Dubai-Schokoladen-Trend auch auf Currywurst-Festival angekommen

| Gastronomie Gastronomie

Süße Schokolade, knusprige Pistazien – und Currywurst: Der Dubai-Schokoladen-Trend ist auch auf dem Currywurst-Festival in Neuwied angekommen. «Während dem Weihnachtsmarkt haben wir das mit Crêpe und Churros gemacht und dann wussten wir ja, das Currywurst-Festival kommt», sagt Standbetreiber Herbert Meyer. «Dann haben wir's probiert und gesagt: So schlimm ist es nicht.»

Die Wurst schmeckt durch die Kombination süß und herzhaft zugleich. «Es ist nicht so schlimm, wie man sich das vorstellt», sagt Meyer. Erste Interessenten habe es nur wenige Stunden nach der Eröffnung des Marktes schon gegeben. «Wir haben die hauseigenen Currysoße, die Pistaziencreme, die Schokoladensoße, dieses Engelshaar und Pistazienkerne.»

Schlotziges Mac and Cheese zur Wurst

Wer lieber bei einer durch und durch herzhaften Variante bleiben möchte, findet am Stand auch noch andere Wurst-Varianten. «Wir machen jedes Jahr was Neues», sagt Meyer. Dieses Jahr im Angebot: Mac and Cheese Currywurst. «Ein bisschen als Anlehnung an die Wahl in Amerika», sagt er. «Das haben wir dieses Jahr verbunden mit einer Currywurst und unserer Soße. Dieses cremige, schlotzig, schwere Mac and Cheese zu dieser fruchtigen Currysoße - das ist gut.»

Auch eine besonders scharfe Currywurst können Mutige hier essen. Wer es schafft, eine ganze Wurst mit fünf Millionen Scoville zu essen, kommt hier mit Foto an die «Wall of Pain». Im vergangenen Jahr haben das neun Menschen geschafft. Doch möglichst scharfe Currywürste zu essen, liegt laut Meyer nicht mehr im Trend. «Das läuft jetzt aus», sagt er. «Diese scharfe Geschichte ist in der Endphase.»

Whiskey-Soße oder Krabbenchips

Eine kleine – zumindest kulinarische – Weltreise gibt es am Stand nebenan. Hier gibt es etwa eine Currywurst «Schweiz» mit Käse-Sahne-Soße, Schinkenwürfeln und Käse, eine «Schottland»-Kreation mit Whiskysoße und Orangen, eine Currywurst «Thailand» mit Erdnusssoße und Chili-Fäden und eine Currywurst «Japan» mit Samuraisoße und Krabbenchips.

«Die Schweiz und Schottland sind besonders gefragt», weiß Andreas Klein, der hier hinter dem Tresen steht. «Die Whisky-Honig-Soße ist sehr, sehr beliebt, da ist richtiger Whisky drin in der Soße.»

Brausepulver-Topping auf der Currywurst

Etwas für Experimentierfreudige gibt es auch ein paar Stände weiter bei Ingrid Meyer. Sie und ihre Familie sind seit dem ersten Currywurst-Festival 2007 dabei, erzählt sie. In diesem Jahr sind sie einer der 31 Anbieter, die noch bis Sonntag in der Innenstadt ihre Kreationen anbieten. 

Auch bei Ingrid Meyer gibt es jedes Jahr etwas Neues. «Wir haben dieses Jahr die Brause-Currywurst und eine mit Karamell», sagt sie. Ob die «prickelnde Currysoße mit Brausepulver Topping» oder die «Salted Caramel Currywurst mit schwarzem Himalaya-Salz» beliebter ist? «Alle sind gefragt», sagt sie.

Für Menschen, die lieber innerhalb von Deutschland reisen, hat das Festival auch was im Angebot: Wie wäre es mit «Schwaben-Bodenständig» mit braunem Sößle und Whisky-Zwiebeln? Oder lieber weit weg – ins Dschungelcamp nach Australien? Dann die «Currywurst Dschungelcamp» mit Mungobohnen, Lychees, Chiasamen und Leinsamen. Für Frankreich-Liebhaber gibt es auch Currywurst-Macarons, mit Macarons-Teig und Soßen-Gelee.

Wer süß und herzhaft lieber strikt trennt, kann nach dem Besuch auf dem Currywurst-Festival noch an den Ständen des «ChocolART» vorbeischlendern. Hier gibt es ebenfalls Dubai-Schokolade - allerdings ohne Currywurst. Zum Nachtisch finden sich hier außerdem Brownies, Schaumküsse und ganz klassische Pralinen. (dpa)


Zurück

Vielleicht auch interessant

16 Köche kämpfen in der Münchener Allianz Arena um den Einzug in das Finale des „Koch des Jahres“. Der Wettbewerb setzt 2026 auf ein neues Konzept rund um Kindheitserinnerungen und internationale Vielfalt.

Mit der Eröffnung im Mandarin Oriental Conservatorium bringt Yotam Ottolenghi sein Gastronomiekonzept erstmals nach Amsterdam. Das Restaurant setzt auf regionale Produkte, ein pflanzenfokussiertes Menü und ein Design des langjährigen Partners Alex Meitlis.

Wegen Sanierungen im Nassauer Hof zieht das Wiesbadener Sternerestaurant Ente ab März 2026 vorübergehend in das Kloster Eberbach um. Das bewährte Team um Küchenchef Michael Kammermeier bleibt erhalten und setzt künftig verstärkt auf regionale Produkte im historischen Pfortenhaus.

Das Hamburger Start-up goodBytz liefert mit SAM eine vollautomatische Containerküche an die U.S. Army nach Südkorea. Das System ermöglicht die frische Zubereitung von bis zu 30 Mahlzeiten in wenigen Minuten – und das unabhängig von lokaler Kücheninfrastruktur.

Das Noma in Kopenhagen gilt als eines der besten Restaurants der Welt. Doch Ex-Mitarbeiter werfen Chefkoch Redzepi laut «New York Times» Gewalt und Demütigungen vor. Jetzt zieht der Däne Konsequenzen.

Eine Woche vor der offiziellen Vorstellung der vollständigen Restaurantselektion 2026, hat der Guide Michelin die diesjährigen Preisträger des Bib Gourmand für Österreich bekannt gegeben. Wie die Organisation mitteilt, erhalten in diesem Jahr 26 Restaurants die Auszeichnung neu.

Kurz vor der Veröffentlichung des Guide Michelin Frankreich 2026 sorgen prominente Abwertungen für Aufsehen: Das Pariser Traditionsrestaurant L’Ambroisie verliert nach Jahrzehnten seinen dritten Stern, während auch renommierte Häuser in der Provinz Federn lassen müssen.

Sternekoch Heston Blumenthal kündigt die Schließung seines Zwei-Sterne-Restaurants Dinner by Heston für Januar 2027 an. Neben auslaufenden Pachtverträgen führt der Gastronom steigende Warenkosten und gesundheitliche Gründe für diesen Schritt an.

Feinkost Käfer übernimmt nach einer europaweiten Ausschreibung das Catering in den Lounges des BER und festigt damit seine Präsenz am Berliner Markt sowie im Segment der gehobenen Flughafengastronomie.

Billy Wagner analysiert die strukturelle Ausbeutung in der Sternegastronomie und fordert nach den Noma-Enthüllungen eine ehrliche Debatte über Preise und Arbeitsbedingungen. Der Inhaber des Berliner Sternerestaurants Nobelhart & Schmutzig thematisiert damit ein tief verwurzeltes Systemproblem der gesamten Branche.