DEHOGA-Berlin: Zu viele Betriebe führen keine Corona-Listen

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Zu viele Restaurants und Kneipen führen, aus Sicht des Berliner Hotel- und Gaststättenverbands DEHOGA, keine Corona-Listen mit den Kontaktdaten ihrer Gäste. «Es gibt eine große Anzahl von Gastronomiebetrieben, die sich nicht an diese Vorgaben halten», sagte der Hauptgeschäftsführer des Landesverbands, Thomas Lengfelder, der Deutschen Presse-Agentur. «Das ist kein Kavaliersdelikt.» Zudem gebe es viele Gäste, die sich weigerten, die Listen auszufüllen oder die sie falsch ausfüllten. «Wir appellieren an beide Seiten, sich an die Vorschriften zu halten.» Es sei fatal, wenn nun die Infektionszahlen wieder steigen sollten.

Lengfelder forderte die Ordnungsämter auf, stärker in den Gaststätten «mit Augenmaß» zu kontrollieren. «Das Ordnungsamt darf eben nicht nur Parkzettel schreiben, sondern muss auch in die Betriebe reingehen und dort die Betreiber auffordern, das ordentlich zu machen, ohne gleich Strafen zu verteilen», sagte er.

Laut Verordnung müssen alle Gaststätten die Kontaktdaten ihrer Gäste in Listen eintragen. Auf diese Weise sollen die Behörden Infektionsketten schneller nachverfolgen können. Die Regel war eine zentrale Vorgabe, um den wirtschaftlich schwer angeschlagenen Betrieben die Wiedereröffnung zu ermöglichen.

Die Listen müssen so aufbewahrt werden, dass Unbefugte sie nicht einsehen können. Nach vier Wochen müssen sie vernichtet werden. «Es gibt natürlich auch Unternehmen, die sich ganz vorbildlich daran halten», betonte Lengfelder. Das habe auch nichts mit Größe zu tun. Die Gastronomie war besonders lange von den Schließungen während der Corona-Krise betroffen und hatte eindringlich die Wiedereröffnung gefordert. (dpa)


 

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