Zahl der Erwerbstätigen steigt nur langsam

| Zahlen & Fakten Zahlen & Fakten

Die Zahl der Erwerbstätigen ist in Deutschland im zweiten Quartal dieses Jahres nur noch langsam gestiegen. Nach Zahlen des Statistischen Bundesamtes vom Donnerstag waren 45,9 Millionen Menschen erwerbstätig. Das waren 240. 000 Personen mehr als im Quartal zuvor, eine Zunahme um 0,5 Prozent.

Die saisonale Steigerung im Frühjahr ist aber üblich und fiel in diesem Jahr schwächer aus als zuvor. Bereinigt um die Saisoneffekte betrug der Anstieg nur noch 67.000 Männer und Frauen oder 0,1 Prozent. Die Wachstumsdynamik lasse nach, folgerte das Amt.

Gegenüber dem Vorjahresquartal betrug das Wachstum 0,7 Prozent, was deutlich unter dem EU-Schnitt (+1,3 Prozent) lag wie auch unter dem des Euro-Raums (+1,5 Prozent). Zur Steigerung trug hierzulande vor allem die Dienstleistungsbereiche bei. Aber auch in der Industrie waren mehr Personen beschäftigt als ein Jahr zuvor.

Erneut ging die Zahl der Selbstständigen und der Beschäftigten in der Land- und Forstwirtschaft zurück. Das gesamtwirtschaftliche Arbeitsvolumen steigerte sich in der Jahresfrist um 0,8 Prozent auf 14,6 Milliarden Stunden. Im Schnitt leistete so jeder Erwerbstätige in dem Quartal 319,1 Arbeitsstunden. (dpa)


Zurück

Vielleicht auch interessant

Der Weinkonsum in Deutschland ist rückläufig: Im Schnitt trinken die Bürger eine Flasche Wein weniger pro Jahr. Während der Schaumweinabsatz stabil bleibt, sorgen laut dem Deutschen Weininstitut vor allem gestiegene Kosten und der demografische Wandel für ein Minus beim Weinverbrauch.

Die Produktion von Fertiggerichten in Deutschland ist binnen fünf Jahren um über 25 Prozent gestiegen. Besonders Nudel- und Fleischgerichte treiben das Wachstum voran, während der zeitliche Aufwand für die private Essenszubereitung nahezu stabil bleibt.

In vielen Betrieben des Gastgewerbes wird derzeit diskutiert, wie mit der ermäßigten Mehrwertsteuer bei Frühstücksbuffets und Pauschalen umgegangen werden muss. Ein aktuelles Schreiben des Bundesfinanzministeriums liefert hier Aufklärung.

Wer in seinem Job das Internet nutzt, bekommt im Schnitt 53 berufliche Mails pro Tag. Der Umfang der E-Mail-Kommunikation im Berufsleben nimmt damit im Vergleich zum Vorjahr nochmals deutlich zu.

Jeder Vierte in Deutschland findet einer aktuellen Umfrage zufolge den für 2026 festgelegten Mindestlohn von 13,90 Euro pro Stunde genau richtig. 40 Prozent finden den neuen Mindestlohn dagegen etwas oder sogar viel zu niedrig.

Seit Anfang des Jahres gelten neue, erhöhte Sätze für die Ausgleichsabgabe. Arbeitgeber mit mehr als 20 Arbeitsplätzen müssen die Beschäftigungsdaten für das Vorjahr bis Ende März melden. Für das Kalenderjahr 2026 greift dabei erstmals eine neue Berechnungsgrundlage, die auf im Vorjahr erhöhten Sätzen basiert.

Seit dem 1. Januar 2026 unterliegen Betriebe in Deutschland einer erweiterten Mitteilungspflicht, wenn sie Personal aus Nicht-EU-Staaten rekrutieren. Arbeitgeber sind nun gesetzlich dazu verpflichtet, Drittstaatsangehörige bereits im Rahmen des Anwerbeprozesses über verfügbare arbeits- und sozialrechtliche Beratungsangebote aufzuklären.

Die Bundesregierung hat die Sachbezugswerte für das Jahr 2026 angepasst. Für Arbeitgeber und Arbeitnehmer in der Gastronomie und Hotellerie ändern sich damit die Sätze für freie Verpflegung und Unterkunft.

KI boomt, aber Empathie bleibt gefragt. Warum Bau und Pflege Gewinner sind, Löhne steigen - und welche Branchen jetzt zittern müssen. Das steckt hinter den sechs Jobtrends im neuen Jahr.

Mehr als die Hälfte der Erwerbstätigen in Deutschland ist offen für einen Jobwechsel. Das hat eine Umfrage im Auftrag des Jobportals Indeed unter 1.000 Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer im Dezember 2025 ergeben.