Diese neuen Trends erwarten Gäste in Hessens Außengastronomie

| Gastronomie Gastronomie

Frische Spargelgerichte, vegane Highlights und alkoholfreie Drinks: Hessens Außengastronomie will mit neuen Trends in die Freiluftsaison starten. Die Betriebe seien gewappnet, sagt Gisbert Kern, Hauptgeschäftsführer des Branchenverbandes Dehoga Hessen. «Die Terrassen sind weitestgehend aufgebaut, begrünt und dekoriert.» Darüber hinaus hätten viele Gastgeberinnen und Gastgeber neue Speisenkarten kreiert. 

Laut Kern geht der Trend in dieser Saison zu leichteren Gerichten mit regionalen Zutaten, zu vegetarischen und veganen Speisen und insbesondere zu interessanten alkoholfreien Getränke. «Die Spargelsaison hat bereits begonnen und das Königsgemüse steht bei vielen Gastronomiebetrieben ganz oben auf der saisonalen Spezialitätenliste.» Viele Gastronomiebetriebe planten die Außengastronomie mit besonderen Events wie etwa Life-Grillen besonders attraktiv für alle Gästegruppen zu gestalten. 

Gäste halten sich bei Konsum zurück

Die Betriebe mit Außengastronomie blicken laut Kern zuversichtlich in die Saison. Doch sie stehen auch vor Herausforderungen. Eine davon: die Konsumzurückhaltung der Gäste. Sie sei bereits seit den vergangenen Jahren stark spürbar, sagt Kern. Oft werde etwa auf eine Vorspeise oder ein Dessert verzichtet, der Pro-Kopf-Umsatz sei nicht mehr stark. «Darüber hinaus reduziert sich die Verweildauer der Gäste.» Im Vergleich zum Vorjahr habe das Gastgewerbe in Hessen 2025 einen Umsatzrückgang von 6,6 Prozent verzeichnet. 

«Die Gastronomiebetriebe müssen die Kalkulation von Speisen und Getränke, insbesondere vor dem Hintergrund der ständig steigenden Lebensmittel- und Energiekosten, regelmäßig überprüfen und anpassen», erklärt Kern. Die Betriebe versuchten zunächst, interne Prozesse und Einkaufsmöglichkeiten weiterhin zu optimieren, um Preisanpassungen weitestgehend zu vermeiden, erklärt er. «Allerdings führen weitere Preiserhöhungen von Lebensmitteln und Energie auch zwangsläufig zu angepassten Verkaufspreisen in den Betrieben und müssen weitergegeben werden.»

Hohe Personalkosten

Eine weitere große Belastung sei die Erhöhung des Mindestlohns zum Jahresanfang. Dienstpläne müssten genau an die Auslastung angepasst werden, erläutert Kern. Ein Lichtblick: Die Personalsituation sei nicht mehr so angespannt wie unmittelbar nach der Coronapandemie, «wenngleich der Bedarf an Köchen unvermindert hoch ist». Vor allem für die Außengastronomie würden sich viele Quereinsteiger bewerben. (dpa)


Zurück

Vielleicht auch interessant

Casualfood hat am Flughafen Stuttgart mit Goodman & Filippo das vierte Gastronomiekonzept in Betrieb genommen. Im vergangenen Jahr hatte das Unternehmen erstmals den Zuschlag für insgesamt fünf Flächen am dortigen Flughafen erhalten.

Eine Umfrage unter Wiener Wirten zeigt, dass rund 40 Prozent der Gastronomen Spiele der Fußball-Weltmeisterschaft 2026 live übertragen wollen. Zeitverschiebungen und Sperrstunden-Regelungen schränken die Übertragungen in den Lokalen jedoch ein.

Mit Bierglas in der Hand über kosmische Gammastrahlen und Malaria-Parasiten quatschen? Beim «Pint of Science»-Festival in Berlin ist das ganz normal. Was Gäste dabei sogar über Dating lernen können.

Eine Umfrage von Lightspeed zeigt: Viele Restaurantgäste wünschen sich nachhaltige Angebote, akzeptieren dafür aber nur begrenzte Preisaufschläge. Besonders gefragt sind regionale Produkte und Maßnahmen zur Müllvermeidung.

Die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten in Thüringen hat an Verbraucher appelliert, beim Besuch im Restaurant oder Biergarten mit Trinkgeld nicht zu knausern. Mit Blick auf den «Welttrinkgeldtag» an diesem Donnerstag solle man nicht in den Sparmodus schalten.

Eine aktuelle Analyse zeigt deutliche regionale Preisunterschiede bei Aperol Spritz in der deutschen Gastronomie. Während der bundesweite Durchschnittspreis im Vergleich zu 2025 um knapp fünf Prozent stieg, zahlen Gäste im Norden und in Essen am meisten.

Die Jeunes Restaurateurs veranstalten eine Benefizveranstaltung auf der Terrasse über dem Kurhaus Baden-Baden. Der Erlös fließt in die JRE-Deutschland Foundation, um Projekte zur Ernährungsbildung von Kindern und Jugendlichen in Baden-Württemberg zu finanzieren.

Ein US-Franchisenehmer von Pizza Hut fordert mehr als 100 Millionen US-Dollar Schadensersatz. Hintergrund sind Vorwürfe gegen das KI-System Dragontail, das laut Klage zu Problemen bei Lieferzeiten und Kundenzufriedenheit geführt haben soll.

Das geplante Restaurant von Spitzenkoch Thomas Bühner im Westfield Hamburg-Überseequartier wird nicht eröffnet. Nach Angaben des Kochs zog sich ein wichtiger Investor kurzfristig aus dem Projekt zurück.

Im Münchner Innenstadtgebäude Herzog Max hat das neue Gastronomiekonzept Super* eröffnet und vervollständigt damit die fünfjährige Transformation des ehemaligen Karstadt Sports. Das Konzept kombiniert Restaurant, Bar und Ladenflächen.