500 Jahre Auerbachs Keller – Leipzig feiert Geschichte

| Gastronomie Gastronomie

Mit einem festlichen Akt und zahlreichen prominenten Gästen hat der aus Goethes «Faust» bekannte Auerbachs Keller in Leipzig am Dienstag sein 500-jähriges Bestehen gefeiert. Das Traditionslokal hatte Vertreterinnen und Vertreter aus Politik, Kultur und Stadtgesellschaft in die historischen Weinstuben in der Leipziger Innenstadt eingeladen. Pünktlich um 15.25 Uhr – in Anspielung auf das Gründungsjahr 1525 – eröffnete die Figur des Mephisto die Jubiläumsfeier.

Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) nannte das Jubiläum in einer aufgezeichneten Grußbotschaft «ein geschichtsträchtiges Datum». Auerbachs Keller sei nicht nur ein Ort zum Trinken und Zechen, sondern «vor allen Dingen eine Geschichte von Menschen, die über so viele Jahre, Jahrhunderte an diesem Ort gearbeitet haben, gefeiert haben und miteinander gesellig gewesen sind». Kretschmer betonte die Bedeutung solcher Orte in einer Zeit digitaler Vereinzelung: «Heute findet diese Destruktion und diese Verwirrung im Internet statt.» Er wünsche sich, dass Orte wie der Auerbachs Keller deswegen erst recht Orte der des Austauschs seien.

500 Jahre durch Krisen und Kriege

Leipzigs Oberbürgermeister Burkhard Jung würdigte die historische wie wirtschaftliche Bedeutung des Hauses. «Geschäftssinn, gepaart mit Engagement und Verantwortung der ganzen Stadt, das ist das Markenzeichen von Auerbachs Keller bis heute geblieben», sagte der SPD-Politiker. Dass ein Unternehmen 500 Jahre überdauere, sei «überhaupt nicht normal – durch alle Krisen, durch Kriege und Wirren, durch Völkerschlachten, durch Diktaturen, durch Demokratie».

Musikalisch begleitet wurde die Veranstaltung von Studierenden der Hochschule für Musik «Felix Mendelssohn Bartholdy».

Vom Studentenwein zur Weltliteratur

Das Gasthaus führt seine Ursprünge auf den Arzt Heinrich Stromer von Auerbach zurück. Dieser begann laut Überlieferung im Jahr 1525, in seinem Keller Wein an Studenten auszuschenken. Jahrzehnte später setzte Johann Wolfgang von Goethe dem Ort ein literarisches Denkmal – mit einer Szene in seinem «Faust», in der Mephisto und Faust in Auerbachs Keller einkehren.


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Starbucks hat laut Financial Times mit Beratern an einer möglichen Übernahme von Chipotle gearbeitet. Ob bereits ein formelles Angebot vorliegt, ist nicht bekannt; Starbucks verweist auf seinen laufenden Konzernumbau.

Burger King heißt in Australien Hungry Jack’s. Der ungewöhnliche Name geht auf ein Markenproblem aus dem Jahr 1971 zurück. Später eskalierte der Streit zwischen Burger King und seinem australischen Franchisenehmer sogar vor Gericht.

Die Stadt Mainz bleibt bei ihrem Verbot für das Oktoberfest. Daran änderte auch die Vorlage neuer Unterlagen nichts, die der Veranstalter gemeinsam mit dem Gaststättenverband Dehoga am Mittwoch eingereicht hatte.

Tim Raue und der Berliner Unternehmer Nils Hölterhoff starten das Pizza-Konzept "Spizza Pizza" für Flughäfen und Bahnhöfe. Die erste Filiale soll im Dezember am Flughafen Berlin Brandenburg (BER) eröffnen.

Subway führt ab 2027 ein neues Restaurant- und Markenkonzept in der EMEA-Region ein. „Blueprint“ umfasst neue Restaurantgestaltungen, Bestellwege sowie zusätzliche Angebote für Morgen, Tag und Abend.

Frédéric Prinz von Anhalt blieb mit einer Rechnung von 38.000 Euro allein am Tisch zurück. Was die Frage aufwirft: Muss man wirklich alles zahlen, wenn andere die Zeche prellen? Ein Anwalt klärt auf.

Die Nutzung des Festzeltes ist von der Stadt untersagt worden wegen fehlender Unterlagen. Nun präsentierten Veranstalter und Dehoga Papiere zu Standsicherheit und Brandschutz.

Das Landesumweltamt NRW hat Geruchsmessungen an Holzkohlegrillanlagen in der Gastronomie beauftragt. Ein Forschungsbericht im Auftrag des Umweltbundesamtes untersucht die Emissionen gewerblicher Grills und die Wirksamkeit von Abgasreinigungssystemen.

 

Sechs Köche treten am 16. November in München im Finale von „Koch des Jahres“ an. In fünf Stunden müssen sie ein Drei-Gänge-Menü zubereiten, das anschließend von einer zwölfköpfigen Jury bewertet wird.

Das Posthotel Alexander Herrmann in Wirsberg verändert seine Gastronomie. Im Mittelpunkt stehen das auf 172 Abende begrenzte AURA unchained 172 und die Umwandlung des Bistros „oma & enkel“ in ein fränkisches Wirtshaus.