Bandendiebstahl in München? - Durchsuchungen bei Mitarbeitern vom Spatenhaus an der Oper

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Im Zusammenhang mit Ermittlungen wegen schweren Bandendiebstahls haben Polizei und Staatsanwaltschaft in München umfangreiche Durchsuchungen bei Mitarbeitern des Restaurants Spatenhaus an der Oper durchgeführt. Nach Angaben des Polizeipräsidiums München richten sich die Ermittlungen gegen 50 Tatverdächtige auch aus der Belegschaft des Gastronomiebetriebs.

Wie die Polizei mitteilt, fanden die Durchsuchungen am 7. Mai 2026 in München sowie im Bereich des Polizeipräsidiums Oberbayern Nord statt. Durchsucht wurden demnach neben Mitarbeiterspinden im Restaurant auch rund 50 private Objekte. Dabei seien unter anderem Handys, Laptops, elektronische Speichermedien und Bargeld sichergestellt worden.

Nach Angaben der Ermittler sollen Speisen und Getränke über einen längeren Zeitraum nicht ordnungsgemäß boniert und abgerechnet worden sein. Gäste hätten die gastronomischen Leistungen zwar erhalten, Barzahlungen seien jedoch teilweise vom Personal einbehalten worden. Zudem sollen Lebensmittel aus dem Betrieb entwendet worden sein.

Ermittlungen laufen seit März 2025 gegen zahlreiche Beschäftigte

Wie die Polizei weiter mitteilt, begannen die Ermittlungen im März 2025, nachdem der Geschäftsführer des Restaurants Unstimmigkeiten bei der Verbuchung von Bestellungen festgestellt und sich an die Polizei gewandt hatte.

Den Tatverdächtigen wird laut Polizei unter anderem schwerer Bandendiebstahl vorgeworfen. Die konkrete Schadenshöhe sei noch Gegenstand der Ermittlungen. Nach Angaben der Ermittler könnte sich der Schaden möglicherweise im sechsstelligen Bereich bewegen.

Von den 50 Beschuldigten seien 45 Männer und fünf Frauen im Alter zwischen 25 und 69 Jahren betroffen. Laut Polizei wurden 44 Tatverdächtige angetroffen und nach den polizeilichen Maßnahmen wieder entlassen. Eine Person sei einem Ermittlungsrichter zur Klärung der Haftfrage vorgeführt worden.

An der Durchsuchungsaktion waren nach Angaben der Polizei rund 130 Beamte beteiligt. Zudem seien bei den Maßnahmen eine geringe Menge Betäubungsmittel sowie eine Langwaffe sichergestellt worden. Die Gegenstände würden nun überprüft.

Kuffler-Gruppe spricht von jahrelangem Vertrauensmissbrauch

Die Kuffler-Gruppe als Betreiber des Spatenhauses äußerte sich in einer Mitteilung zu den Vorwürfen. Stephan Kuffler erklärte laut Unternehmensangaben: „Mein Bruder und ich sind zutiefst erschüttert. Menschen, denen wir selbst in privaten Belangen zur Seite standen, haben uns über viele Jahre hinweg auf das Perfideste belogen und bestohlen. Es bleiben gewaltige Enttäuschung und zerrüttetes Vertrauen.“

Wie die Kuffler-Gruppe mitteilt, läuft der Restaurantbetrieb trotz der Ermittlungen weiter. Am Tag der Durchsuchungen sei lediglich der erste Stock des Hauses geöffnet gewesen. Dauerhaft solle Personal aus anderen Betrieben der Gruppe eingesetzt werden.

Zur Unternehmensgruppe gehören nach eigenen Angaben neben dem Spatenhaus unter anderem das Seehaus im Englischen Garten, der Haxnbauer im Tal, das Restaurant Mangostin sowie ein Weinzelt auf dem Oktoberfest.

Die Ermittlungen dauern laut Polizei an.


 

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