-Webseite FÜR NUR 199 EURO jetzt zusätzlichen Schwung. 13.500 echte Abonnenten jetzt einfach und direkt ansprechen.

Die GEMA erinnert Veranstalter daran, fehlende Setlisten für Live-Veranstaltungen aus dem Jahr 2025 bis zum 20. März 2026 einzureichen. Ohne Musikfolge kann eine Nachberechnung erfolgen.