Zahl der Minijobber steigt im Gastgewerbe wieder stark

| Zahlen & Fakten Zahlen & Fakten

Mit der Reduzierung von Corona-Einschränkungen ist auch die Zahl der Minijobber auf dem Arbeitsmarkt in Deutschland wieder gestiegen. Wie die Minijob-Zentrale am Mittwoch in Bochum berichtete, waren Ende 2021 mehr als 6,26 Millionen Minijobber im gewerblichen Bereich gemeldet, 7,4 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. 57,4 Prozent von ihnen waren Frauen.

Im Vergleich zum Vorjahr verzeichnete die Minijob-Zentrale vor allem im Gastgewerbe eine deutliche Zunahme von Minijobbern, aber auch im Bereich «Kunst, Unterhaltung und Erholung». So stieg die Zahl im Gastgewerbe um 61 Prozent auf knapp 699 000. Im Bereich Kunst, Unterhaltung und Erholung erhöhte sich die Zahl der Minijobber um 38 Prozent auf knapp 187 000. «Gerade in diesen Wirtschaftszweigen sind Minijobs momentan sehr wichtig, um wieder Beschäftigung aufzubauen», sagte der Geschäftsführer der Minijobzentrale, Rainer Wilhelm.

Etwas niedriger als noch ein Jahr zuvor lag die Zahl der Minijobber in Privathaushalten. Sie sank um 3 Prozent auf gut 284 000. Hier lag die Frauenquote bei 89,3 Prozent.

Hier den gesamten Bericht der Minijobzentrale lesen (dpa)


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Seit dem 1. Januar 2026 unterliegen Betriebe in Deutschland einer erweiterten Mitteilungspflicht, wenn sie Personal aus Nicht-EU-Staaten rekrutieren. Arbeitgeber sind nun gesetzlich dazu verpflichtet, Drittstaatsangehörige bereits im Rahmen des Anwerbeprozesses über verfügbare arbeits- und sozialrechtliche Beratungsangebote aufzuklären.

Die Bundesregierung hat die Sachbezugswerte für das Jahr 2026 angepasst. Für Arbeitgeber und Arbeitnehmer in der Gastronomie und Hotellerie ändern sich damit die Sätze für freie Verpflegung und Unterkunft.

KI boomt, aber Empathie bleibt gefragt. Warum Bau und Pflege Gewinner sind, Löhne steigen - und welche Branchen jetzt zittern müssen. Das steckt hinter den sechs Jobtrends im neuen Jahr.

Mehr als die Hälfte der Erwerbstätigen in Deutschland ist offen für einen Jobwechsel. Das hat eine Umfrage im Auftrag des Jobportals Indeed unter 1.000 Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer im Dezember 2025 ergeben.

Viele Beschäftigte gehen trotz gesundheitlicher Beschwerden zur Arbeit, andere melden sich jedoch auch mal krank, obwohl sie arbeitsfähig sind. Das geht aus einer Umfrage im Auftrag der Pronovia BKK hervor.

Von Hotels bis Autobauer: Die Zahl der Insolvenzen ist 2025 höher gewesen als zur Finanzkrise 2009. Warum Experten keine schnelle Erholung sehen und was das für Mittelständler bedeutet.

Die Züge fahren verspätet, die Straßen sind dicht und dann fällt auch noch die Schule aus? Was Beschäftigte wissen müssen, wenn Winterwetter alle Routinen durchkreuzt.

Mehr als 2,9 Millionen Menschen ohne Job – so viele waren es schon seit langem nicht mehr in einem Dezember. Gibt es Hoffnung auf einen Aufschwung am Arbeitsmarkt?

Der Food Campus Berlin stellt in seinem neuen Bericht die zentralen Entwicklungen für das Jahr 2026 vor. Von technologischen Durchbrüchen in der Fermentation bis hin zur Rückkehr zum echten Handwerk zeigt sich eine Branche im Wandel.

Die Stimmung im norddeutschen Gastgewerbe hat sich einer Befragung der IHK Nord zufolge gebessert. Die Reisewirtschaft berichtet dagegen von einer verschlechterten Lage, wie aus dem Konjunkturreport Tourismuswirtschaft der IHK Nord aus Hamburg hervorgeht.