Christian Rach prophezeit Gastronomie eine Katastrophe

| Gastronomie Gastronomie

Fernsehkoch Christian Rach sagt der deutschen Gastronomie eine dunkle Zukunft voraus. «Es wird eine Katastrophe kommen», prophezeite Rach am Rande der Verleihung der «Goldenen Bild der Frau» am Mittwochabend. Dem Gastgewerbe fehlten tausende Arbeitskräfte, klagte der TV-Koch. Dies werde nicht ohne Folgen bleiben.

Am Dienstag war bekanntgeworden, dass der bekannte Gastronom sein letztes Restaurant «Rach & Ritchy» in Hamburg schließt, für das er laut eigenen Angaben zuletzt lediglich als Vermieter auftrat. Auf der Homepage wurde die Nachricht völlig nüchtern verkündet. Dort steht: "Nach 10 Jahren steht bei Rach & Ritchy eine Neuorientierung an: Das Grillhaus schließt zum Ende des Jahres". Bislang hatte Rach das Restaurant mit seinem Partner und Chefkoch Richard Mayer geführt. 2009 übernahm Christian Rach das Restaurant «Das kleine Rote» und nannte es in «Rach & Ritchy» um.

Wie das Unternehmen schreibt, soll das "Rach & Ritchy" zu den besten Restaurants Hamburg zählen und als Top-Steakhouse bekannt gewesen sein. Das Hamburger Abendblatt berichtet nun, dass der Grund für das vorzeitige Aus fehlendes Personal sei. Seit längerer Zeit soll Christian Rach im Restaurant nicht mehr präsent gewesen sein. 2008, ein Jahr vor Gründung des Steakhouses, schloss er bereits das "Tafelhaus", das einen Michelin-Stern erhalten hatte. Damals wollte der heute 62-Jährige keinen weiteren Pachtvertrag mehr für zehn Jahre eingehen. 

Ferner verriet der Kochbuchautor bei dem Event, auf dem Frauen für ihr soziales Engagement geehrt wurden, dass er sich mehr weibliche Politikerinnen wünsche. «Ich bewundere starke Frauen. Davon haben wir in Deutschland glücklicherweise sehr viele», sagte der 62-Jährige, der durch die TV-Sendung «Rach, der Restauranttester» deutschlandweit bekannt wurde. (Mit Material der dpa)


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Vor dem verheerenden Brand mit 40 Todesopfern im Schweizer Skiort Crans-Montana sind in der betroffenen Bar jahrelang keine Brandschutzkontrollen durchgeführt worden. Das hat der Präsident des Gemeinderats, Nicolas Feraud, mitgeteilt.

Nach der Identifizierung aller 40 Todesopfer des Brandinfernos in Crans-Montana steht fest: Viele derjenigen, die es nicht mehr lebend aus der brennenden Bar schafften, sind noch nicht volljährig gewesen. Das jüngste Todesopfer ist eine 14-jährige Schweizerin, wie die Schweizer Polizei im Kanton Wallis berichtet.

Die Strukturkrise im britischen Gastgewerbe hat sich im vergangenen Jahr weiter verschärft. Neue Daten belegen eine kontinuierliche Verringerung der Betriebszahlen, während die Branche vor einer massiven Erhöhung der steuerlichen Belastung steht.

Ein Blick in die Küche zeigt manchmal, was Gäste nie sehen sollen: Mäusekot auf Fensterbänken, Keime in Blumenerde und Gastronomen in der Bredouille. Ein Stuttgarter Lebensmittelkontrolleur erzählt.

Feuerwalze, Wunderkerzen, offene Fragen: Was hat die Tragödie von Crans-Montana ausgelöst? Hinweise darauf geben Berichte von Überlebenden. Verzweifelte Familien suchen nach Antworten.

In der Silvesternacht ist im Schweizer Wintersportort Crans-Montana ein verheerendes Feuer in einer Bar ausgebrochen. Nach offiziellen Angaben der Kantonspolizei Wallis kamen bei dem Unglück rund 40 Menschen ums Leben. Weitere 115 Personen wurden verletzt, ein Großteil von ihnen schwer.

Ab Januar 2026 gilt in der Gastronomie dauerhaft der ermäßigte Mehrwertsteuersatz von sieben Prozent auf Speisen. Die Umstellung erfordert von Betrieben eine präzise Anpassung der Kassensysteme und eine klare Trennung von Speisen- und Getränkeumsätzen. Wir fassen die wichtigsten Regeln für die Praxis zusammen.

Mit Beginn des Jahres 2026 tritt die dauerhafte Senkung der Mehrwertsteuer auf Speisen auf sieben Prozent in Kraft. Gastronomische Betriebe müssen ihre Abrechnungssysteme rechtzeitig umstellen und spezifische Vorgaben bei der Trennung von Speisen- und Getränkeumsätzen sowie bei Pauschalangeboten umsetzen. Was Gastgeber jetzt umsetzen müssen.

Ab dem 1. Januar 2026 gilt für Speisen in der Gastronomie dauerhaft der ermäßigte Mehrwertsteuersatz von sieben Prozent. Bundestag und Bundesrat haben die entsprechende Änderung des Umsatzsteuergesetzes im Dezember 2025 beschlossen. Für gastronomische Betriebe ergibt sich daraus ein unmittelbarer Handlungsbedarf. Was Gastronomen jetzt beachten müssen.

Mehr Tempo, weniger Bürokratie: Berlin will die Gründung von Gaststätten erleichtern. Der Senat setzt dabei auf Digitalisierung und neue Regeln für Außengastronomie.