Abriss der Schwarzwaldstube hat begonnen

| Gastronomie Gastronomie

Dreieinhalb Wochen nach dem Brand des Drei-Sterne-Restaurants «Schwarzwaldstube» in Baiersbronn, hat der Abriss der Ruine begonnen. Zwei Bagger sind dabei, die Reste des Stammhauses des Hotels Traube Tonbach abzutragen, sagte eine Sprecherin am Mittwoch.

Das rund 230 Jahre alte Gebäude mit drei Restaurants und Büros war bei einem verheerenden Feuer in der Nacht zum 5. Januar vollständig zerstört worden. Verletzt wurde dabei niemand, es entstand ein Schaden in Millionenhöhe.

[Bilder zeigen das gesamte Ausmaß des verheerenden Vollbrandes eines der besten Restaurants der Welt. Die «Schwarzwaldstube» in Baiersbronn lag in Schutt und Asche.]

Die Ursache für den Brand ist nach dem Ergebnis der Untersuchungen nicht mehr genau zu klären. Es gebe keine Hinweise auf vorsätzliche Brandstiftung. Ein technischer Defekt könnte das Feuer ausgelöst haben.

Die Inhaberfamilie Finkbeiner will die Restaurants wieder aufbauen und rechnet dafür mit einem Zeitbedarf von einem bis anderthalb Jahren. Nach Ostern soll ein Ersatzbebtrieb anlaufen. (Tageskarte berichtete) Dazu werden zwei Restaurants in Containern auf dem Dach des Hotelparkhauses aufgebaut. Neben der renommierten «Schwarzwaldstube» von Küchenchef Torsten Michel mit drei Michelin-Sternen befand sich im abgebrannten Stammhaus auch die «Köhlerstube» mit einem Stern. (dpa)


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Das Noma in Kopenhagen gilt als eines der besten Restaurants der Welt. Doch Ex-Mitarbeiter werfen Chefkoch Redzepi laut «New York Times» Gewalt und Demütigungen vor. Jetzt zieht der Däne Konsequenzen.

Eine Woche vor der offiziellen Vorstellung der vollständigen Restaurantselektion 2026, hat der Guide Michelin die diesjährigen Preisträger des Bib Gourmand für Österreich bekannt gegeben. Wie die Organisation mitteilt, erhalten in diesem Jahr 26 Restaurants die Auszeichnung neu.

Kurz vor der Veröffentlichung des Guide Michelin Frankreich 2026 sorgen prominente Abwertungen für Aufsehen: Das Pariser Traditionsrestaurant L’Ambroisie verliert nach Jahrzehnten seinen dritten Stern, während auch renommierte Häuser in der Provinz Federn lassen müssen.

Sternekoch Heston Blumenthal kündigt die Schließung seines Zwei-Sterne-Restaurants Dinner by Heston für Januar 2027 an. Neben auslaufenden Pachtverträgen führt der Gastronom steigende Warenkosten und gesundheitliche Gründe für diesen Schritt an.

Feinkost Käfer übernimmt nach einer europaweiten Ausschreibung das Catering in den Lounges des BER und festigt damit seine Präsenz am Berliner Markt sowie im Segment der gehobenen Flughafengastronomie.

Billy Wagner analysiert die strukturelle Ausbeutung in der Sternegastronomie und fordert nach den Noma-Enthüllungen eine ehrliche Debatte über Preise und Arbeitsbedingungen. Der Inhaber des Berliner Sternerestaurants Nobelhart & Schmutzig thematisiert damit ein tief verwurzeltes Systemproblem der gesamten Branche.

Mit 20 Mikrowellen statt einer Kochbrigade: Das Startup Juit eröffnet in Berlin-Mitte einen Pop-up-Store für tiefgekühlte Fertiggerichte. Kunden können ihre Mahlzeit in acht Minuten vor Ort selbst erwärmen oder für den späteren Verzehr mit nach Hause nehmen.

Gastronom Josef Laggner rettet das insolvente „Kuchel Eck“ in Berlin-Wilmersdorf. Die traditionsreiche Eckkneipe am Ludwigkirchplatz bleibt unter ihrem Namen bestehen und wird Teil der Laggner Gruppe.

Die US-Gastronomie steht vor einer Bereinigungswelle. Laut aktuellen Branchenberichten droht fast jedem zehnten Bedienrestaurant das Aus, da massive Kostensteigerungen und Umsatzrückgänge die Rentabilität behindern.

Das dänische Restaurant Noma und dessen Inhaber René Redzepi stehen im Zentrum massiver Kritik durch ehemalige Angestellte. Die New York Times berichtet über eine Arbeitskultur der Angst und Gewalt. Inszwischen hat sich Inhaber René Redzepi zu den Vorwürfen geäußert.