Gastronomen im Norden fürchten Schließungen

| Gastronomie Gastronomie

Die Dehoga-Landesverbände in Hamburg und Schleswig-Holstein sehen die Gastronomiebetriebe im Norden an der Belastungsgrenze. Großer Druck entsteht nach Einschätzung des Gaststättenverbandes durch die Rücknahme der Mehrwertsteuersenkung zum 1. Januar dieses Jahres. «Das macht vielen Betrieben sehr zu schaffen», sagte die Dehoga-Landesgeschäftsführerin in Hamburg, Ulrike von Albedyll. «Wir halten es für erforderlich, dass der Mehrwertsteuersatz auf Speisen wieder auf sieben Prozent gesenkt wird, damit viele Betriebe wirtschaftlich weiter existieren können.» Der Mehrwertsteuersatz auf Speisen in Restaurants war während der Corona-Pandemie vorübergehend von 19 Prozent auf 7 Prozent reduziert worden.

Die Forderung unterstützt auch von Albedylls schleswig-holsteinischer Kollege, Dehoga-Hauptgeschäftsführer Stefan Scholtis. Bei der Anpassung des Mehrwertsteuersatzes gehe es um eine steuerrechtliche Gleichstellung zu beispielsweise Lieferdiensten, für die ein Satz von sieben Prozent gelte. Scholtis sieht die Rückkehr zur höheren Mehrwertsteuer als weiteren Schmerzpunkt für eine Branche, die in den vergangenen vier Jahren ohnehin stark unter Druck gestanden habe. «Die Zeiten waren noch nie so unsicher, wie sie seit 2020 sind.» Er schätzt, dass die krisenbedingten Betriebsschließungen in Schleswig-Holstein zwischen 2020 und 2023 im niedrigen dreistelligen Bereich lagen. Aus Hamburg liegen dazu nach Angaben des Landesverbandes keine Zahlen vor.

Zurück

Vielleicht auch interessant

Der Koch und Gastronom Jörg Müller ist im Alter von 79 Jahren gestorben. Müller starb am vergangenen Wochenende nach längerer, schwerer Krankheit. Der gebürtige Freiburger führte seit 1988 sein eigenes Restaurant in Westerland auf Sylt.

Das 38. Maschseefest in Hannover verzeichnet rund 2,3 Millionen Besucher und schließt an das Niveau der Vorjahre an. Trotz wetterbedingter Einschränkungen an einzelnen Tagen ziehen Veranstalter, Gastronomie und Sicherheitskräfte eine überwiegend positive Bilanz.

Zocken am Automaten ist einer Untersuchung zufolge praktisch flächendeckend in NRW möglich. Mit Sorgen blickt die Suchtprävention vor allem auf die Geldspielgeräte in Gaststätten.

Der DEHOGA Sachsen erweitert gemeinsam mit dem Freistaat den Nutzungsumfang der Sächsischen Ehrenamtskarte auf das Gastgewerbe. Erste Gastronomiebetriebe gewähren ab sofort Preisnachlässe für Inhaber der Karte.

Gemütlicher und regionaler – die Straubinger sind überzeugt davon, dass ihr Gäubodenvolksfest den Vergleich mit dem Oktoberfest nicht zu scheuen braucht. Nun hat das Spektakel begonnen.

Wie Lokale auf dem Land um ihre Zukunft kämpfen. Was sich seit den goldenen Kegelzeiten verändert hat. Und warum ein Gesundheitstrend den Wirten gar nicht schmeckt.

Burger King hat im zweiten Quartal 2026 die vergleichbaren Umsätze im Burger-King-Segment um 8,6 Prozent gesteigert. In den USA betrug das Plus 8,5 Prozent, während RBI für Burger King im internationalen Segment ein Wachstum von 5,4 Prozent ausweist.

McDonald’s hat im zweiten Quartal 2026 weltweit steigende vergleichbare Umsätze gemeldet. In den International Operated Markets gehörte Deutschland neben Australien und Großbritannien zu den Märkten, die das Wachstum anführten.

Das weltberühmte Noma öffnet wieder: In Kopenhagen erfindet es sich ab sofort neu. Obwohl, nicht ganz. Ex-Starkoch Redzepi ist in neuer Rolle mit dabei - trotz massiver Vorwürfe früherer Mitarbeiter.

Tongseng Kambing statt Frietjes - in der Regierungshauptstadt bieten über 60 Restaurants Gerichte, deren kulinarischen Wurzeln in die Kolonialzeit zurückreichen. Oft günstig, immer lecker.