„Beinahe umgefallen“: Interview mit Marc Haeberlin nach Verlust des Michelin-Sterns

| Gastronomie Gastronomie

Es war ein Paukenschlag beim Restaurantführer Guide Michelin Frankreich, der Anfang des Jahres vorgestellt wurde. Gleich drei 3-Sterne-Restaurants verloren ihre Bestnote und wurden auf zwei Sterne herabgestuft. Darunter auch die Kochlegende Marc Haeberlin mit der Auberge de l'Ill (Tageskarte berichtete). Das Restaurant ist in Frankreich eine kulinarische Institution, das seit 1967 regelmäßig mit drei Sternen ausgezeichnet wurde. Damals stand mit Paul Haberlin noch der Vater des heutigen Küchenchefs am Herd. Für den Sohn war der Verlust damit gleich doppelt bitter. 

Die Abwertung von Marc Haeberlin und seiner „Auberge de l’Ill“ sei skandalös, schrieb daraufhin Kritiker Jürgen Dollase: „Das Restaurant präsentiert ein makelloses Handwerk und hat speziell in seinen klassischen Momenten eine großartige Qualität und eine unverzichtbare Position in der internationalen Gourmandise. So etwas wertet man nicht so einfach ab – schon gar nicht nach über 50 Jahren mit drei Sternen. Es gibt keine kulinarisch wirklich seriöse, umfassende Denkweise, die zu einer solchen Entscheidung führen kann.“

Interview mit Marc Haeberlin

Nun hat Jürgen Dollase für Eat, Drink, Think ein lesenswertes Interview mit Marc Haeberlin geführt. Wie Haeberlin erklärte, hätte der Verlust des Sterns keine negativen Veränderungen beim Publikum nach sich gezogen. Er habe im Gegenteil sogar viel Zuspruch erhalten. An ihrer Arbeitsweise und den Preisen auf der Karte habe er auch nichts verändert. Sie machen weiter wie bisher. 


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Der Tamworth Tap aus Staffordshire ist bei den Great British Pub Awards 2026 zum Pub des Jahres gekürt worden. Insgesamt wurden 17 Kategorien ausgezeichnet, darunter erstmals die Kategorie „Best Inn“.

Die sechs Finalisten des Wettbewerbs „Koch des Jahres 2026“ haben am Flughafen Frankfurt erstmals gemeinsam gekocht. In der FRALounge präsentierten sie ein Sechs-Gänge-Menü mit persönlichen Bezügen und unterschiedlichen kulinarischen Ansätzen.

Die Besucher am ersten Wiesn-Wochenende waren weniger aber internationaler als vor einem Jahr. Am Eröffnungssamstag machten ausländische Gäste rund 33 Prozent aus, am Sonntag gut 29 Prozent, wie eine Untersuchung von Handydaten ergab.

Von der Dorfwirtschaft bis zur Vorstadtkneipe: Lisa Lindhuber und Franzi Püschel erkunden für BR Puls die bayerische Wirtshauskultur. Im zweiten Instagram-Format „Die Foodlerin“ geht Marie Schwesinger kulinarischen Fragen aus Bayern nach.

Im Frankfurter Hochhauskomplex Four öffnet die neue Tagesbar The Graevenitz ihre Türen. Hinter dem Konzept stehen der Gastronom Maximilian Graf von Saurma und seine Geschäftspartnerin Sarah Korb.

Taco Bell hat die für den 24. September angekündigte Eröffnung seines Restaurants in Köln verschoben. Der Standort soll das erste öffentlich zugängliche Taco-Bell-Restaurant in Deutschland werden.

Die Mack-Gruppe plant mit Karls Erlebnis-Dorf in Elstal eine Fahrt durch fünf Erlebniswelten mit einem Drei-Gänge-Menü. Die Eröffnung ist für Sommer 2027 vorgesehen.

Anton Schmaus beendet den täglichen à-la-carte-Betrieb im Regensburger Restaurant Sticky Fingers. Künftig setzt das Konzept auf Events, geschlossene Feiern und Winzerabende. Zum Abschluss gibt es noch eine letzte große Party.

Bars und Clubs für schwule Männer gibt es zuhauf - und mit dem «Gay Sunday» auch ein eigenes Wiesn-Event. Nun wollen sich auch lesbische Frauen ihren Platz auf dem Oktoberfest erobern.

Das Cannstatter Volksfest lockt mit Achterbahnen und Karussellen – doch wie viel müssen Besucher für den Bierkrug wirklich zahlen? Es gibt deutliche Unterschiede zwischen den Zelten.