DEHOGA fordert Erhöhung des Mindestlohns auszusetzen

| Gastronomie Gastronomie

Der DEHOGA fordert in der Corona-Krise, die Erhöhung des Mindestlohns im kommenden Jahr auszusetzen. Das berichtet das «Handelsblatt» (Montag). Die zuständige Mindestlohnkommission dürfe nicht die Augen vor der Realität verschließen, sagte DEHOGA-Hauptgeschäftsführerin Ingrid Hartges der Zeitung. Sie erwarte eine mindestens einjährige Erhöhungspause. Auch der Präsident des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW), Marcel Fratzscher, plädierte für Zurückhaltung: «Oberste Priorität in dieser Krise sollt der Schutz der Arbeitsplätze und ein möglichst baldiger Abbau der Kurzarbeit sein», sagte er dem Handelsblatt. Aus Fratzschers Sicht sollten alle Beschäftigten, auch Beamte, während der Krise auf Lohnsteigerungen verzichten. Widerspruch kam von Gewerkschaftern und aus der Landesregierung von Nordrhein-Westfalen. „Die Entscheidung der Mindestlohnkommission muss zumindest um ein Jahr verschoben werden“, sagte der Hauptgeschäftsführer des Einzelhandelsverbands HDE, Stefan Genth, dem Handelsblatt.

NRW-Sozialminister Karl-Josef Laumann sagte der Zeitung: «Wenn jemand in Coronazeiten die Regale im Supermarkt gefüllt hat und ihm jetzt ein höherer Lohn verweigert wird, dann wäre das ein Skandal.» Auch Verdi-Vorstandsmitglied Andrea Kocsis sagte, der Mindestlohn sei ein Beitrag zur Stärkung der Kaufkraft. Die sei entscheidend für die wirtschaftliche Erholung.

Die Mindestlohnkommission will bis Juni einen neuen Vorschlag für die Erhöhung zum 1. Januar 2021 unterbreiten. Zu Jahresbeginn war die Lohnuntergrenze bereits von 9,19 Euro auf 9,35 Euro pro Stunde gestiegen - gemäß dem Vorschlag der Mindestlohnkommission. Der Mindestlohn war 2015 mit 8,50 Euro je Stunde eingeführt worden.


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Sie brutzelt, sie duftet und sie macht satt – die Currywurst landet millionenfach in Kantinen und Imbissen und auf dem Teller oder in der Pappschale. Doch wie mag der Berliner seine Wurst? Und wie wird sie im Pott gegessen?

Der internationale JRE-Kongress in Köln versammelte rund 500 Branchenvertreter, um über die Zukunft der Gastronomie und nachhaltige Innovationen zu beraten. Neben der Verleihung der International Awards 2026 stand die Expansion des Netzwerks nach Südamerika im Fokus.

Eine aktuelle Umfrage belegt, dass Nachhaltigkeit für über 80 Prozent der Leser ein wichtiges Kriterium bei Kochbüchern darstellt. Während das gedruckte Buch die wichtigste Inspirationsquelle bleibt, gewinnen pflanzenbasierte Ernährung und umweltfreundliche Zutaten an Bedeutung.

Eine aktuelle Umfrage belegt die hohe Relevanz der Gastronomie am Muttertag, wobei über 40 Prozent der Deutschen einen Restaurantbesuch planen. Neben großen Familienfeiern gewinnen Trends wie Solo-Dining und erlebnisorientierte Angebote an Bedeutung.

Die Initiative Gerolsteiner WeinPlaces hat sechs neue Gastronomiebetriebe in ihr bundesweites Netzwerk aufgenommen und fördert künftig zudem die Ausbildung von Nachwuchskräften durch internationale Stipendien.

Unbekannte haben in München ein israelisches Restaurant angegriffen. Inwieweit die Tat einen antisemitischen Hintergrund hat, wird noch geklärt. Die Ermittler gehen «gewissen Anhaltspunkten» nach.

 

Kentucky Fried Chicken verkauft ein neues Gericht, die Dönervariante «Krispy Kebab». Moment mal, das ist doch unser Markenname, sagt eine Dönerkette. KFC betont: «Wir wollen keinen Beef.»

Das Berliner Restaurant Facil feiert sein 25-jähriges Bestehen mit einem Jubiläumsprogramm ab Juli. Neben einem Podcast und speziellen Menüs stehen limitierte Kochkurse und eine Veranstaltung mit ehemaligen Weggefährten im Fokus der Feierlichkeiten.

Ruff's Burger expandiert weiter und übernimmt einen Standort in Bamberg. Ab Mai wird das ehemalige Burgerheart-Lokal unter neuer Flagge und modernisiertem Konzept fortgeführt.

Es darf gezapft und gefeiert werden auf dem Stuttgarter Frühlingsfest. Was macht die große Sause auf dem Cannstatter Wasen in diesem Jahr besonders? Was kostet das Bier? Und wann lohnt sich ein Besuch?