Es muss nicht immer Sushi sein: Vegan wird auch in Japan beliebter

| Gastronomie Gastronomie

Japan genießt den Ruf eines kulinarischen Paradieses. Die Küche gilt vielen als die gesündeste der Welt und als ein Grund für die hohe Lebenserwartung der Japanerinnen und Japaner. Manche Besucher des fernöstlichen Inselreichs sind umso erstaunter zu erfahren, dass Veganismus und Vegetarismus ungeachtet der buddhistischen Traditionen von der Mehrheit der Japaner bislang nicht praktiziert wird. In dem Inselstaat enthalten unzählige Gerichte Fisch oder Fleisch. Doch jetzt beginnt auch in Japan ein Trend hin zu veganen Lebensmitteln, wie die japanische Nachrichtenagentur Kyodo am Montag berichtete.

Grund sei ein wachsendes Gesundheitsbewusstsein bei Menschen, die fettreiche Lebensmittel vermeiden wollen - und Fortschritt bei der Herstellung von Fleischalternativen, hieß es. So biete eine im ganzen Land für ihre Ramen-Nudelsuppen bekannte Restaurantkette eine pflanzliche Variante des «Tonkotsu»-Ramen an - eine Nudelsuppe «im Schweineknochen-Stil».

 

Die Brühe des herkömmlichen Nudelgerichts, einer Delikatesse aus Fukuoka im Südwesten Japans, besteht nämlich aus Schweineknochen. Die rein pflanzliche Alternative wird dagegen unter anderem aus Sojabohnen und Lotuswurzeln gekocht.

Die Auswahl Tokios als Austragungsort der Olympischen und Paralympischen Sommerspiele 2020 und die Erwartung von Besuchern aus dem Ausland mit verschiedenen Ernährungsgewohnheiten sei ein Grund für die Verbreitung veganer Speisen in Japan, hieß es im Kyodo-Bericht. Auch die Sorge vor Krankheiten und wachsendes Bewusstsein über den Beitrag des Fleischkonsums zur Klimaerwärmung spiele eine Rolle.

Wie viele Veganer-freundliche Restaurants es in Japan gibt, weiß niemand so genau. Im Vergleich zu Europa sollen es noch relativ wenige sein. (dpa)


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

ATLANTIC Hotels hat Details zur 20 High Skyline Bar im neuen Atlantic Hotel Frankfurt vorgestellt. Die Bar soll mit der Hoteleröffnung im September 2026 den Betrieb aufnehmen und wird von Mo Kaba geleitet.

Tim Raue eröffnet gemeinsam mit der Heidelberger Bliss-Group ein zeitlich begrenztes Restaurant im ehemaligen Commissary des Patrick-Henry-Village. Das Konzept mit dem Titel Taste of the Dragon umfasst ein Fünf-Gänge-Menü.

Der Aufbau des Oktoberfests läuft auf Hochtouren, der berühmte Paulaner-Turm steht - aber die Kellnerinnen-Parade des Künstlers Emil Kneiß ist kopflos geworden: Eine schwarze Folie verhüllt die Gesichter. Über den Hintergrund herrscht Rätselraten.

Burger King will die in den vergangenen Jahren wegen Pandemie und Inflation aufgeschobene Expansion in Deutschland nun nachholen. «Alle Zeichen stehen auf Wachstum», sagte Deutschland-Chef Andreas Bork zum 50. Jahrestag der Eröffnung des ersten deutschen Burger-King-Restaurants.

Die Landeshauptstadt Hannover zieht nach dem Abschluss des 497. Schützenfestes eine positive Bilanz der zehntägigen Veranstaltung. Nach Angaben der Stadtverwaltung kamen rund 900.000 Besucher auf den Schützenplatz.

Die peruanische Hauptstadt Lima richtet am 4. November erstmals die Verleihung der The World’s 50 Best Restaurants aus. Wie der Veranstalter mitteilt, finde die Preisverleihung damit zum ersten Mal in Südamerika statt.

Für die insolvente Hamburger Gastronomie TamTam hat der vorläufige Insolvenzverwalter die Investorensuche gestartet. Ob und wann der Betrieb wieder aufgenommen wird, hängt nach seinen Angaben von einer erfolgreichen Übernahme ab.

Der frühere Profifußballer Lukas Podolski betreibt schon eine ganze Dönerkette. Auch Schauspieler Frederick Lau plant nun in Berlin einen Dönerladen. Allerdings ganz ohne Fleisch.

Der Betreiber des TamTam im Hamburger Hanseviertel hat Insolvenz beantragt. Der aktuelle Betrieb war erst im Oktober 2025 gestartet. Zuvor hatte das frühere Le Big TamTam im September 2025 geschlossen.

Der Koch Markus Stöckle will im Herbst 2026 ein neues Restaurant in der Zürcher Altstadt eröffnen. Das Lokal entsteht an der Glockengasse 7 im Kreis 1, wo früher das Restaurant Kaiser’s Reblaube ansässig war. Stöckle gehe das Projekt gemeinsam mit seiner Partnerin Elif Oskan an, berichtet der Gastroführer GaultMillau.