Altes Hackerhaus: Mäuseplage in Münchner Traditionslokal

| Gastronomie Gastronomie

Das Traditionsgasthaus Altes Hackerhaus in München macht schwere Zeiten durch. Wie die Münchener TZ berichtet, herrscht in dem Lokal Mäusealarm. Das Kreisverwaltungsreferat hat bei drei Kontrollen im September und Oktober Nagerbefall festgestellt und musste das Gasthaus bereits für einen Tag schließen.

„Wir haben ein Mäuseproblem. Aber wie bekämpfen das Ungeziefer mit allen Mitteln“, gibt Gastwirt Paul Pongartz (54) laut Münchener TZ zu. Bei drei Kontrollen im September und Oktober hatte das Kreisverwaltungsreferat erhebliche Hygienemängel und Mängel bei der Schädlingsbekämpfung festgestellt. „Dabei handelte es sich hauptsächlich um Reinigungsmängel und Mäusebefall bzw. Vermutzungen vom Mäusebefall“, erklärt die Behörde auf Nachfrage der Zeitung. Der Betrieb musste bereits für einen Tag schließen. Die Zeit wurde genutzt, um die erforderlichen Arbeiten durchzuführen und die Auflagen des KVR zu erfüllen, so Pongartz. Bei einer Nachkontrolle durch das KVR am Folgetag hoben die Kontrolleure die Betriebsschließung wieder auf. Die Mängel seien größtenteils behoben worden.

Bei einer weiteren Nachkontrolle am 29. Oktober wurde dann aber offenbar erneut ein Schädlingsbefall festgestellt, wenn auch mit geringerem Ausmaß. Das Restaurant muss daher jetzt mit verstärkten Kontrollen der Lebensmittelüberwachung rechnen.

Wie die Nager in das Lokal kamen ist für Pongartz klar: „Die Mäuse wurden durch das laute Rütteln bei den Bauarbeiten aus dem Untergrund vertrieben und sind überall im Viertel ausgeschwärmt, da hatten viele hier Probleme.“ Der Wirt habe bereits einen Kammerjäger beauftragt und Öffnungen im Lokal geschlossen. Die Mäuse sollen so keine Chance mehr haben. "Wir haben fast alle Mäuse vertrieben und das Problem im Griff“, versichert Paul Pongartz auch der Münchener Abendzeitung.

Doch die Probleme setzen dem Gastwirt zu. Hinzukommen private Probleme: Vor vier Wochen erlitt seine Frau einen Herzinfarkt und musste operiert werden. Gedanken an einen Rückzug seien Pongartz schon gekommen. "Wenn so etwas wie ein Herzinfarkt passiert, dann denkt man darüber nach, was wichtig ist im Leben", sagt der 54-Jährige gegenüber der Münchener Abendzeitung.


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Die kroatische Restaurantkette Koykan treibt ihre Expansion in Europa voran. Nach Angaben des Unternehmens sollen bis Ende 2026 insgesamt 15 neue Restaurants in Deutschland, Österreich, Tschechien, der Slowakei, Ungarn, Slowenien und Kroatien eröffnet werden. Bereits im Juni ist die Eröffnung eines Standorts in München vorgesehen.

Eine Analyse belegt signifikante Umsatzsprünge in Bars und Clubs während des ersten WM-Spiels der deutschen Nationalmannschaft. Klassische Restaurants und Cafés verzeichneten hingegen im gleichen Zeitraum rückläufige bargeldlose Umsätze.

Unter der kreativen Leitung von Culinary Director Peter Hagen-Wiest präsentiert das Eatrenalin ein neues Menü, das Kulinarik und multisensorische Unterhaltung verbindet. Mit dabei: Dieter Koschina und Hans Neuner.

Der Michelin Guide Deutschland hat zehn neue Bib-Gourmand-Restaurants für das Jahr 2026 bekanntgegeben. Damit umfasst die Auswahl bundesweit 147 Betriebe mit besonderem Fokus auf ein ausgewogenes Preis-Leistungs-Verhältnis.

Droht der Wiesn ein Zelt-Chaos? Ein Wirt klagt gegen die Vergabe zweier Bierburgen – und trifft damit auch ein Herzstück des Oktoberfests. Was das für Gäste und Tradition bedeutet.

Yum Brands trennt sich von Pizza Hut und verkauft die Kette für insgesamt 2,7 Milliarden Dollar. Während das China-Geschäft an Yum China geht, übernimmt der Finanzinvestor LongRange Capital die restlichen Marktanteile.

Das Hotel Schlossgut Gross Schwansee arbeitet künftig mit Hendrik Otto an der langfristigen gastronomischen Ausrichtung. Der ehemalige Küchenchef des Lorenz Adlon Esszimmer unterstützt beratend die kulinarische Strategie und die Konzepte des Fünf-Sterne-Hauses nahe Lübeck.

Der Leaders Club Deutschland hat bei den Gastro Sessions in München die aktuellen Herausforderungen der Gastronomiebranche debattiert. Rund 200 internationale Teilnehmer diskutierten über wirtschaftliche Rahmenbedingungen, die Digitalisierung und die Ansprüche der neuen Generation.

Das Frauennetzwerk Foodservice hat seine Aktivitäten auf die Schweiz ausgeweitet. Erste Veranstaltungen in mehreren Städten verzeichneten nach Angaben der Organisation eine hohe Beteiligung.

Ciao Bella von der Gustoso Gruppe wird neuer Gastronomiebetreiber in den Drei Höfen in Amberg. Ab August 2026 soll zunächst ein Frühstücksangebot starten, bevor im September der vollständige Restaurantbetrieb folgt.