Falsche Kontaktdaten bereiten bei Corona-Ausbrüchen Probleme

| Gastronomie Gastronomie

Schleswig-Holsteins Gesundheitsminister Heiner Garg hat Restaurantbesucher zur Ehrlichkeit bei der Angaben von Kontakten wegen der Corona-Pandemie ermahnt. «Niemand tut sich einen Gefallen, beim Betreten eines Restaurants falsche Kontaktdaten anzugeben», sagte Garg am Freitag der Deutschen Presse-Agentur. Je besser bei Ausbruchsgeschehen Kontaktpersonen nachzuverfolgen seien, desto besser ließen sich Infektionsketten unterbrechen.

«Auch Gastwirte tun sich keinen Gefallen damit, Kontaktdaten ihrer Gäste nicht zu erheben oder nicht aufzubewahren», sagte Garg. Sie riskierten damit bei einem erhöhten Infektionsgeschehen, «dass auch die Gastronomie im schlimmsten Fall wieder unter Schließungen leidet». Bei Angabe falscher Daten, der Nichterhebung oder der Nichtaufbewahrung seien hohe Bußgelder möglich.

Das Problem von Fantasienamen auf Gästelisten war im Zusammenhang mit den bestätigten Corona-Fällen in einem Imbiss im Kieler Hauptbahnhof zu Tage getreten. Kiels Gesundheitsdezernent Gerwin Stöcken hatte am Donnerstag das Verhalten mancher Imbiss-Gäste kritisiert, die in die Gästeliste unleserliche Namen oder vermeintlich witzige Namen wie «Micky Maus» und falsche Telefonnummern geschrieben hätten. Dies betreffe etwa fünf Prozent der gut 400 Gäste des Imbisses in den Tagen vor der Schließung.

Auch der Hotel- und Gaststättenverband (Dehoga) in Schleswig-Holstein mahnt korrekte Angaben der Besucher auf den Kontaktformularen in der Gastronomie an. Er habe kein Verständnis für die Angabe falscher Namen, sagte Verbandspräsident Axel Strehl der dpa. Die Kollegen in den Betrieben mühten sich in der Regel, ihre Gäste zu erfassen. In seltenen Fällen würden Besucher wegen einer Weigerung, Angaben zu machen, aus den Läden verwiesen.

Problematischer seien bei der Einhaltung der Vorgaben aber die Fälle, in denen sich Gäste nicht «Micky Maus» nannten, sondern fälschlicherweise Klaus Müller und dadurch nicht sofort auffielen und vom Personal angesprochen werden könnten, sagte Strehl. Es handele sich dabei wahrscheinlich um Menschen, die sich generell gegen die geltenden Einschränkungen zur Eindämmung des neuartigen Coronavirus wehrten. Das betreffe aber nur einen kleinen Teil der Restaurantbesucher. «Im Großen und Ganzen nehmen die Gäste die Sache ernst.» Grundsätzliche Probleme bei der Umsetzung der Gästelisten-Pflicht gebe es in der Branche nicht.

Nach Angaben des Gesundheitsministeriums kann die vorsätzliche Falschangabe von Kontaktangaben durch Gäste/Kunden mit 400 Euro Bußgeld geahndet werden. Auch die Nichterhebung der Kontaktdaten für Gaststättenbetreiber (1000-3000 Euro) und die Nichtaufbewahrung oder Nichtübermittlung der Kontaktdaten (500-2000 Euro) sind bußgeldbewehrt. (dpa)


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

ATLANTIC Hotels hat Details zur 20 High Skyline Bar im neuen Atlantic Hotel Frankfurt vorgestellt. Die Bar soll mit der Hoteleröffnung im September 2026 den Betrieb aufnehmen und wird von Mo Kaba geleitet.

Tim Raue eröffnet gemeinsam mit der Heidelberger Bliss-Group ein zeitlich begrenztes Restaurant im ehemaligen Commissary des Patrick-Henry-Village. Das Konzept mit dem Titel Taste of the Dragon umfasst ein Fünf-Gänge-Menü.

Der Aufbau des Oktoberfests läuft auf Hochtouren, der berühmte Paulaner-Turm steht - aber die Kellnerinnen-Parade des Künstlers Emil Kneiß ist kopflos geworden: Eine schwarze Folie verhüllt die Gesichter. Über den Hintergrund herrscht Rätselraten.

Burger King will die in den vergangenen Jahren wegen Pandemie und Inflation aufgeschobene Expansion in Deutschland nun nachholen. «Alle Zeichen stehen auf Wachstum», sagte Deutschland-Chef Andreas Bork zum 50. Jahrestag der Eröffnung des ersten deutschen Burger-King-Restaurants.

Die Landeshauptstadt Hannover zieht nach dem Abschluss des 497. Schützenfestes eine positive Bilanz der zehntägigen Veranstaltung. Nach Angaben der Stadtverwaltung kamen rund 900.000 Besucher auf den Schützenplatz.

Die peruanische Hauptstadt Lima richtet am 4. November erstmals die Verleihung der The World’s 50 Best Restaurants aus. Wie der Veranstalter mitteilt, finde die Preisverleihung damit zum ersten Mal in Südamerika statt.

Für die insolvente Hamburger Gastronomie TamTam hat der vorläufige Insolvenzverwalter die Investorensuche gestartet. Ob und wann der Betrieb wieder aufgenommen wird, hängt nach seinen Angaben von einer erfolgreichen Übernahme ab.

Der frühere Profifußballer Lukas Podolski betreibt schon eine ganze Dönerkette. Auch Schauspieler Frederick Lau plant nun in Berlin einen Dönerladen. Allerdings ganz ohne Fleisch.

Der Betreiber des TamTam im Hamburger Hanseviertel hat Insolvenz beantragt. Der aktuelle Betrieb war erst im Oktober 2025 gestartet. Zuvor hatte das frühere Le Big TamTam im September 2025 geschlossen.

Der Koch Markus Stöckle will im Herbst 2026 ein neues Restaurant in der Zürcher Altstadt eröffnen. Das Lokal entsteht an der Glockengasse 7 im Kreis 1, wo früher das Restaurant Kaiser’s Reblaube ansässig war. Stöckle gehe das Projekt gemeinsam mit seiner Partnerin Elif Oskan an, berichtet der Gastroführer GaultMillau.