Francesco Bozzato - Cappuccino als Kunstwerk

| Gastronomie Gastronomie

Ein Herz im Cappuccino-Milchschaum bekommt man in vielen Cafés. Wie wäre es stattdessen mit knalligen Mustern, einem Baum mit buntem Herbstlaub und Kunstwerken von Picasso oder Vincent van Gogh? Francesco Bozzato aus Bayreuth zaubert all diese Motive in Farbe auf den Cappuccino. 

Seine Videos in den sozialen Medien bringen regelmäßig viele Tausend Klicks - und dem Café seiner Familie inzwischen auch Gäste aus dem Ausland, wie der 23-jährige Bozzato erzählt. Seit etwa einem Jahr zeige er seine Kaffee-Kreationen im Internet. «Viele Leute kommen extra für diese Kunstwerke zu uns.» 

Das Geheimnis sind die Farben

Für seine «Latte Art» verwendet Bozzato spezielle Lebensmittelfarben, die er nach eigenen Angaben mit Hilfe eines Experten entwickelt hat, damit sich diese nicht mit dem Milchschaum vermischen. Diese könne man nirgendwo kaufen, sagt Bozzato. Deshalb habe er auch schon Fragen nach der Rezeptur bekommen, die er aber nicht verrate. «Das ist ein Geheimnis.»

Cappuccino mit farbigem Milchschaum - nicht alle Kundinnen und Kunden seien sofort begeistert gewesen, gibt er zu. «Am Anfang war die Reaktion ein bisschen zurückhaltend.» Vor allem wegen der Farben. Diese seien vegan, glutenfrei und zum Verzehr geeignet, betont Bozzato. 
 

Zeichnungen und Gold auf dem Milchschaum

Für die Kunstwerke gibt der 23-Jährige die Farben in den Milchschaum und gießt diesen mit gekonnten Bewegungen auf den Kaffee. Bei manchen Motiven kommen aber auch Pinsel oder Farbflaschen mit feinen Spritzaufsätzen zum Einsatz. 

Damit zeichnet er feine Linien auf den Milchschaum und erschafft so zum Beispiel Landschaften und Schmetterlinge, oder er malt berühmte Gemälde nach. Das funktioniere aber nur auf kaltem Kaffee und einem speziellen kalten Milchschaum - und nehme etwas mehr Zeit in Anspruch, sagt er. «Das sind Kreationen, die sind aufwendiger.» Manchmal garniere er diese sogar mit Gold. (dpa)


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Nach fünf Jahren Planung und Sanierung ist der Berggasthof Streichen im Chiemgau wieder geöffnet. Das Haus bietet 90 Plätze im Gasthof, 140 Sitzplätze im Biergarten und elf Gästezimmer; neuer gastronomischer Partner ist Augustiner-Bräu.

Nach wochenlangem Hickhack ist nun auch die Vergabe für ein letztes Wiesnzelt geklärt: Der Gastronom Klaus Bartl bekommt doch noch sein Wiesnzelt – und muss jetzt im Rekordtempo aufbauen. Der Grundsatzstreit um die Zeltvergabe ist dennoch nicht beigelegt.

Das Berliner Hotel Luc ersetzt sein bisheriges Gastronomiekonzept Heritage durch das neue Angebot You. Das Restaurant und Bar-Konzept soll künftig flexibler auf urbane Gästeanforderungen reagieren.

YouLend und Just Eat Takeaway.com haben eine Zwischenbilanz ihrer Kooperation vorgelegt. Seit dem Start der Partnerschaft im Jahr 2022 wurden demnach europaweit Finanzierungen in einer Gesamthöhe von mehr als 150 Millionen Euro an Gastronomiebetriebe vermittelt.

Die Mehrheit der Deutschen befürwortet Adults-only-Gastronomie – und würde lieber ihren Vierbeiner mitnehmen als den Nachwuchs des Tischnachbarn zu tolerieren. Die Zustimmung zu Angeboten nur für Erwachsene unterscheidet sich der Umfrage zufolge deutlich nach Altersgruppen.

Klagen, Rücktritte, geplatzte Träume: Ein Münchner Wirt sorgt für Wirbel auf dem Oktoberfest. Was steckt hinter dem überraschenden Rückzug – und wer könnte profitieren?

Der Dehoga Bayern hat die Sieger des Wettbewerbs zum Lieblingsbiergarten 2026 bekannt gegeben. Mehr als 16.300 Gäste stimmten über insgesamt 72 teilnehmende Betriebe in drei Größenkategorien ab.

Mitchells & Butlers hat in der Augsburger Innenstadt eine neue Filiale ihrer Marke Alex eröffnet. In die Zusammenlegung und den aufwändigen Umbau der zwei ehemaligen Gewerbeflächen investierte das Unternehmen rund 1,7 Millionen Euro.

Wenige Wochen vor dem Oktoberfest muss die Stadt München kurzfristig einen neuen Betreiber für die Fläche der Münchner Stubn finden. Nach dem Rückzug von Alexander Egger läuft die Suche unter engem Zeitplan – ein möglicher Nachrücker steht bereits im Fokus.

Ministerpräsident Boris Rhein und DEHOGA Hessen haben in Bensheim die besten Dorfgasthäuser Hessens 2026 ausgezeichnet. Beide hoben die Bedeutung der Betriebe als Treffpunkte, Arbeitgeber und Bestandteile des gesellschaftlichen Lebens in ländlichen Regionen hervor.