Kroatische Restaurantkette Koykan expandiert auch nach Deutschland

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Die kroatische Restaurantkette Koykan treibt ihre Expansion in Europa voran. Nach Angaben des Unternehmens sollen bis Ende 2026 insgesamt 15 neue Restaurants in Deutschland, Österreich, Tschechien, der Slowakei, Ungarn, Slowenien und Kroatien eröffnet werden. Bereits im Juni ist die Eröffnung eines Standorts in München vorgesehen.

Unternehmen plant weitere Restaurants in mehreren europäischen Ländern

Koykan beschreibt die Expansion als Teil einer langfristigen Wachstumsstrategie. Die neuen Restaurants sollen nach Unternehmensangaben vor allem in urbanen Zentren mit hoher Besucherfrequenz entstehen. Grundlage der Standortentscheidungen seien Verkehrs- und Verbrauchsdaten sowie Erfahrungen aus mehreren europäischen Märkten.

Deutschland zählt dabei zu den wichtigsten Zielmärkten. Nach Angaben des Unternehmens sollen gemeinsam mit der Xela Investment Group innerhalb der kommenden zwei Jahre zehn weitere Restaurants in Bayern und Baden-Württemberg eröffnet werden. Parallel dazu seien neue Standorte in Zagreb, Rijeka, Brünn und Ljubljana geplant.

Restaurantkette betreibt bereits neun Standorte in Europa

Nach Unternehmensangaben verfügt Koykan derzeit über neun Restaurants in Kroatien, Deutschland, Tschechien und der Slowakei. Weitere Standorte befänden sich im Aufbau. Die jährlichen Umsätze einzelner Restaurants lägen zwischen 500.000 Euro und fünf Millionen Euro. Das Unternehmen beziffert das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) auf mehr als 90.000 Euro pro Standort. Für das bestehende Geschäft werde im Jahr 2026 eine EBITDA von über einer Million Euro erwartet. Die Erlöse des Netzwerks hätten zuletzt bei rund fünf Millionen Euro jährlich gelegen.

Wie das Unternehmen weiter mitteilt, sei in den vergangenen 18 Monaten ein standardisiertes Betriebsmodell entwickelt worden. Dazu gehörten ein Franchise-Rahmenwerk, einheitliche Prozesse sowie der Ausbau von Lieferketten und digitaler Infrastruktur.

Koykan finanziert Wachstum teilweise über Unternehmensanleihe

Zur Finanzierung der Expansion setzt Koykan nach eigenen Angaben unter anderem auf eine Unternehmensanleihe. Die aktuelle Emission sehe eine feste jährliche Verzinsung von 7,5 Prozent bei einer Laufzeit von drei Jahren vor. Die Zinsen würden halbjährlich ausgezahlt, die Rückzahlung des Kapitals erfolge am Ende der Laufzeit. Das Volumen der Emission betrage zwei Millionen Euro. Die Mindestzeichnung liege bei 1.000 Euro.

Für Investitionen ab 5.000 Euro sei nach Unternehmensangaben zusätzlich die Möglichkeit vorgesehen, die Anleihe nach Ablauf der Laufzeit in Unternehmensanteile umzuwandeln. Die Anleihe werde ausschließlich in Kroatien angeboten. Das Unternehmen erklärt zudem, derzeit bereits von mehr als 450 Kleinanlegern unterstützt zu werden. Langfristig wolle Koykan vor einem möglichen Börsengang rund 1.000 Anteilseigner gewinnen.

Unternehmensleitung verweist auf datenbasierte Standortauswahl

Boro Milivojević, Gründer und Geschäftsführer von Koykan, betont die datengetriebene Herangehensweise des Unternehmens. Wörtlich sagte er: „Das ist kein Startup-Modell. Wir arbeiten mit Daten, nicht mit Prognosen. Wir eröffnen Restaurants ausschließlich an Standorten mit nachweislich hohem Besucher- und Umsatzpotenzial, was eine Amortisation der Investition innerhalb von zwei Jahren ermöglicht.“

Nach Darstellung des Unternehmens würden neue Restaurants ausschließlich an Standorten mit nachgewiesenem Kundenpotenzial eröffnet. Die Bewertung erfolge anhand konkreter Kennzahlen zu Verkehrsaufkommen und Konsumverhalten.

Unternehmen verfolgt langfristiges Ziel von 100 Restaurants

Für die kommenden Jahre strebt Koykan nach eigenen Angaben den Aufbau eines Netzes von mehr als 100 Restaurants in Europa an. Im Mittelpunkt stünden dabei die Märkte in Deutschland, Österreich, Tschechien, Kroatien und der Slowakei. Neben eigenen Betrieben sollen auch Franchise-Standorte zum Wachstum beitragen.

Darüber hinaus arbeitet das Unternehmen nach eigenen Angaben an einem Projekt mit der Bezeichnung „Gastronomy 4.0“. Geplant sei eine automatisierte Produktionslinie für die Speisenzubereitung, die gemeinsam mit Technologiepartnern entwickelt und durch Fördermittel der Europäischen Union unterstützt werde. Das Projekt solle auch Module für die Beschäftigung blinder und sehbehinderter Menschen umfassen.

Der zugrunde liegende Bericht erschien am 15. April 2025 auf dem kroatischen Fachportal HRB: Hoteli, Restorani, Barovi. Die Angaben zu Expansion, Finanzierung und Unternehmensstrategie beruhen auf den dort veröffentlichten Informationen sowie ergänzenden Unternehmensangaben.

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