Der Gastro-Pfarrer von Baiersbronn: Einzigartig in Deutschland

| Gastronomie Gastronomie

Matthias Lasi, evangelischer Pfarrer in Baiersbronn, ist nicht nur für seine Gemeinde da. Er widmet sich auch den Anliegen und Sorgen der Gastronomen vor Ort. Wie nun der SWR berichtet, besucht Lasi regelmäßig Restaurants und Küchen im Nordschwarzwald. In keinem anderen vergleichbaren Ort in Baden-Württemberg gibt es so viele gastronomische Betriebe wie in Baiersbronn. Dabei hat er stets ein offenes Ohr für die Herausforderungen der Menschen, die in der Gastronomie und Hotellerie tätig sind.

Wenn Gesprächsbedarf besteht, steht der 60-Jährige zur Verfügung: Er berät, vermittelt und hört zu. Besonders der Fachkräftemangel macht vielen Gastronomen zu schaffen, erklärt Lasi laut SWR. Doch auch Existenzängste und persönliche Konflikte landen häufig auf seinem Tisch.
 

Lasis Pfarrstelle ist geteilt: Zu 50 Prozent ist er für die Gemeinde Schwarzenberg zuständig, die anderen 50 Prozent widmet er als Gastro-Pfarrer den Belangen der Gastronomie. Bevor Lasi in den Schwarzwald kam, war er vier Jahre als Pfarrer in Kiew tätig. Kurz vor Beginn des Krieges musste er die Ukraine verlassen. Seit zweieinhalb Jahren lebt er nun mit seiner Frau im Pfarrhaus in Schwarzenberg, einem Ortsteil von Baiersbronn.

Um die Gastronomen besser zu verstehen, absolvierte Lasi kürzlich ein Praktikum im Hotel Tanne in Baiersbronn. Dort arbeitete er an der Eierstation des Frühstücksbuffets und bereitete Rührei, Spiegelei und Speck zu – eine ungewohnte, aber willkommene Überraschung für die Gäste. Wer wollte, bekam von ihm sogar ein Schnittlauchkreuz auf das Rührei gestreut.


Zurück

Vielleicht auch interessant

Die Betreiber des Restaurants Maerz beenden ihren Betrieb in Bietigheim-Bissingen zum 31. Dezember 2026. Als Gründe für die Standortaufgabe nennt das Unternehmen begrenzte Entwicklungsmöglichkeiten und das Ende der Zusammenarbeit unter den aktuellen Pachtbedingungen.

Klüh Catering übernimmt die Mitarbeitergastronomie im neuen Condor-Hauptsitz am Frankfurter Flughafen. Das Konzept umfasst die Versorgung von täglich 300 Gästen sowie den Betrieb öffentlicher Gastronomieflächen im Quartier Gateway Gardens.

Drei Sterne für deutsche Hausmannskost in den Tropen? Labskaus, Spätzle und Omas Rezepte haben das «Sühring» zum kulinarischen Hotspot in Thailand gemacht. Jetzt feiert es zehnjähriges Bestehen.

Die Jeunes Restaurateurs und United Waterways kooperieren künftig bei der Gestaltung der Bordverpflegung und der Ausbildung von Nachwuchsköchen. Die Partnerschaft umfasst über 120 Schiffe und integriert regionale Gastronomiekonzepte sowie Landempfehlungen in das Reiseangebot.

Das Fast-Casual-Konzept Ciao Bella eröffnet am 2. April eine neue Filiale im Iller Center im bayerischen Senden. Das Angebot konzentriert sich auf Pizza- und Pasta-Spezialitäten. Ergänzt wird die Karte durch italienische Gerichte sowie eine Auswahl an Getränken und Aperitifs.

Die 29. Ausgabe des Großen Restaurant & Hotel Guides 2026 benennt die führenden Köche und Betriebe im deutschsprachigen Raum. Neben Martin Stopp als Koch des Jahres werden zahlreiche Aufsteiger und Newcomer wie Jens Madsen oder Daniel Wallenstein ausgezeichnet.

Restaurantkritiker Jürgen Dollase beschreibt strukturelle Schwächen in der deutschen Spitzengastronomie. Seine Analyse umfasst Handwerk, Menügestaltung und Produktumgang.

Pressemitteilung

Die Deutsche Hotelakademie (DHA) erweitert ihr Weiterbildungsangebot und startet im Juni 2026 den neuen berufsbegleitenden Lehrgang Certified Bartender. Die Ausbildung wurde in enger Zusammenarbeit mit den Initiatoren des Bar Symposium Cologne (BSC) entwickelt und richtet sich an angehende sowie erfahrene Bar- und Servicekräfte, die ihre Professionalisierung auf das nächste Level bringen möchten.

Eine aktuelle Umfrage belegt, dass Gastronomen den Druck zur Preissenkung überschätzen. Fast die Hälfte der Gäste zeigt Verständnis für stabile Preise trotz der gesenkten Umsatzsteuer.

Der Lieferdienst-Konzern Delivery Hero verkauft sein Essensliefergeschäft Foodpanda in Taiwan für 600 Millionen US-Dollar. Das Berliner Unternehmen betreibt Lieferdienste in 65 Ländern in Asien, Europa, Südamerika und Afrika.