100 Euro No-Show-Strafe in Nürnberger Restaurant

| Gastronomie Gastronomie

Das Nürnberger Restaurant „Essigbrätlein“ hat die Nase voll von Gästen, die trotz Reservierung nicht zum Essen erscheinen. Seit Sommer müssen diese nun eine Geldstrafe von 100 Euro pro Person zahlen. Zuvor hatte das Restaurant immer wieder mit „No Shows“ zu kämpfen.

Im gesamten Jahr würden etwa 100 Personen trotz Reservierung nicht zum Essen erscheinen, verriet Inhaber Andree Köthe laut einem Bericht des Focus. Für ein Lokal, in dem etwa 30 Gäste Platz finden und ein 7-Gänge-Menü 195 Euro kosten soll, bedeutet das vor allem finanzielle Einbußen. Deswegen wurde bereits im Juli 2022 die neue Regelung eingeführt.

„Wir weisen darauf hin, dass aufgrund des hohen Aufwands, den unsere Küche betreibt, eine Buchung bindend ist“, so Köthe. Die Gäste müssen bei der Online-Reservierung die neuen AGBs akzeptieren. Wer bis zu 24 Stunden vorher seinen Tisch storniert, muss keine Gebühr zahlen.

„Der Gedanke ist dabei weniger, dass wir eine Rechnung schreiben, sondern, dass wir Druck aufbauen wollen“, erklärt der Gastronom, der auch weiterhin an seiner Strafe festhalten will. „Wir werden das auch rechtlich bis zum letzten Ende durchziehen“, so Köthe laut Bericht.


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Das britische Gastronomieunternehmen Loungers expandiert erstmals nach Deutschland und eröffnet im Oktober einen Standort in Essen-Rüttenscheid. Unter dem Markennamen Southville wird das Konzept für den deutschen Markt angepasst.

Frank Buchholz übergibt sein Mainzer Bootshaus zum 1. September an das Gastronomieunternehmen Cuisyn. Küchenchef Lucas Kriesel und Betriebsleiter Slim Ennakhla bleiben im Restaurant und übernehmen Verantwortung für den Betrieb.

Hackbällchen in Tomatensoße im Sternerestaurant: Das Berliner Nobelhart & Schmutzig serviert Polpette nach einem Familienrezept. Das Gericht ist Teil der Reihe „Wir kochen Heimat“.

Die schwedische Gastronomiekette Pincho Nation kündigt für 2027 die Eröffnung eines neuen Standorts in Lübeck an. Das Unternehmen mietet dazu ein denkmalgeschütztes Bürgerhaus in der Innenstadt und setzt seine Expansion in Norddeutschland fort.

Die Berliner Traditionsmarke Rogacki soll zunächst mit einem Kochbuch zurückkehren. Die Crowdfunding-Kampagne stößt auf LinkedIn auf überwiegend positive Reaktionen. Eine Wiedereröffnung des Stammhauses zum Jubiläum 2028 bleibt ein weitergehendes Ziel.

Was im Sommer 2011 mit einem einzigen Restaurant an der Linzer Promenade begann, ist heute ein Netzwerk von 17 Restaurants in ganz Österreich geworden. Anlässlich des Jubiläums lud L'Osteria Österreich nun zu einer Feier an genau jenen Ort, an dem alles begann.

Waschbär mit Rotwein-Preiselbeersoße? In Weimar schafft ein Kochkurs für Jäger neue Geschmackserlebnisse. Was beim Zubereiten und bei der Kontrolle des Fleisches besonders zu beachten ist.

Ein Restaurantbesuch des Gastro-Influencers Kemal Üres bei Timberjacks in Bannewitz bei Dresden hat sich zu einem öffentlichen Schlagabtausch entwickelt. Üres kritisierte das Essen der Restaurantkette in einem Instagram-Video​​​​​​​ massiv. Timberjacks widerspricht seiner Darstellung. Inzwischen hat die Auseinandersetzung auch eine rechtliche Ebene erreicht.

Mitchells & Butlers verlängert den Mietvertrag für das Alex Dortmund um 15 Jahre, schließt den Standort Ende August 2026 jedoch für einen zweijährigen Umbau. Nach der Neugestaltung soll der Betrieb 2028 mit vergrößerter Fläche und neuem Konzept wiedereröffnen.

Die Akzeptanz für digitales Trinkgeld steht und fällt mit dem passenden Setup. Ein Viertel der Restaurantgäste in Deutschland fühlt sich durch die automatischen Vorschläge schlicht unter Druck gesetzt, mehr zu geben als eigentlich geplant.