Gault&Millau kürt Philip Rachinger zum Koch des Jahres in Österreich

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Philip Rachinger erhält den Titel „Chef of the Year 2027“ von Gault&Millau Österreich. Der Koch führt das Restaurant Ois im Mühltalhof in Neufelden in Oberösterreich. Die Auszeichnung wurde am 19. Oktober 2026 bei der Präsentation des neuen Restaurant- und Weinguides im Hilton Vienna Park verliehen.

Rachinger führt die kulinarische Tradition seiner Familie in sechster Generation fort. Im Ois serviert er ein Menü, das von den Produkten der umliegenden Wälder und Wiesen geprägt ist. Das Restaurant ist mit vier Hauben ausgezeichnet. Rachinger erhielt zuvor zwei Michelin-Sterne.

Gault&Millau würdigt Rachingers Engagement für die Wirtshauskultur

Die Auszeichnung bezieht sich nicht allein auf die Küche. Wie Gault&Millau berichtet, engagiert sich Rachinger mit Initiativen wie der „Wirtshausroas“ für die Wiederbelebung leerstehender Gasthäuser. Auch mit dem Projekt „Healthy Boy Band“ setzt er sich für Gastronomiekultur ein.

Die anonymen Tester heben hervor, dass Rachinger einen Teil der Zutaten selbst in den Wäldern und Wiesen rund um den Mühltalhof sammle. Seine Haltung zur Gastronomie zeige sich auch in seinem Verständnis des Wirtshauses als österreichisches Kulturgut. Der bisherige Titel „Koch des Jahres“ wird mit dem Guide 2027 durch „Chef of the Year“ ersetzt.

Gault&Millau vergibt weitere Preise an Gastronomen und Betriebe

Die Auszeichnung für Rachinger war nicht der einzige Preis des Abends. Karl und Rudi Obauer erhielten die Ehrung für ihr Lebenswerk. Die Brüder prägten mit ihrem Restaurant in Werfen mehr als 47 Jahre lang die österreichische Gastronomie. Ihr Betrieb soll am 26. Oktober 2026 schließen.

Weitere Auszeichnungen gingen an Nina Fink vom Gasthaus Haberl & Fink’s Delikatessen als Sommelière des Jahres, Janina Trogisch vom Tannenhof als Patissière des Jahres und Larissa Andres, Gastgeberin der Wiener Restaurants Jola und Lara, für den Service Award. Noemi Zagoni wurde als Newcomerin des Jahres ausgezeichnet. Den Titel Gastronom des Jahres erhielt Toni Mörwald.

Als Aufsteiger des Jahres wurde das St. Peter Stiftskulinarium in Salzburg ausgezeichnet. Der Betrieb verbesserte sich im Guide von 13 auf 15,5 Punkte. Insgesamt erhielten 97 Restaurants vier Hauben, nach 82 im Vorjahr. Fünf Hauben vergab Gault&Millau an acht Restaurants; im Vorjahr waren es neun.

Weinguide vergibt erstmals dreimal die Höchstwertung

Auch der Weinguide 2027 brachte Auszeichnungen. Dorli Muhr wurde zum Weingut des Jahres gekürt. Erstmals vergab Gault&Millau die Höchstwertung von 100 Punkten an drei Weine: den Blaufränkisch Alte Reben L 2023 von Moric, den Sauvignon Blanc Südsteiermark DAC Ried Zieregg XT GSTK 2017 von Tement und den Blaufränkisch Carnuntum DAC Ried Spitzerberg-Obere Spitzer 1ÖTW 2023 von Dorli Muhr.

Der Preis für die beste alkoholfreie Weinalternative, „Freiheit des Jahres“, ging an den Ex Sparkling der Familie Weixelbaum aus dem Kamptal. Tamara Kögl wurde als Entdeckung des Jahres ausgezeichnet.

Hotelguide zeichnet acht Betriebe in verschiedenen Kategorien aus

Im Hotelguide 2027 erhielt das Eriro den Titel Hotel des Jahres. Weitere Auszeichnungen gingen an The Companion als Neueröffnung des Jahres, das Bergergut als Gourmethotel des Jahres und das Townhouse Weißes Kreuz für das Ambiente. Reiters Finest Family wurde als Familienhotel des Jahres ausgezeichnet, das Vivamayr Medical Health Resort als Longevity Hotel des Jahres, der Stanglwirt als Wellnesshotel des Jahres und das Naturhotel Forsthofgut als Grünes Hotel des Jahres.

Bei der Präsentation im Hilton Vienna Park waren nach Angaben von Gault&Millau mehr als 400 Gäste anwesend. Die Auszeichnungen umfassen den Restaurant-, Wein- und Hotelguide für Österreich.

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