„Gamification“ und Kommunikation: Mitarbeiter App bei Marché-Restaurants

| Gastronomie Gastronomie

Nach den Hotels halten digitale Applikationen jetzt auch immer stärker Einzug in die Gastronomie. Die Restaurantgruppe Marché, mit derzeit 185 Gastro-Einheiten an 92 Standorten, hat jetzt eine App eingeführt, die die interne Kommunikation erleichtern, Mitarbeiter weiterbilden und Spaß machen soll.

Als global tätiges Gastronomieunternehmen ist es erfolgsentscheidend, dass neue Mitarbeiter schnell im Unternehmen ankommen. Regelmäßig wichtigen Pflichtstoff wie Hygiene-Standards aufzufrischen und allen die gleiche Chance zu geben, sich kontinuierlich weiterzubilden, gehört ebenfalls dazu. Daher setzt Marché für die interne Kommunikation auf eine eigene Mitarbeiter-App, die einen schnellen und unkomplizierten Austausch untereinander ermöglicht und mit Gamification-Elementen spielerisch das Lernen erleichtert.

Bei Marché International arbeiten etwa 95 Prozent aller Angestellten im Service oder in der Küche, wo Ihnen kein Computer für die interne Kommunikation zur Verfügung steht. Gerade sie müssen aber über Neuigkeiten aus dem Unternehmen unterrichtet sein. Gleichzeitig müssen sie die Möglichkeit haben, unkompliziert Fragen zu stellen bzw. Hilfestellung zu erhalten. Dafür steht ihnen die Marché Mitarbeiter-App „M-Talk“ zur Verfügung.

In offenen Foren können sie sich hier themenspezifisch informieren, operative Herausforderungen besprechen oder sich gegenseitig inspirieren. „Zudem haben wir als Unternehmen die Möglichkeit, wesentlich direkter auf die Belange unserer Angestellten in den Restaurants zu reagieren und ihnen eine Stimme zu geben», so Judith Sparber, Chief Human Resources Officer bei Marché International. Das schafft Vertrauen und stärkt die Bindung zum Unternehmen.

Spielerisch dazulernen

Darüber hinaus bietet Marché International seinen Mitarbeitern in allen Ländern die Chance, sich kontinuierlich digital weiterzubilden und spielerisch wichtige Standards aufzufrischen. „E-Learning ist für uns ein wichtiges Thema. Unsere Welt verändert sich rasant, da müssen alle stetig dazulernen. Heutzutage hat aber niemand mehr Zeit stundenlang in Seminaren zu sitzen. Daher fragen wir uns immer: Wo können wir unsere Mitarbeiter abholen? Und das Digitale spielt in unserem Alltag ja bereits eine wichtige Rolle», sagt Barbara Nietzel, Referentin für Personalentwicklung bei Marché.

Mit kleinen spielen begeistern

Wichtig ist, dass die Lerneinheiten unterhaltsam und leicht konsumierbar sind. Daher setzt Marché International auf Gamification-Elemente, also spielerische Einheiten, die den Lernerfolg und die Teilnehmermotivation steigern. So wurde z. B. standortübergreifend zu einem Quiz- Duell aufgerufen, bei dem Fragen zum Unternehmen und rund um das Thema Gastronomie beantwortet werden konnten. Als Preis wartete ein attraktiver Gutschein für ein Abendessen zu zweit in einem Restaurant der Wahl.

„Mir hat das Quizduell große Freude gemacht – ich konnte viel über das Unternehmen und die Philosophie lernen. Außerdem habe ich mich sehr über den Gutschein gefreut. Es ist schön, einmal selbst der Gast zu sein und sich verwöhnen zu lassen», so der glückliche Gewinner Christoph Scholz. Ablösen wird die digitale Kommunikation den Face-to-face Austausch aber nicht. „Der menschliche Kontakt steht für uns eindeutig im Vordergrund. E-Learning ist für unsere Mitarbeiter einfach ein zusätzliches Angebot, das gut ankommt“, so Barbara Nietzel abschließend.


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Der Bundesverband der Systemgastronomie hat die Jury für den Branchenpreis 2026 vorgestellt und die Bewerbungsfrist bis zum 4. Mai verlängert. Die unabhängige Runde bewertet Konzepte aus der Branche, die im September in München ausgezeichnet werden.

Das neue Frankfurter Hotel Kennedy 89 hat sein Restaurant Eighty Nine eröffnet, das levantinische Küche mit regionalen Einflüssen kombiniert. Unter der Leitung von Küchenchef Philipp Grosser setzt der Betrieb auf gemeinschaftliche Speisekonzepte und regionale Partnerschaften.

Der aktuelle Fitness-Check für die österreichische Gastronomie weist eine leichte Umsatzstabilisierung aus, die jedoch primär auf Preiserhöhungen basiert. Hohe Mitarbeiterkosten und Frequenzen unter dem Vorkrisenniveau belasten die Branche weiterhin.

Die Gastro-Marke Gustavo Gusto hat, gemeinsam mit dem Automatenhersteller Stüwer, ein neues Vertriebsmodell vorgestellt. Wie das Unternehmen mitteilt, soll der sogenannte „Gustavomat“ als automatisierter Pizzaautomat künftig den Verkauf von Tiefkühlpizza rund um die Uhr ermöglichen.

Nach dem angekündigten Markteintritt von Taco Bell werden erste konkrete Ausbaupläne bekannt. Laut Medienberichten sind unter anderem mindestens 15 Standorte in Bayern vorgesehen.

Die Burgermeister-Gruppe hat nach eigenen Angaben mit der Eröffnung ihres 30. Standorts einen weiteren Expansionsschritt vollzogen. Der neue Betrieb befindet sich in München und wurde am 12. April 2026 in der Türkenstraße eröffnet, wie das Unternehmen mitteilt.

Wie Restaurantbetreiber die Mindestlohnerhöhung auf 13,90 Euro 2026 in ihrer Preiskalkulation richtig berücksichtigen – mit konkreten Methoden, Faustregeln und Kommunikationstipps für faire Preise.

Im Wuppertaler Luisenviertel bietet das Restaurant „Al Moudyaf“ nach Berichten von Talzeit und Bild regelmäßig kostenlose Mahlzeiten für Bedürftige an. Betreiber Ahmad Daoud bewirtet demnach auch Gäste ohne Geld und stellt ihnen eine Speisekarte ohne Preise zur Verfügung.

Bei den Halbfinals des Rudolf Achenbach Preises 2026 sind nach Angaben der Veranstalter insgesamt sechs Nachwuchsköche für das Finale ermittelt worden. Die Wettbewerbe fanden in Düsseldorf, Fulda und Osnabrück statt. Insgesamt 24 Auszubildende nahmen daran teil, nachdem sie zuvor aus mehr als 70 Bewerbern ausgewählt worden waren.

Das Maschseefest 2026 in Hannover startet in diesem Jahr bereits am 22. Juli mit angepassten Öffnungszeiten. Die Veranstalter präsentieren zudem eine neu besetzte Foodmeile mit zusätzlichen kulinarischen Konzepten.