Nicht nur in Bayern sterben die Wirtshäuser, auch in Hessen schließen immer mehr Gasthöfe für immer ihre Pforten. Ganz im Gegensatz zur Autoindustrie würden Hotels und Gaststätten aber mit ihren Problemen allein gelassen, kritisierte DEHOGA-Hessen-Präsident Gerald Kink nun in der Frankfurter Neuen Presse. Kink betreibt zusammen mit seiner Ehefrau das Hotel Oranien in Wiesbaden und ist Präsident des hessischen Dehoga-Landesverbandes. So zählte der Verband vor zehn Jahren noch 3.000 Gasthäuser, mittlerweile sind es nur noch 1.200. Betroffen ist in erster Linie der ländliche Raum. Und ein Ende sei laut Kink nicht in Sicht. Darunter leiden vor allem die Gäste, die nach gutbürgerlicher Küche Ausschau halten. So sei es etwa bei einem Ausflug in den Taunus ratsam, sich vorher schlau zu machen und genau zu planen. Schließlich seien die Gasthöfe heutzutage rar gesät.
Für die Anwohner bedeutet der Verlust ihres Gasthauses immer auch ein Verlust an Lebensqualität. Die Gründe sind die gleichen wie überall: Probleme mit der Nachfolge, Fachkräftemangel, finanzielle Engpässe und die Bürokratie. Um die Probleme zu lösen, forderte Kink größere Unterstützung durch die Landesregierung. Da sind ihm die Bayern allerdings schon weit voraus.












