BGN warnt vor Arbeitsausfällen durch Schnittverletzungen in der Gastronomie

| Gastronomie Gastronomie

Schnittverletzungen am Arbeitsplatz führen in den Betrieben der Nahrungsmittelindustrie und des Gastgewerbes zu erheblichen personellen und finanziellen Belastungen. Wie die Berufsgenossenschaft Nahrungsmittel und Gastgewerbe (BGN) mitteilt, fehlt ein Mitarbeiter nach einem messerbedingten Arbeitsunfall, der eine ärztliche Behandlung erfordert, durchschnittlich mehr als eine Woche an seinem Arbeitsplatz. Dies ziehe unmittelbare Konsequenzen wie Lohnfortzahlungen, Mehrarbeit für die verbliebene Belegschaft oder die Notwendigkeit der Organisation zusätzlicher Arbeitskräfte nach sich.

Auswahl geeigneter Werkzeuge reduziert Unfallgefahren

Prävention steht im Fokus der Empfehlungen, wobei die Auswahl des Arbeitsgeräts eine zentrale Rolle spielt. Die Verwendung ungeeigneter oder stumpfer Klingen wird als gefährlich eingestuft, da der Umgang mit solchem Werkzeug mühsam sei. Zudem bewahren eine sachgerechte Reinigung und Pflege die Werkzeuge vor vorzeitigem Verschleiß und tragen dazu bei, Verletzungen zu vermeiden. Die Berufsgenossenschaft weist in diesem Zusammenhang explizit darauf hin, dass die Reinigung in der Spülmaschine die Schärfe der Messer beeinträchtigt.

Ordnungsgemäße Lagerung schützt Mitarbeiter 

Sichere Aufbewahrung ist ein weiterer Faktor zur Vermeidung von Unfällen. Die Lagerung von Messern in ungeordneten Schubladen wird von der Berufsgenossenschaft als riskant für die zugreifenden Hände bezeichnet. Stattdessen empfiehlt die BGN den Einsatz spezieller Halterungen. Während der Arbeit am Arbeitsplatz sollte das Schneidwerkzeug nicht offen auf dem Tisch liegen bleiben. Als Sicherheitsmaßnahme wird beispielsweise vorgeschlagen, das Messer nach dem Gebrauch unter ein Schneidbrett zu schieben, um es griffbereit, aber sicher zu verwahren. Nach Beendigung der Tätigkeit sieht die fachliche Empfehlung die Unterbringung in einem Messerkorb oder einer entsprechenden Messerhalterung vor.

Ausführliche und weiterführende Informationen:

BGN-Report: Auswahl und Einsatz von Handmessern

BGN-Akzente: Handmesser in der Fleischwirtschaft


 


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Die Berliner Gastronomin Marie-Anne Wild hat zum achten Mal den MAW Ladies Lunch im Restaurant Tim Raue ausgerichtet. Im Mittelpunkt des Austausches stand die Sichtbarkeit von Frauen in verschiedenen Berufsfeldern.

Zum zehnjährigen Jubiläum feiern die HeimWerk Restaurants ihr Bestehen mit einer Aktionswoche und plant für den Sommer 2026 die Eröffnung eines weiteren Standorts in Leipzig.

Eine neue Umfrage zeigt, wie viel Gäste für Kaffee in Restaurants und Cafés ausgeben würden. Gleichzeitig verdeutlichen die Ergebnisse, dass steigende Preise das Kaufverhalten vieler Verbraucher zunehmend beeinflussen.

Nach vielen Jahren hat die bekannte «Mokka-Milch-Eisbar» wieder geöffnet und Hunderte Gäste angezogen. Warum das Kult-Lokal schon kurz darauf wieder schließt – und wann die Rückkehr geplant ist.

Mit dem Joseph’s eröffnet Anfang Juni ein neues Restaurant im Titlis Tower auf mehr als 3.000 Metern Höhe. Das gastronomische Angebot ist Teil eines Investitionsprojekts der Titlis Bergbahnen, das bis 2029 umgesetzt werden soll.

Pincho Nation eröffnet Mitte Juni einen neuen Standort in Karlsruhe. Es ist der erste Restaurantbetrieb der Marke in Deutschland, der von einem Franchise-Partner geführt wird.

Der Gastronom Giovanni Massimino hat in Hamburg-Uhlenhorst ein neues Lokal eröffnet, das italienische Speisen mit einem Barkonzept verbindet. Entgegen der Namensgebung steht keine heiße Schokolade auf der Karte.

Finland startet die Kampagne Finland’s Official Tasting Table, bei der Interessierte an exklusiven Degustationsmenüs in Lappland sowie an der Küste teilnehmen können. Die Auswahl der 16 Gäste erfolgt über ein Bewerbungsverfahren bis Juni 2026.

Nach vielen Jahren hat die bekannte «Mokka-Milch-Eisbar» wieder geöffnet und Hunderte Gäste angezogen. Warum das Kult-Lokal schon kurz darauf wieder schließt – und wann die Rückkehr geplant ist.

Der Gastronomiekritiker und Journalist Jürgen Dollase hat die Zusammenarbeit mit der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung (FAS) nach eigenen Angaben mit sofortiger Wirkung beendet. Wie Dollase mitteilte, habe er die Zusammenarbeit „fristlos gekündigt“.