Junge Erwerbstätige leiden häufig unter hohem Stress

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Eine aktuelle Untersuchung von Swiss Life Deutschland zur psychischen Belastung am Arbeitsplatz zeigt eine deutliche Kluft zwischen den Altersgruppen auf. Während die sogenannte Generation Z zu 48 Prozent angibt, unter hohem Stress zu leiden, liegt dieser Wert bei den Babyboomern lediglich bei 20 Prozent. Damit ist das Stressempfinden der jüngsten Erwerbstätigengeneration mehr als doppelt so hoch wie das der älteren Kollegen. Insgesamt berichten 82 Prozent der Befragten in Deutschland von stressbedingten Beschwerden innerhalb der letzten drei Monate.

Körperliche Symptome und Ursachen der Belastung

Die Auswirkungen der psychischen Belastung manifestieren sich laut der repräsentativen Umfrage unter 2.004 Teilnehmern in physischen Symptomen. Am häufigsten nannten die Befragten Kopfschmerzen (55 Prozent), Schlafstörungen (48 Prozent) sowie innere Unruhe (47 Prozent). Als primäre Auslöser für diese Entwicklungen identifiziert die Studie vor allem den Leistungsdruck (40 Prozent), allgemeine Überforderung (39 Prozent) sowie Zeitdruck und Überstunden (39 Prozent).

Dirk von der Crone, Chef von Swiss Life Deutschland, ordnet die Ergebnisse ein: „Dass viele Menschen trotz technologischem Fortschritt und Homeoffice über hohe Stressbelastung klagen, ist ein Warnsignal. Vor allem psychische und physische Beschwerden werden hierbei häufig unterschätzt. Diese sollten unbedingt ernst genommen werden, um nicht langfristig zu erkranken oder gar eine Berufsunfähigkeit zu riskieren.“

Unterschiedliche Bewertung moderner Arbeitsformen

Bei der Beurteilung von flexiblen Arbeitsmodellen zeigen sich signifikante Unterschiede in der Wahrnehmung. 37 Prozent der Generation Z empfinden das Homeoffice und flexible Arbeitszeiten als stressreduzierend. Im Gegensatz dazu teilen nur 17 Prozent der Babyboomer diese Ansicht. Für die jüngeren Generationen stehen dabei der Wegfall des Arbeitswegs (25 Prozent), eine verbesserte Work-Life-Balance (23 Prozent) sowie eine ruhigere Umgebung (17 Prozent) im Vordergrund.

Kritik an modernen Arbeitsformen kommt indes verstärkt von der Generation X und den Babyboomern. Diese Gruppen bemängeln insbesondere die ständige Erreichbarkeit (44 Prozent), ein zu hohes Arbeitsaufkommen (17 Prozent) und steigenden Arbeitsdruck (16 Prozent). Von der Crone betont, dass neue Arbeitskonzepte zwar Freiheit böten, aber auch mehr Eigenverantwortung erforderten, was Arbeitgeber vor die Herausforderung stelle, die unterschiedlichen Bedürfnisse der Belegschaft zu koordinieren.

Defizite in der betrieblichen Prävention

Trotz der hohen Belastungswerte sieht die Studie deutlichen Nachholbedarf bei der betrieblichen Stressprävention. Lediglich 20 Prozent der Befragten fühlen sich gut über bestehende Angebote ihrer Arbeitgeber zur Stressreduktion informiert. Rund 23 Prozent der Erwerbstätigen gaben an, dass ihr Unternehmen keinerlei entsprechende Maßnahmen bereitstellt.

Existierende Angebote beschränken sich häufig auf strukturelle Rahmenbedingungen wie flexible Arbeitszeiten (35 Prozent) oder Homeoffice-Regelungen (31 Prozent). Spezifische Unterstützungsleistungen sind seltener: Nur zwölf Prozent haben Zugriff auf Programme zur psychischen Gesundheit und elf Prozent können eine psychologische Beratung in Anspruch nehmen. Dabei bewerten die Arbeitnehmer flexible Arbeitszeiten (79 Prozent) und ergonomische Arbeitsplätze (75 Prozent) als die sinnvollsten Instrumente zur Stressvermeidung.


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Teaser: Die Generation Z leidet laut einer aktuellen Swiss-Life-Studie doppelt so häufig unter Stress wie die Babyboomer. Während 82 Prozent der Deutschen über stressbedingte Beschwerden klagen, offenbaren sich bei der Akzeptanz von Homeoffice und flexibler Arbeit tiefe Gräben zwischen den Generationen und Defizite in der betrieblichen Vorsorge.

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