Gastro-Fan Kubicki im Chefs Culinar-Podcast zu den Herausforderungen der Branche

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In der neuesten Folge des Chefs Culinar-Podcasts „Tisch für Drei“ ist Wolfgang Kubicki zu Gast – Vize-Präsident des Deutschen Bundestages, Mitglied des FDP-Vorstands, ehemaliger Gastronom und bei alledem vor allem eines: Genießer. In knapp 70 Minuten erzählt Kubicki von den politischen Herausforderungen der letzten Jahre, wie wichtig die Gastronomie für seinen Alltag sowie für die deutsche Gesellschaft ist und vor welchen Herausforderungen die Gastronomie steht. Im Gespräch mit den Podcast-Machern Matthias Rilling und Ulf Tietge beteuert Kubicki: „Eine Gesellschaft, in der es keine ausreichende gastronomische Versorgung gibt, ist eine Gesellschaft, die nicht lebensfroh ist.“

Wolfgang Kubicki sieht schwere Zeiten auf die Gastronomie zukommen: „Sechs Millionen Menschen werden bis 2030 aus dem Erwerbsleben ausscheiden, die nicht ersetzt werden können.“ Mit Blick auf die alternde Gesellschaft müsse man mehr denn je darum werben, möglichst viele junge und gut ausgebildete Menschen nach Deutschland zu holen und zu halten. Die Lücken auf dem Arbeitsmarkt aus dem Bestand heraus zu füllen, „das werden wir nicht schaffen“, so Kubicki. Auf dem Arbeitsmarkt sei es nicht so, dass keiner mehr wolle – vielmehr seien keine geeigneten Fachkräfte mehr da. Daher plädiert Kubicki dafür, möglichst viele Menschen, die in den vergangenen Jahren nach Deutschland gekommen sind, gut auszubilden und damit auch zu halten.

Neben dem Fachkräftemangel habe die Gastronomie während der Corona-Pandemie vor allem finanzielle Einbußen hinnehmen müssen. Kubicki spricht im Podcast davon, ob die Unterstützungsmaßnahmen des Bundes verbessert und verlängert werden müssen. Viele empfänden sie als nicht ausreichend, vor allem nicht in ländlichen Regionen, in denen Veranstaltungen und Versammlungen eine größere Rolle spielen als die Laufkundschaft. Zudem setzt sich Kubicki dafür ein, den reduzierten Mehrwertsteuersatz auf Speisen auch über 2022 hinaus beizubehalten. Bis Jahresende seien die Schäden, die in der Corona-Pandemie entstehen, nicht auszugleichen. Noch wichtiger als Kredite sei es jedoch, dass die Menschen die Gastronomie wieder mehr vor Ort besuchen, wie es sich Kubicki im Podcast wünscht: „Gastronomische Betriebe können nur überleben, wenn Menschen nicht zu Hause bleiben und sich beliefern lassen, sondern auswärts essen gehen.“

Welche Themen Kubicki in der Gastronomie und Gesellschaft noch bewegen, was für den gebürtigen Braunschweiger traditioneller Grünkohl mit Bregenwurst bedeutet und noch vieles Unterhaltsames mehr gibt es in der neuesten Podcast-Folge von „Tisch für Drei“ zu hören.

Hier direkt Podcast mit Wolfgang Kubicki anhören
 

Zitate von Wolfgang Kubicki aus dem Gespräch

Wolfgang Kubicki über die Folgen von Fast-Food-Verpflegung und Lockdown: „Ich habe im Lockdown fünf Kilo zugenommen. Die einzige Chance, wieder abzunehmen, ist in gute Restaurants zu gehen.“

Wolfgang Kubicki über seine Frau: „Wenn der liebe Gott gewollt hätte, dass ich kochen kann, hätte er keine Restaurants erfunden.“

Wolfgang Kubicki outet sich als Kohl-Fan: „Wenn es im Deutschen Bundestag Kohlrouladen gibt, bin ich immer dabei!“

In Sachen Grünkohl-Zubereitung ist Wolfgang Kubicki im Herzen Braunschweiger geblieben: „Ich habe nie verstanden, warum die Schleswig-Holsteiner Zucker über Grünkohl und Kartoffeln streuen…“

Wolfgang Kubicki über seine Zeit als Inhaber der Studentenkneipe Quam damals in Kiel: „So gern ich Gastronom war: Der Platz vor der Theke ist für mich entspannter und gesünder als der dahinter.“

„Das entspannt unglaublich – Essen zu genießen und zu wissen, was dahinter steckt an Aufwand, und dazu einen guten Wein zu haben und mit guten Leuten zusammen zu sein – mehr geht eigentlich nicht.“

„Entscheidend ist ja nicht, was kulinarische Experten über Restaurants und Essen schreiben, sondern was Sie selbst dabei empfinden.“

„Eine Gesellschaft, in der es keine ausreichende gastronomische Versorgung gibt, ist eine Gesellschaft, die nicht lebensfroh ist.“

Kubicki zur Arbeitszeitflexibilisierung: „Flexibilisierung ist das A und O, um die Zukunft der Betriebe und der Mitarbeiter zu sichern.“

„Gastronomische Betriebe können nur überleben, wenn Menschen nicht zuhause bleiben und sich von Lieferando beliefern lassen.“

„Was der Gastro hilft? Essen gehen!“, sagt Wolfgang Kubicki. „Das Wichtigste, was wir jetzt machen können, ist für Umsatz zu sorgen.“

Mit seinem genussverliebten Podcast „Tisch für Drei“ setzt Chefs Culinar seit Ende 2019 bewusst auf neue, digitale Kommunikationskanäle. Unter anderem waren bereits Uli Hoeneß, Meta Hiltebrand, Haya Molcho, aber auch DFB-Chefkoch Anton Schmaus und Martin Smura vor dem Mikrofon zu Gast. Weit mehr als 30.000 Hörer sind schon dabei und machen „Tisch für Drei“ zu einem der erfolgreichsten Corporate-Podcasts in Deutschland. Zu finden ist das kostenfreie Format auf allen gängigen Podcast-Plattformen wie Deezer, Spotify und iTunes sowie auf der Website www.tischfuerdrei.de.


 

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