Zuwächse im MICE-Segment gleichen Rückgang bei traditionellen Geschäftsreisen aus

| Zahlen & Fakten Zahlen & Fakten

Trotz sich verschärfender Rahmenbedingungen baut Deutschland seine führende Position als Geschäftsreiseziel im europäischen Wettbewerb weiter aus. Das belegt eine Zwischenauswertung der World Travel MonitorDaten für die Monate Januar bis August durch das Marktforschungsunternehmen IPK International im Auftrag der Deutschen Zentrale für Tourismus (DZT).

Demnach ist die Zahl der Auslandsreisen aus geschäftlichem Anlass europaweit in den ersten acht Monaten dieses Jahres mit einem Plus von einem Prozent nur leicht gewachsen. Die Zahl der Geschäftsreisen nach Deutschland stieg im gleichen Zeitraum um zwei Prozent.

Petra Hedorfer, Vorsitzende des Vorstandes der DZT, erläutert: „Von den insgesamt 64,5 Millionen Auslandsgeschäftsreisen der Europäer 2018 führten 13,0 Millionen nach Deutschland, Frankreich und Italien folgten auf den Plätzen zwei und drei mit 4,9 beziehungsweise 3,9 Millionen Reisen. Nach den jüngsten IPK-Trends kann Deutschland seine Position als mit großem Abstand wichtigstes Geschäftsreiseziel der Europäer weiter ausbauen. Dabei kompensieren Zuwächse im MICE-Segment (Meetings/Konferenzen/Seminare sowie Incentive Trips) den weiter rückläufigen Trend bei den traditionellen Geschäftsreisen.“

Der Rückgang bei den traditionellen Geschäftsreisen europaweit beschleunigt sich: Lagen die Zahlen im August 2018 fünf Prozent unter dem Vorjahresniveau, waren es per Ende August 2019 bereits minus sechs Prozent. Im Deutschland-Incoming waren die Rückgänge minus zwei Prozent bei den traditionellen Geschäftsreisen.

Während sich das Wachstum bei den promotablen Geschäftsreisen auf dem gesamteuropäischen Markt von drei auf zwei Prozent verlangsamt, kann Deutschland nochmals kräftig zulegen. Mit plus vier Prozent liegen unsere Wachstumsraten von Januar bis August doppelt so hoch wie im europäischen Wettbewerb und auch doppelt so hoch wie im Vorjahresvergleich.

Matthias Schultze, Geschäftsführer des German Convention Bureau (GCB) führt dazu aus: „Bei der Positionierung Deutschlands als führende MICE-Destination setzen wir konsequent auf internationale Märkte und digitale Innovationen. Die vorliegenden Zahlen zeigen, dass wir mit dieser Strategie einen wichtigen Beitrag zum Erfolg leisten.“


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Regionales Bier dominiert die Vorlieben der österreichischen Konsumenten. Der neue Bierkulturbericht der Brau Union zeigt außerdem, wie verbreitet alkoholfreies Bier ist und welche Unterschiede zwischen den Bundesländern bestehen.

Der weltweite Wellnessmarkt erreicht laut McKinsey ein Volumen von 2,7 Billionen US-Dollar. Eine neue Studie zeigt, wie sich Gesundheitsbewusstsein, Ernährungsgewohnheiten und die Nutzung Künstlicher Intelligenz verändern. Auch ältere Verbraucher beschäftigen sich zunehmend mit Wellness.

Wer eine Gehaltserhöhung erreichen möchte, sollte gut vorbereitet ins Gespräch mit dem Arbeitgeber gehen. Entscheidend sind die eigene Verhandlungsposition, überzeugende Argumente und ein souveränes Auftreten. Zwei Experten erklären, worauf es ankommt und welche Fehler Arbeitnehmer vermeiden sollten.

Seit der Hochphase der Corona-Pandemie hat mehr als die Hälfte der Unternehmen ihre Homeoffice-Möglichkeiten zurückgefahren. Dennoch sehen sie im mobilen Arbeiten spürbare Vorteile, so eine aktuelle Bitkom-Umfrage.

Gastronomie und Beherbergung haben laut Statistischem Bundesamt die niedrigsten Arbeitskosten aller untersuchten Wirtschaftszweige. Die Arbeitskostenerhebung 2024 zeigt zudem erhebliche regionale Unterschiede und mehr als doppelt so hohe Aufwendungen für die Entgeltfortzahlung im Krankheitsfall wie 2008.

Im Gastgewerbe ist der Anteil von Beschäftigten in Führungspositionen höher als in jeder anderen Branche. 2025 lag er bei 11,5 Prozent. Bundesweit waren es lediglich 4,4 Prozent aller Erwerbstätigen.

Die Arbeitslosigkeit ist im Oktober niedriger als im Vormonat, aber auch höher als im Vorjahr. Regional ist die Arbeitslosigkeit weiterhin im Bundesland Bremen am höchsten. Auch die Lage auf dem Ausbildungsmarkt bleibt angespannt.

Die Säure macht Essig zum «Haltbarkeitsprofi», sagt Daniela Krehl von der Verbraucherzentrale Bayern. Trotzdem kann er kippen – woran Sie das erkennen und was dann noch hilft.

Mehr und mehr Unternehmen werden zu Sanierungsfällen. Der Kreditversicherer Allianz Trade rechnet dieses und nächstes Jahr mit nahezu je 26.000 Fällen. Besonders betroffen ist auch das Gastgewerbe.

Das Gastgewerbe verzeichnete 2025 rund 20.000 Unternehmensgründungen. Das waren 20,7 Prozent mehr als im Vorjahr. Gleichzeitig nahm aber auch die Zahl der Schließungen in der Branche deutlich zu.