Gasthofsterben: Verein plädiert für Wirtshausprämie

| Gastronomie Gastronomie

Vorbild Niederösterreich: Der Verein zum Erhalt der bayerischen Wirtshauskultur (VEBWK) hat die Landespolitiker aufgefordert, etwas gegen das Wirtshaussterben zu unternehmen. Eine ähnliche Initiative wie etwa die Wirtshausprämie in Niederösterreich wäre absolut wünschenswert, teilte VEBWK-Geschäftsführerin Ursula Zimmermann mit.

«Die Gastronomie steckt in einer tiefen Krise – das ist in Österreich ähnlich wie bei uns. In vielen Gemeinden schließen die letzten traditionellen Gasthäuser für immer ihre Türen. Damit stirbt nicht dann nicht nur ein Betrieb, sondern auch ein sozialer Treffpunkt und ein Stück gelebte Wirtshauskultur», sagte die Geschäftsführerin.

Um dem Trend des Wirtshaussterbens in den Dörfern entgegenzuwirken, setzt Niederösterreich auf eine sogenannte Prämie. Die Förderung richtet sich explizit an das Dorfwirtshaus, wie Zimmermann sagte. «Diese Wirtshausprämie in Höhe von bis zu 10.000 Euro ist ein großartiges Beispiel dafür, wie Wirtshauskultur von der Politik sinnvoll und effektiv gefördert werden kann.» 

In Bayern seien auch weitere Maßnahmen - etwa verstärkte Kreditgarantien und Ausfallbürgerschaften - für den Erhalt der Wirtshauskultur von großer Bedeutung, sagte Zimmermann. 

Die Förderung kann in Niederösterreich bei Übernahme oder Neugründung des einzigen standortgebundenen Gastronomiebetriebs einer Gemeinde beantragt werden. Voraussetzung ist zudem eine regionales Speisen- und Getränkeangebot. Die Prämie wird in dem österreichischen Bundesland als einmaliger Zuschuss in Höhe von maximal 10.000 Euro gezahlt. (dpa)


Zurück

Vielleicht auch interessant

Restaurants und Cafés in Kroatien müssen ab dem 1. Oktober neben aktuellen Preisen auch Referenzpreise ausweisen. Der Zagreber Gastronomieverband befürchtet Verwirrung bei Gästen.

Die traditionsreiche Berliner Feinkost-Institution Rogacki kehrt mit einem Pop-up-Standort in die Markthalle Neun zurück und bereitet die Rückkehr nach Charlottenburg vor.

Ab Oktober müssen kroatische Restaurants und Cafés neben dem aktuellen Preis auch einen historischen Referenzpreis ausweisen. Arbeitgeber kritisieren den bürokratischen Mehraufwand.

Die Jeunes Restaurateurs Deutschland haben in der Villa Marburg in Heigenbrücken den diesjährigen Team Day ausgerichtet. Im Mittelpunkt des Treffens standen neun unterschiedliche Masterclasses sowie der sogenannte Markt der Genüsse.

Das Hamburger Sterne-Restaurant Haebel beendet am 31. Dezember 2026 seinen regulären Betrieb. Fabio Haebel nennt Grenzen der vorhandenen Infrastruktur als Grund und kündigt weitere Veranstaltungen in den bisherigen Räumen an.

Kentucky Fried Chicken hat im texanischen McKinney ein neues Konzeptrestaurant eröffnet, das als Testlabor für erweiterte Menüs und modernisierte Serviceprozesse dient.

Starbucks schließt rund 250 Filialen in den USA und Kanada, um das nordamerikanische Netzwerk zu restrukturieren. Durch die Reduktion unrentabler Standorte soll die operative Effizienz gesteigert werden. Die Kosten belaufen sich auf 300 Millionen US-Dollar.

Seit Freitag wird auf dem Wasen wieder kräftig getrunken, geschunkelt und gefeiert. Bei vielen Gästen auch mit Zigarette - obwohl es ein strengeres Nichtrauchergesetz gibt. Wie kann das sein?

Ein komplettes Mittagessen für nur einen Euro? Das lockt viele Studierende in Frankreich an - und sorgt für Überlastung bei den Mensen. Muss das Angebot bald eingeschränkt werden?

Auf dem Wasen herrscht in den kommenden 17 Tagen wieder so etwas wie Ausnahmezustand. Bis zum 11. Oktober wird nach dem traditionellen Auftakt um 16.00 Uhr auf dem zweitgrößten Volksfest der Welt in Stuttgart wieder getrunken, geschunkelt und gefeiert.