Burg Schwarzenstein: Nelson Müller folgt auf Nils Henkel

| Gastronomie Gastronomie

Das Relais & Châteaux Hotel Burg Schwarzenstein im Rheingau hat einen neuen Koch für die dortige Gastronomie gefunden: Nelson Müller folgt auf Nils Henkel am Herd und eröffnet am 10. Juni 2020 die Brasserie „Müllers auf der Burg by Nelson Müller“, ein zweiter Standort seines Restaurants „Müllers auf der Rü“ in Essen.

Müller folgt auf den Zwei-Sterne-Koch Nils Henkel, der die Burg Schwarzenstein erst vor wenigen Wochen verlassen hat. Die FAZ schrieb damals von einer „Kündigung mit zwei Sternen“. Nach Informationen der Zeitung hätten der 51 Jahre alte Chefkoch, der als einer der besten Deutschlands gilt, und ein großer Teil seiner Mannschaft schon Ende März – kurz nach der Schließung des Restaurants wegen der Corona-Pandemie – vollkommen überraschend die Kündigung erhalten. Henkel hat inzwischen eine neue Küche gefunden. Im Hotel Papa Rhein von Jan Bolland wird Henkel in Bingen zukünftig als Küchenchef arbeiten. Das Hotel soll im August eröffnen. Michelin-Sterne sind nicht das Ziel. (Tageskarte berichtete)

Jetzt will die Familie Teigelkamp auf Schwarzenstein ein neues Konzept in der Brasserie etablieren, das „modern, dennoch stilvoll und offen für einen neuen Zeitgeist“ sein soll. Fündig wurde das Paar bei Nelson Müller. „Nelson Müller ist menschlich ein unglaublich wertvoller Zeitgenosse und fachlich einfach ein toller Koch“, sagt Michael Teigelkamp.

Die Idee von einem weiteren Standort des Müllers auf der Rü war sehr schnell geboren und gemeinsam arbeitete man an dem Konzept „MÜLLERS auf der Burg“. Die Lage des Anwesens hätte den Essener Sternekoch sofort begeistert.
 

Beim Blick auf die Speisekarte entdecken Gäste sowohl traditionelle, französische Spezialitäten, wie zum Beispiel eine überbackene Zwiebelsuppe, eine Bouillabaisse oder den bretonischen Steinbutt mit Kaisergranat Jus als auch beliebte Klassiker der Brasserieküche wie eine Kalbs-Currywurst mit belgischen Pommes Frites, ein Rinderfilet Rossini oder ein zartes Osso Bucco mit Gremolata. In der Oyster-Bar liegen fangfrische Hummer und Gillardeau Austern, letztere werden ganz klassisch mit Rotwein-Vinaigrette und Chesterbrot serviert. Wer zum Abschluss noch Lust auf etwas Süßes verspürt, dem legt Müller seine Schokoladen Nascherei ans Herz oder eine Tarte au Citron von der Amalfi Zitrone. Die Weinauswahl der neuen Brasserie ist im Gegensatz zum Burgrestaurant, das sich auf deutsche und Rheingauer Weine konzentriert, internationaler gehalten – französische und italienische Rebsorten und auch die bekannten Nelson-Müller-Weine.


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Die Zelte für das Münchner Oktoberfest können trotz eines Gerichtsstreits aufgebaut werden. Das Bayerische Oberste Landesgericht lehnte den Eilantrag eines Wirtes ab, wonach die Betreiber zweier Festzelte zunächst nicht zur Wiesn zugelassen werden sollten.

Partner für Berlin hat zum 30-jährigen Jubiläum der Berliner Meisterköche die Nominierungen für das Jahr 2026 verkündet. Eine Jury wählte aus rund 150 Vorschlägen die Finalisten in sechs Kategorien aus, deren Gewinner im November gekürt werden.

Die kroatische Restaurantkette Koykan treibt ihre Expansion in Europa voran. Nach Angaben des Unternehmens sollen bis Ende 2026 insgesamt 15 neue Restaurants in Deutschland, Österreich, Tschechien, der Slowakei, Ungarn, Slowenien und Kroatien eröffnet werden. Bereits im Juni ist die Eröffnung eines Standorts in München vorgesehen.

Eine Analyse belegt signifikante Umsatzsprünge in Bars und Clubs während des ersten WM-Spiels der deutschen Nationalmannschaft. Klassische Restaurants und Cafés verzeichneten hingegen im gleichen Zeitraum rückläufige bargeldlose Umsätze.

Unter der kreativen Leitung von Culinary Director Peter Hagen-Wiest präsentiert das Eatrenalin ein neues Menü, das Kulinarik und multisensorische Unterhaltung verbindet. Mit dabei: Dieter Koschina und Hans Neuner.

Der Michelin Guide Deutschland hat zehn neue Bib-Gourmand-Restaurants für das Jahr 2026 bekanntgegeben. Damit umfasst die Auswahl bundesweit 147 Betriebe mit besonderem Fokus auf ein ausgewogenes Preis-Leistungs-Verhältnis.

Droht der Wiesn ein Zelt-Chaos? Ein Wirt klagt gegen die Vergabe zweier Bierburgen – und trifft damit auch ein Herzstück des Oktoberfests. Was das für Gäste und Tradition bedeutet.

Yum Brands trennt sich von Pizza Hut und verkauft die Kette für insgesamt 2,7 Milliarden Dollar. Während das China-Geschäft an Yum China geht, übernimmt der Finanzinvestor LongRange Capital die restlichen Marktanteile.

Das Hotel Schlossgut Gross Schwansee arbeitet künftig mit Hendrik Otto an der langfristigen gastronomischen Ausrichtung. Der ehemalige Küchenchef des Lorenz Adlon Esszimmer unterstützt beratend die kulinarische Strategie und die Konzepte des Fünf-Sterne-Hauses nahe Lübeck.

Der Leaders Club Deutschland hat bei den Gastro Sessions in München die aktuellen Herausforderungen der Gastronomiebranche debattiert. Rund 200 internationale Teilnehmer diskutierten über wirtschaftliche Rahmenbedingungen, die Digitalisierung und die Ansprüche der neuen Generation.