Deutsche Umwelthilfe erwirkt Urteile gegen Fast-Food-Ketten bei Mehrwegangebotspflicht

| Gastronomie Gastronomie

Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) hat vor den Landgerichten Berlin und Frankfurt am Main Urteile erwirkt, die Fast-Food-Ketten wie Nordsee, Burgermeister, Subway und Burger King verpflichten, ein Mehrwegangebot einzuführen oder zu verbessern. Die Klagen folgten auf Testbesuche der DUH, bei denen Verstöße gegen die gesetzliche Mehrwegangebotspflicht festgestellt wurden.

Die Gerichte bestätigten, dass Franchisenehmer der genannten Ketten in den getesteten Filialen ihrer Verpflichtung nicht ausreichend nachkommen. Dabei geht es um die Bereitstellung von Mehrwegverpackungen für alle von der Pflicht erfassten Getränke und Speisen. Die DUH hatte zuvor festgestellt, dass in vielen Betriebsstätten entweder gar kein Mehrwegangebot vorhanden war oder dieses unzureichend war.

Die Umwelthilfe kritisiert, dass die Kontrollen der Mehrwegangebotspflicht durch die zuständigen Behörden mangelhaft seien. Erst durch eigene Testbesuche seien Verstöße offengelegt worden.

In vielen Franchise-Filialen von Nordsee, Burgermeister und Subway wurde kein Mehrwegangebot gefunden. Bei einzelnen Filialen von Nordsee und Burger King wurde zwar Mehrweg beworben, jedoch konnten nicht alle bestellten Getränke in Mehrwegbechern ausgegeben werden.

Für Unternehmen in der Gastronomiebranche bedeuten die Urteile verstärkte Verantwortung, die Mehrwegangebotspflicht umzusetzen und kontrollierbar zu machen. Zudem wächst der politische Druck auf eine breitere Einführung von steuerlichen Anreizen, die Mehrwegverpackungen fördern sollen.


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

TikTok hat die hippe Snackbar «Fabel Friet» weltberühmt gemacht. Doch mit den Touristen kamen auch die Probleme: lange Schlangen, Müll, Ratten. Nun ziehen die Nachbarn vor Gericht.

Nach einem unbefugten Zugriff auf ein E-Mail-Konto warnt die Roland Kuffler GmbH vor möglichen gefälschten Nachrichten. Nach einem Bericht der tz sei das Konto wieder abgesichert und das Landeskriminalamt eingeschaltet.

Dirndl und Lederhose bleiben im Schrank und der Zapfhahn zu: Die Stadtverwaltung begründet ihre Entscheidung mit der Fürsorgepflicht für die Bürgerinnen und Bürger.

 

Das Bayerische Oberste Landesgericht hat die Vergabe der Festzelte Paulaner und Schottenhamel für das Oktoberfest 2026 bestätigt. Ein Wirt hatte eine europaweite Ausschreibung gefordert.

Vier Gastronomiebetriebe haben das Finale der Uber Eats Awards 2026 erreicht und treten am 26. Oktober 2026 in Berlin gegeneinander an. Eine Jury um Tim Raue entscheidet über die Vergabe von insgesamt 55.000 Euro Preisgeld.

Der Leaders Club Deutschland besteht seit 25 Jahren und zählt inzwischen mehr als 450 Mitglieder aus über 230 Unternehmen. Das Jubiläum wird am 13. November 2026 im Rahmen des Leaders Club Award in Hamburg gefeiert.

Die Althoff Hotels starten mit dem Althoff Eats Club ein kostenfreies Angebot rund um Kulinarik, Wein und Reisen. Grand Chef Joachim Wissler teilt Restaurantempfehlungen und stellt Produzenten sowie kulinarische Entdeckungen vor.

Pizza Pilgrims kündigt sein erstes deutsches Restaurant für den 2. November 2026 in München an. Ein zweiter Standort soll im Januar 2027 folgen; insgesamt strebt die Marke bis zu 50 Standorte in Deutschland an.

Bayerns Gastronomie verzeichnete im August 2026 einen realen Umsatzrückgang von 4,5 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat. Die Beherbergung erzielte dagegen preisbereinigt ein Plus von 2,6 Prozent.

Die Deutsche Kreditbank (DKB) hat gemeinsam mit Sodexo den neuen Campus „Upbeat“ in der Berliner Europacity eröffnet. Sodexo übernimmt die gastronomische Versorgung sowie weitere Bewirtungsleistungen am Standort.