Bayern: Party vor dem Lockdown

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Eine letzte Party vor dem Lockdown: Am Wochenende bevor das öffentliche Leben in Bayern wieder weitgehend zum Erliegen kommen soll, schienen die Menschen in Feierlaune zu sein. Zu der Einschätzung kamen einige Polizeipräsidien in Bayern.

«Gefühlt nutzen die Leute die Tage vor dem Lockdown noch aus», sagte ein Sprecher des Polizeipräsidiums Regensburg. In der Nacht auf Samstag habe es in der Regensburger Innenstadt einige Einsätze wegen Ruhestörung gegeben. Ebenso in Augsburg: «Der Freitag war ein bisschen unruhiger», teilte ein Polizeisprecher mit.

In Eltmann (Landkreis Haßberge) löste die Polizei eine Feier mit neun Personen aus sechs verschiedenen Haushalten auf. Auch im Landkreis Regensburg feierten sechs Personen am Freitagabend in einer Wohnung in Wörth an der Donau. Von der Party erfuhr die Polizei, weil eine junge, betrunkene Frau in ein Krankenhaus gebracht worden war. 

Schlechte Nachrichten gab es am Samstag zudem für Urlauber im Freistaat: Touristen müssen Hotels in Bayern spätestens am Vormittag des 2. November verlassen. Touristische Übernachtungen seien von dem Tag an nicht mehr gestattet, sagte ein Sprecher des bayerischen Gesundheitsministeriums am Samstag. «Übernachtungsgäste dürfen aus Kulanz auch noch im Laufe des Vormittags des 2. Novembers abreisen, obwohl die Verordnung eigentlich schon ab Mitternacht gilt.»

Vom Montag an soll es bundesweit bis Ende November einen Teil-Lockdown geben. Unter anderem Hotels dürfen dann keine Touristen mehr empfangen. Damit will die Politik die massiv steigenden Corona-Infektionszahlen in den Griff bekommen. Darauf hatten sich Bund und Länder am Mittwoch verständigt.

Zuvor hatten bereits Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern ähnliche Regelungen mitgeteilt. In Schleswig-Holstein müssen Touristen grundsätzlich bis zum 2. November abgereist sein, Urlauber auf den Nordsee-Inseln und Halligen bekommen wegen der Kapazitäten im Fährverkehr sowie den Autozügen bis zum 5. November Zeit, wie die Landesregierung in Kiel unter Verweis auf die jüngsten Bund-Länder-Beschlüsse mitteilte. Touristen aus Mecklenburg-Vorpommern müssen spätestens bis zum 5. November abreisen.

In Bayern haben am Freitag die einwöchigen Herbstferien begonnen. Der Geschäftsführer des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbandes in Bayern, Ulrich Frank-John, sagte am Samstag: «Wir hätten die Touristen gerne behalten.» Dass es auch bei den neuen Maßnahmen wieder das Gastgewerbe besonders betroffen sei, nannte er «völlig unverhältnismäßig». (dpa)


 

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