Wie Online-Bewertungen in die Irre führen

| Zahlen & Fakten Zahlen & Fakten

Viele Urlauber vertrauen bei der Auswahl ihres Hotels auf Online-Bewertungen. Hat das Hotel nur einen Stern erhalten, ist es sicher eine Absteige, bei fünf Sternen ein echtes Traumhotel. Dass es aber nicht ganz so einfach ist, zeigen nun aktuelle Forschungen der Universität York

Demnach sind Menschen eher dazu bereit, Hotelbewertungen blind zu vertrauen, wenn sie bereits vorgefasste Meinungen bestätigen. Die Studie ergab, dass die Glaubwürdigkeit einer Rezension weniger unbewusst in Frage gestellt wird, wenn sie den eigenen Erwartungen entspricht. So zum Beispiel eine schlechte Bewertung für ein günstiges Budget-Hotel oder eine positive Bewertung für ein Luxushotel. 

Hellhörig werden die meisten Nutzer erst, wenn eine Bewertung eben nicht den eigenen Erwartungen entspricht. Erhält also ein Luxushotel eine schlechte Bewertung, werden die Nutzer wachsam und skeptisch, ob die Informationen auch wirklich verlässlich sind. Wie einer der Forscher mitteilte, sei das menschliche Gehirn biologisch so organisiert, dass es sich wohlfühle, wenn die eigenen Erwartungen erfüllt würden. Die Wissenschaft nennt dieses Phänomen einen „Bestätigungsfehler“: Durch diesen wird die Interpretation des Nutzers verzerrt, da das Gehirn unbewusst Informationen bevorzugt, die den eigenen Erwartungen entsprechen. „Die Studie legt nahe, dass Budget-Hotels anfälliger für schlechte Bewertungen sind“, erklärte Dr. Snehasish Banerjee. „Luxushotels genießen hingegen eine gewisse Immunität“.  


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Die Gastronomie und die Hotellerie in Deutschland haben im April 2026 preisbereinigt jeweils 7,4 Prozent weniger umgesetzt als im Vorjahresmonat. Für das Gastgewerbe insgesamt weist das Statistische Bundesamt ein reales Minus von 7,1 Prozent aus.

Deutschland liegt laut einer internationalen Studie beim Einsatz KI-generierter Spesenbelege an der Spitze. Jeder zehnte Beschäftigte nutzt solche Belege regelmäßig, während jeder Fünfte angibt, Ausgaben grundsätzlich falsch darzustellen.

Eine Umfrage des Verbands Deutsches Reisemanagement zeigt für 2026 ein überwiegend stabiles Geschäftsreiseaufkommen. Gleichzeitig berichten viele Unternehmen von wachsender Unsicherheit durch Preissteigerungen, geopolitische Risiken und Einschränkungen im Luftverkehr.

Urlaub ist in Zeiten der Inflation eine teure Sache. Selbst mit Tarifvertrag bekommen längst nicht alle Beschäftigten einen Zuschuss. Eine Studie zeigt, wer mit Geld für die Reisekasse rechnen kann.

Eine Umfrage zeigt, dass ein Drittel der Deutschen im Alltag durch digitale Technologien überfordert ist. Neben Senioren betrifft dies auch jeden vierten Erwachsenen unter 50 Jahren, weshalb der Ruf nach staatlichen Bildungsangeboten wächst.

Wer sich eine Auszeit nehmen möchte, um Zeit mit seinem Kind zu verbringen, kann Elternzeit beantragen. Gehalt gibt es für die Zeit zwar nicht, doch es greifen währenddessen andere Vorteile – darunter auch ein umfangreicher Kündigungsschutz.

Im März 2026 haben die deutschen Amtsgerichte 2.308 beantragte Unternehmensinsolvenzen registriert. Wie das Statistische Bundesamt mitteilt, waren das 15,8 Prozent mehr als im Vorjahresmonat. Am stärksten betroffen waren die Bereiche Verkehr, Lagerei und Gastgewerbe.

Hilton hat eine Untersuchung zur Zukunft der Arbeitsplatzkultur veröffentlicht. Demnach bestimmen trotz des technologischen Wandels vor allem menschliche Faktoren die Produktivität und die Zufriedenheit im Beruf.

Die Beschäftigung im Gastgewerbe liegt weiterhin über dem Niveau vor der Corona-Pandemie. Gleichzeitig geht die Zahl der gemeldeten offenen Stellen zurück, während sich die Arbeitsmarktentwicklung in einzelnen Branchenbereichen unterschiedlich zeigt.

Die Thüringer halten in der Konjunkturflaute ihr Geld zusammen und gehen seltener essen oder buchen Hotelübernachtungen. Das macht die Lage im Gastgewerbe nicht leichter.