Gastgewerbe will einfache Mehrweglösungen

| Gastronomie Gastronomie

Auch ein halbes Jahr nach der Einführung der Mehrwegangebotspflicht tut sich das hessische Gastgewerbe mit deren Umsetzung schwer. Das Gesetz sei für die Betriebe «mit logistischem und technischem Aufwand verbunden, und das bei zahlreichen gewaltigen aktuellen Herausforderungen», sagte der Hauptgeschäftsführer des Branchenverbandes Dehoga Hessen, Oliver Kasties, auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur. «Erschwerend kommt hinzu, dass neben zum Teil noch offenen Fragen viele unterschiedliche Mehrwegsysteme auf dem Markt sind, was die Rückgabe beziehungsweise Rücknahme erschwert.» Verstärkte Kontrollen oder bußgeldrelevante Verstöße seien dem Verband bisher nicht bekannt.

Die Branche brauche dringend einfache, systemunabhängige Lösungen, ähnlich wie beim Pfandflaschensystem, sagte Kasties. Dafür mache sich der Dehoga auch als Beiratsmitglied der Initiative «Reusable To-Go» stark. Sie steht hinter einem Modellprojekt, bei dem die Nachbarstädte Mainz und Wiesbaden die vereinfachte Rückgabe von Mehrwegbehältern zur Mitnahme von Essen und Getränken testen. Dabei soll es möglich sein, Mehrwegbehälter unterschiedlicher Art bei allen Ausgabestellen abzugeben.

Restaurants, Bistros und Cafés, die Essen für unterwegs verkaufen, müssen seit Jahresbeginn neben Einweg- auch Mehrwegverpackungen dafür anbieten - sofern sie Einweg-Verpackungen aus Kunststoff nutzen. Bei Getränken aller Art muss es eine Mehrweg-Alternative geben. Ausnahmen gelten für kleinere Geschäfte, die nicht größer als 80 Quadratmeter sind und höchstens fünf Beschäftigte haben. Dort müssen Kunden aber die Möglichkeit bekommen, eigene Behälter befüllen zu lassen. Bei Verstößen drohen Bußgelder von bis zu 10 000 Euro. (dpa)


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Ein Restaurantbesuch des Gastro-Influencers Kemal Üres bei Timberjacks in Bannewitz bei Dresden hat sich zu einem öffentlichen Schlagabtausch entwickelt. Üres kritisierte das Essen der Restaurantkette in einem Instagram-Video​​​​​​​ massiv. Timberjacks widerspricht seiner Darstellung. Inzwischen hat die Auseinandersetzung auch eine rechtliche Ebene erreicht.

Mitchells & Butlers verlängert den Mietvertrag für das Alex Dortmund um 15 Jahre, schließt den Standort Ende August 2026 jedoch für einen zweijährigen Umbau. Nach der Neugestaltung soll der Betrieb 2028 mit vergrößerter Fläche und neuem Konzept wiedereröffnen.

Die Akzeptanz für digitales Trinkgeld steht und fällt mit dem passenden Setup. Ein Viertel der Restaurantgäste in Deutschland fühlt sich durch die automatischen Vorschläge schlicht unter Druck gesetzt, mehr zu geben als eigentlich geplant.

Burgermeister expandiert nach Tschechien und eröffnet Anfang 2027 eine neue Filiale am Prager Wenzelsplatz. Der Standort im Stadtbezirk Prag 1 bildet den Auftakt für ein geplantes Wachstum im tschechischen Markt.

Der Koch und Gastronom Jörg Müller ist im Alter von 79 Jahren gestorben. Müller starb am vergangenen Wochenende nach längerer, schwerer Krankheit. Der gebürtige Freiburger führte seit 1988 sein eigenes Restaurant in Westerland auf Sylt.

Das 38. Maschseefest in Hannover verzeichnet rund 2,3 Millionen Besucher und schließt an das Niveau der Vorjahre an. Trotz wetterbedingter Einschränkungen an einzelnen Tagen ziehen Veranstalter, Gastronomie und Sicherheitskräfte eine überwiegend positive Bilanz.

Zocken am Automaten ist einer Untersuchung zufolge praktisch flächendeckend in NRW möglich. Mit Sorgen blickt die Suchtprävention vor allem auf die Geldspielgeräte in Gaststätten.

Der DEHOGA Sachsen erweitert gemeinsam mit dem Freistaat den Nutzungsumfang der Sächsischen Ehrenamtskarte auf das Gastgewerbe. Erste Gastronomiebetriebe gewähren ab sofort Preisnachlässe für Inhaber der Karte.

Gemütlicher und regionaler – die Straubinger sind überzeugt davon, dass ihr Gäubodenvolksfest den Vergleich mit dem Oktoberfest nicht zu scheuen braucht. Nun hat das Spektakel begonnen.

Wie Lokale auf dem Land um ihre Zukunft kämpfen. Was sich seit den goldenen Kegelzeiten verändert hat. Und warum ein Gesundheitstrend den Wirten gar nicht schmeckt.