Acht britische Pubs schließen pro Woche

| Gastronomie Gastronomie

Britische Branchenverbände schlagen angesichts alarmierender Schließungszahlen Alarm. Laut Daten des Finanzdienstleisters Ryan mussten im ersten Halbjahr 2025 wöchentlich acht Pubs in Großbritannien den Betrieb einstellen. Insgesamt belief sich die Zahl der Schließungen in den ersten sechs Monaten des Jahres auf 209, seit 2020 wurden 2.283 Pubs geschlossen.

Die Hauptursachen für das Pub-Sterben sind laut Branchenvertretern ein Mix aus wirtschaftlichen Belastungen. Dazu gehören die Kürzung von Gewerbesteuerentlastungen, höhere Sozialversicherungsbeiträge, steigende Lohnkosten sowie Verpackungssteuern. Diese Faktoren treffen auf eine Branche, die bereits unter hohen Energiekosten und starker Inflation leidet.

Vertreter von Organisationen wie dem British Institute of Innkeeping (BII), der Night Time Industries Association (NTIA), UKHospitality und der British Beer & Pub Association (BBPA) äußern ihre Besorgnis. Sie betonen, dass Pubs nicht nur Wirtschaftsunternehmen sind, sondern auch eine wichtige soziale Rolle in ihren Gemeinden spielen. Viele der geschlossenen Pubs werden abgerissen oder umgenutzt, was einen dauerhaften Verlust für die Gemeinschaft bedeutet.

Die Verbände fordern die Regierung dringend auf, im kommenden Budget Maßnahmen zur Unterstützung der Pubs zu ergreifen. Dazu zählen die Senkung der Gewerbesteuern, die Anpassung der Sozialversicherungsbeiträge und die Reduzierung der Mehrwertsteuer, um die Pubs vor dem Aussterben zu bewahren.


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

In den Streit um Markenrechte an einem Kebab-Gericht kommt Bewegung zwischen einer Bielefelder Dönerkette und dem US-Anbieter Kentucky Fried Chicken. «KFC hat sich entschuldigt und gesagt, das haben sie alles nicht gewollt, und das sei nur ein Zufall gewesen», sagte der Chef der Bielefelder Firma Krispy Kebab.

Georg Strohmeyer feiert sein 10-jähriges Jubiläum als Küchenchef im Hotel Zugspitze in Garmisch-Partenkirchen. Der Wahl-Bayer spricht im Interview unter anderem darüber, wie er auf neue Ideen zu seinen regionalen Kreationen kommt. Tipps für Hobbyköche hat er auch auf Lager.

Am 30. April eröffnet im Westfield Hamburg-Überseequartier das Restaurant Elemente mit lateinamerikanischem Schwerpunkt. Das Projekt verbindet unter anderem internationale Grillkunst mit Hamburger Architekturgeschichte.

Beim internationalen Kongress der Jeunes Restaurateurs in Köln wurde Frédéric Morel aus Münster zum Koch des Jahres gewählt. Die Veranstaltung brachte rund 500 Branchenvertreter aus 21 Ländern am Rhein zusammen.

In München sorgt die Forderung eines Wirts für Furore: Die Oktoberfest-Zelte sollen europaweit ausgeschrieben werden. Was könnte das für Tradition und Brauchtum auf der Wiesn bedeuten?

Sie brutzelt, sie duftet und sie macht satt – die Currywurst landet millionenfach in Kantinen und Imbissen und auf dem Teller oder in der Pappschale. Doch wie mag der Berliner seine Wurst? Und wie wird sie im Pott gegessen?

Der internationale JRE-Kongress in Köln versammelte rund 500 Branchenvertreter, um über die Zukunft der Gastronomie und nachhaltige Innovationen zu beraten. Neben der Verleihung der International Awards 2026 stand die Expansion des Netzwerks nach Südamerika im Fokus.

Eine aktuelle Umfrage belegt, dass Nachhaltigkeit für über 80 Prozent der Leser ein wichtiges Kriterium bei Kochbüchern darstellt. Während das gedruckte Buch die wichtigste Inspirationsquelle bleibt, gewinnen pflanzenbasierte Ernährung und umweltfreundliche Zutaten an Bedeutung.

Eine aktuelle Umfrage belegt die hohe Relevanz der Gastronomie am Muttertag, wobei über 40 Prozent der Deutschen einen Restaurantbesuch planen. Neben großen Familienfeiern gewinnen Trends wie Solo-Dining und erlebnisorientierte Angebote an Bedeutung.

Die Initiative Gerolsteiner WeinPlaces hat sechs neue Gastronomiebetriebe in ihr bundesweites Netzwerk aufgenommen und fördert künftig zudem die Ausbildung von Nachwuchskräften durch internationale Stipendien.