Deutsche Umwelthilfe erwirkt Urteile gegen Fast-Food-Ketten bei Mehrwegangebotspflicht

| Gastronomie Gastronomie

Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) hat vor den Landgerichten Berlin und Frankfurt am Main Urteile erwirkt, die Fast-Food-Ketten wie Nordsee, Burgermeister, Subway und Burger King verpflichten, ein Mehrwegangebot einzuführen oder zu verbessern. Die Klagen folgten auf Testbesuche der DUH, bei denen Verstöße gegen die gesetzliche Mehrwegangebotspflicht festgestellt wurden.

Die Gerichte bestätigten, dass Franchisenehmer der genannten Ketten in den getesteten Filialen ihrer Verpflichtung nicht ausreichend nachkommen. Dabei geht es um die Bereitstellung von Mehrwegverpackungen für alle von der Pflicht erfassten Getränke und Speisen. Die DUH hatte zuvor festgestellt, dass in vielen Betriebsstätten entweder gar kein Mehrwegangebot vorhanden war oder dieses unzureichend war.

Die Umwelthilfe kritisiert, dass die Kontrollen der Mehrwegangebotspflicht durch die zuständigen Behörden mangelhaft seien. Erst durch eigene Testbesuche seien Verstöße offengelegt worden.

In vielen Franchise-Filialen von Nordsee, Burgermeister und Subway wurde kein Mehrwegangebot gefunden. Bei einzelnen Filialen von Nordsee und Burger King wurde zwar Mehrweg beworben, jedoch konnten nicht alle bestellten Getränke in Mehrwegbechern ausgegeben werden.

Für Unternehmen in der Gastronomiebranche bedeuten die Urteile verstärkte Verantwortung, die Mehrwegangebotspflicht umzusetzen und kontrollierbar zu machen. Zudem wächst der politische Druck auf eine breitere Einführung von steuerlichen Anreizen, die Mehrwegverpackungen fördern sollen.


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Das Kölner Zwei-Sterne-Restaurant Ox&Klee und die Hugo-Boss-Tochter Eightyards gehen eine langfristige Kooperation ein. Das Küchenteam wird künftig mit Arbeitskleidung ausgestattet, die aus ressourcenschonenden Stoffüberhängen gefertigt ist.

Am 23. Juni 2026 trifft sich die deutsche Küchenelite in Frankfurt am Main. Im Gesellschaftshaus Palmengarten werden die neuen Michelin-Sterne sowie Sonderpreise für herausragende Leistungen im Service und Nachwuchsbereich vergeben.

McDonald’s setzt weltweit erfolgreich auf Erschwinglichkeit: Im vierten Quartal 2025 stieg der Umsatz um zehn Prozent. Während in den USA günstige Menü-Bundles die Wende brachten, gehörte Deutschland zu den wichtigsten Wachstumstreibern im internationalen Geschäft.

Die chinesische Café-Kette Cotti Coffee expandiert nach Deutschland und eröffnet erste Filialen in deutschen Großstädten. Mit einer Strategie aus extremer Preispolitik und vollständig digitalisierten Bestellprozessen fordert das Unternehmen etablierte Marktteilnehmer heraus.

Die Jeunes Restaurateurs Deutschland laden am 1. März zur dritten Charity Küchenparty in die Bonner La Redoute ein. Spitzenköche und Partner sammeln durch das kulinarische Event Erlöse für Bildungsprojekte zur Förderung des Ernährungsbewusstseins bei Kindern.

Die Finalisten für den Deutschen Gastro-Gründerpreis 2026 wurden in Hamburg nominiert. Fünf innovative Konzepte aus Deutschland treten im März auf der Internorga gegeneinander an, um die Auszeichnung und Förderpakete zu gewinnen.

Der Guide Michelin hat die neuen Sterne-Auszeichnungen für Großbritannien und Irland bekanntgegeben. Während die Spitze der Drei-Sterne-Gastronomie stabil bleibt, verzeichnete die Auswahl signifikante Zuwächse bei den Zwei- und Ein-Sterne-Häusern.

Wer den Valentinstag im Restaurant oder Café verbringt, muss tiefer in die Tasche greifen: Die Preise in der Gastronomie stiegen 2025 um 3,6 Prozent und liegen damit weiterhin deutlich über der allgemeinen Inflationsrate. Erhebliche Preissteigerungen zeigen sich im Fünf-Jahres-Vergleich.

Bei den ahgz Sterne Awards 2026 teilen sich das Münchner Restaurant Jan und die Schwarzwaldstube aus Baiersbronn den ersten Platz. Das Ranking basiert auf einer kombinierten Auswertung führender Restaurantführer und einer Branchenbefragung unter 200 Spitzenköchen.

Eine aktuelle Civey-Umfrage offenbart eine geteilte Meinung zur Finanzierung des Oktoberfests: Während bundesweit 46 Prozent der Bürger einen Eintrittspreis befürworten, regt sich in Bayern und bei der Münchner Stadtspitze deutlicher Widerstand gegen den Vorstoß der Brauer.