Dehoga: Landgasthöfe-Sterben hat Folgen für touristische Struktur

| Gastronomie Gastronomie

Die wegen der Corona-Pandemie befürchtete Pleitewelle bei den Landgasthöfen könnte nach Auffassung des Hotel- und Gaststättenverbandes Dehoga Niedersachsen für das Tourismusland Niedersachsen fatale Folgen haben. «Wenn die Landgastronomie wegfällt, bricht auch die touristische Infrastruktur zusammen», sagte Geschäftsführerin Renate Mitulla. 

Der Verband rechnet damit, dass in der nächsten Zeit wegen der Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie 7000 Betriebe im Bundesland schließen werden. «Der größte Teil davon sind Landgasthöfe und getränkeorientierte Betriebe wie Diskotheken und Bars», so Mitulla. 

Das kann Hartmut Meyer, bestätigen, der als Unternehmensberater für die Dehoga Niedersachsen Gastronomen in der Krise berät. Von den 60 Mandanten, die er zurzeit unterstütze, seien 35 Landgasthöfe. «Von diesen überlegen vier, dicht zu machen. Weitere drei sind in die Insolvenz in Eigenverwaltung gegangen», so Meyer. Den Landgasthöfen fehle die Planungssicherheit. Sie lebten von etwa Hochzeiten oder Winterbällen. Es werde oft nicht bedacht, dass Gasthöfe in der ländlichen Region große Arbeitgeber geworden seien. Diese Arbeitsplätze seien nicht zu ersetzen. «Es sind die Mitarbeiter, die jetzt weinen, weil sie schon wieder in Kurzarbeit geschickt werden.» (dpa)


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Restaurants und Cafés in Kroatien müssen ab dem 1. Oktober neben aktuellen Preisen auch Referenzpreise ausweisen. Der Zagreber Gastronomieverband befürchtet Verwirrung bei Gästen.

Die traditionsreiche Berliner Feinkost-Institution Rogacki kehrt mit einem Pop-up-Standort in die Markthalle Neun zurück und bereitet die Rückkehr nach Charlottenburg vor.

Ab Oktober müssen kroatische Restaurants und Cafés neben dem aktuellen Preis auch einen historischen Referenzpreis ausweisen. Arbeitgeber kritisieren den bürokratischen Mehraufwand.

Die Jeunes Restaurateurs Deutschland haben in der Villa Marburg in Heigenbrücken den diesjährigen Team Day ausgerichtet. Im Mittelpunkt des Treffens standen neun unterschiedliche Masterclasses sowie der sogenannte Markt der Genüsse.

Das Hamburger Sterne-Restaurant Haebel beendet am 31. Dezember 2026 seinen regulären Betrieb. Fabio Haebel nennt Grenzen der vorhandenen Infrastruktur als Grund und kündigt weitere Veranstaltungen in den bisherigen Räumen an.

Kentucky Fried Chicken hat im texanischen McKinney ein neues Konzeptrestaurant eröffnet, das als Testlabor für erweiterte Menüs und modernisierte Serviceprozesse dient.

Starbucks schließt rund 250 Filialen in den USA und Kanada, um das nordamerikanische Netzwerk zu restrukturieren. Durch die Reduktion unrentabler Standorte soll die operative Effizienz gesteigert werden. Die Kosten belaufen sich auf 300 Millionen US-Dollar.

Seit Freitag wird auf dem Wasen wieder kräftig getrunken, geschunkelt und gefeiert. Bei vielen Gästen auch mit Zigarette - obwohl es ein strengeres Nichtrauchergesetz gibt. Wie kann das sein?

Ein komplettes Mittagessen für nur einen Euro? Das lockt viele Studierende in Frankreich an - und sorgt für Überlastung bei den Mensen. Muss das Angebot bald eingeschränkt werden?

Auf dem Wasen herrscht in den kommenden 17 Tagen wieder so etwas wie Ausnahmezustand. Bis zum 11. Oktober wird nach dem traditionellen Auftakt um 16.00 Uhr auf dem zweitgrößten Volksfest der Welt in Stuttgart wieder getrunken, geschunkelt und gefeiert.