100 größte Gastronomieunternehmen in Deutschland 2024 mit 2,4 Prozent Umsatzplus

| Gastronomie Gastronomie

Deutschlands 100 führende Gastronomieunternehmen haben 2024 mit 17,36 Milliarden Euro Nettoumsatz 2,4 Prozent mehr umgesetzt als 2023. Dies ergibt sich aus dem jährlichen Ranking der größten Unternehmen und Systeme der Gastronomie in Deutschland, das auf einer Erhebung des Fachmagazins foodservice (dfv Mediengruppe) basiert. 

Gemeinsam erzielten Deutschlands führende Gastronomieunternehmen 2024 nur ein kleines Umsatzplus im Vergleich zum Vorjahr. „2024 war ein herauforderndes Jahr für die deutsche Foodservice-Branche“, kommentiert Katrin Wißmann, Executive Editor european foodservice media und Autorin des Rankings. 

Folgende Faktoren hatten einen maßgeblichen Einfluss auf das Geschäftsjahr: die Rückkehr zu 19 Prozent Mehrwertsteuer auf Speisen in Restaurants, Kostensteigerungen (Energie, Lebensmittel) und Konsumzurückhaltung bzw. Preissensibilität seitens der Gäste.
 

Top 3: McDonald’s, Burger King und Tank & Rast

Die Top 10 – angeführt von McDonald’s und Burger King - trugen mit 9,4 Milliarden mehr als die Hälfte der Top 100 Umsätze bei. „Zehn Companies stehen damit für mehr als die Hälfte der Umsätze von Deutschlands 100 führenden Gastronomieunternehmen", erläutert Wißmann.

Ihr gemeinsames Umsatzplus fiel mit 1,6 Prozent kleiner aus als das des Gesamtmarktes.  „Was hier zu Buche schlägt, sind insbesondere die Negativwerte bei Yum, vor allem der Marke Pizza Hut, und Subway“, erklärt Wißmann, verweist aber auch auf die niedrigen Wachstumswerte weiterer Unternehmen und Marken. 

Weit über die Hälfte der Top 100 Erlöse werden in Quickservice-Restaurants (QSR) erzielt. Es ist und bleibt das stärkste Marktsegment, gefolgt von Verkehrsgastronomie, Fullservice, Freizeitgastronomie, Handelsgastronomie und Event/Messe/Sport-Catering. 

Zahl der Betriebe wächst langsam

2024 war ein expansionsschwaches Jahr: Mit 20.754 Units zählten die Top 100 zum 31.12.2024 gerade mal 192 mehr Betriebe als im Vorjahr, ein kleines Plus von 0,9 %. Mehr als ein Viertel aller Top 100, nämlich 27 Unternehmen, haben ihre Storezahl reduziert.

Auf das aktuelle Jahr blickte die Branche – zum Zeitpunkt der Befragung im Januar 2025  – optimistisch: Die Mehrheit erwartet sowohl hinsichtlich der Umsätze (74 %) und Erträge (59 %), als auch bei den Gästezahlen und Durchschnittsbons (je 58 %) bessere Ergebnisse als 2024.

Über das Ranking
Beim Ranking der 100 größten Gastronomen Deutschlands (Top 100) handelt es sich um eine exklusive Erhebung des Fachmagazins foodservice (dfv Mediengruppe). In der Top 100-Liste erhoben werden die gastronomischen Netto-Umsätze direkt an der Schnittstelle zum Verbraucher (System Sales). Der Umsatz von Eigen- oder Fremdbetrieben (z.B. Franchisenehmer) wird je Unternehmen/je Marke kumuliert. Überschneidungen von Franchisegebern und -nehmern werden dabei vernachlässigt, sie machen insgesamt unter fünf Prozent des in der Top 100 ausgewiesenen Umsatzes aus. Neben den Umsätzen finden sich im Ranking die Zahl der Betriebe eines Unternehmens. Die Werte beruhen auf freiwilligen Angaben der Unternehmen oder fundierten Schätzungen.


Zurück

Vielleicht auch interessant

Bars und Clubs für schwule Männer gibt es zuhauf - und mit dem «Gay Sunday» auch ein eigenes Wiesn-Event. Nun wollen sich auch lesbische Frauen ihren Platz auf dem Oktoberfest erobern.

Das Cannstatter Volksfest lockt mit Achterbahnen und Karussellen – doch wie viel müssen Besucher für den Bierkrug wirklich zahlen? Es gibt deutliche Unterschiede zwischen den Zelten.

Ausnahmezustand in München: Bei weiß-blauem Himmel hat das Oktoberfest begonnen. Der neue Oberbürgermeister wuppt seine Anzapfpremiere mit Bravour. Für einige Gäste gab es einen Schreckmoment.

Beim traditionellen Mittagsempfang des Bundesverbands der Systemgastronomie trafen sich in München rund zweihundert Gäste. Im Mittelpunkt standen die Verleihung des Branchenpreises sowie die Forderung nach politischen Reformen. Zusätzlich zeichnete der Verband Ingrid Hartges mit dem Ehrenpreis aus.

Das 191. Münchner Oktoberfest ist eröffnet. Neu-Oberbürgermeister Dominik Krause zapfte bei seiner Anstich-Premiere mit zwei Schlägen das erste Fass Bier an und startete mit dem «O'zapft is» das weltberühmte Volksfest.

Das deutsche Gastgewerbe setzte im Juli 2026 real 4,0 Prozent weniger um als im Vorjahresmonat. In der Gastronomie sank der reale Umsatz um 4,7 Prozent, bei den Hotels und sonstigen Beherbergungsunternehmen um 2,0 Prozent.

Das Café an der Spanischen Treppe gehört zu den ältesten Kaffeehäusern in Italien. Schon Goethe war hier zu Gast. Jetzt steht es seit bald einem Jahr leer. Und kommt aus den Schlagzeilen nicht heraus.

Der Europa-Park hat das Mitarbeiterrestaurant „Coasteria“ mit integrierter Zentralküche eröffnet. In den 4.500 Quadratmeter großen Neubau investierte das Unternehmen nach eigenen Angaben einen zweistelligen Millionenbetrag.

Der Anteil der Befragten, nach deren Ansicht bargeldloses Bezahlen in gastronomischen Betrieben möglich sein sollte, ist gestiegen. YouGov weist gegenüber März 2025 bei allen abgefragten Orten höhere Werte aus.

Bei den ersten Chef:in Awards in Hamburg sind neun Frauen in sieben Kategorien ausgezeichnet worden. Sarah Hallmann und Julia A. Leitner teilen sich den Titel Köchin des Jahres 2026.