Guide Michelin 2023: Drei Sterne für Jan Hartwigs neues Restaurant "Jan"

| Gastronomie Gastronomie

Nicht einmal ein halbes Jahr nach der Eröffnung ist das neue Münchner Restaurant «Jan» von Spitzenkoch Jan Hartwig mit drei Michelin-Sternen ausgezeichnet worden. «Jan Hartwig beherrscht Handwerk und Technik in Perfektion und wagt auch mal etwas Unerwartetes», heißt es in der am Dienstag in Karlsruhe vorgestellten neuen Ausgabe des Restaurantführers «Guide Michelin Deutschland». «Fantastisch die Variation von Produkten und Aromen – hier wird internationales Top-Niveau geboten.»

Dass es das Restaurant in so kurzer Zeit quasi aus dem Stand auf drei Sterne schaffte, nennt der Restaurantführer eine «Sensation», den erfolgreichen Küchenchef einen der besten Köche Deutschlands.

Hartwig selbst zeigte sich überwältigt: «Ich bin sprachlos». Als Koch gebe man sich jeden Tag so viel Mühe, aber dann den dritten Stern zu bekommen, sei unfassbar. Hartwig dankte seinem Team, seiner Lebensgefährtin und Familie. Er habe den dritten Stern erhofft, aber nicht erwartet, sagte der sichtlich gerührte Spitzenkoch.

Hartwig, der zuvor drei Sterne für das Restaurant «Atelier» im Münchner Nobelhotel «Bayerischer Hof» erkocht hatte, hat sein eigenes Restaurant erst im Oktober 2022 im Münchner Museumsviertel eröffnet. Ein Menü kostet dort laut Homepage knapp 300 Euro - ohne Getränke.

Das «Jan» ist damit nun mit Christian Jürgens' «Überfahrt» in Rottach-Egern am Tegernsee eines von zwei Drei-Sterne-Restaurants in Bayern. Hartwigs früheres Restaurant «Atelier» hat im neuen Guide Michelin noch zwei Sterne. Insgesamt gibt es 13 Zwei-Sterne-Restaurants und mehr als 50 Ein-Sterne-Restaurants in Bayern.

Das «Alois – Dallmayr Fine Dining» in München schaffte es nach seiner Wiedereröffnung unter der Küchenleitung von Max Natmessnig ebenfalls aus dem Stand auf zwei Sterne. Neu in der Zwei-Sterne-Liga ist auch das «Gourmetrestaurant Dichter» in Rottach-Egern.

Zwei weitere Restaurants in München wurden neu mit einem Stern ausgezeichnet: das «Brothers» und das «Mural Farmhouse – Fine Dine».

Deutschlandweit meldete der Guide Michelin die Rekordzahl von 334 Sternerestaurants. Insgesamt zehn Restaurants wurden mit drei Sternen ausgezeichnet (davon eins neu), 50 Restaurants mit zwei Sternen (davon 8 neu) und 274 Restaurants mit einem Stern (davon 34 neu). (dpa)


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Ab Oktober müssen kroatische Restaurants und Cafés neben dem aktuellen Preis auch einen historischen Referenzpreis ausweisen. Arbeitgeber kritisieren den bürokratischen Mehraufwand.

Die Jeunes Restaurateurs Deutschland haben in der Villa Marburg in Heigenbrücken den diesjährigen Team Day ausgerichtet. Im Mittelpunkt des Treffens standen neun unterschiedliche Masterclasses sowie der sogenannte Markt der Genüsse.

Das Hamburger Sterne-Restaurant Haebel beendet am 31. Dezember 2026 seinen regulären Betrieb. Fabio Haebel nennt Grenzen der vorhandenen Infrastruktur als Grund und kündigt weitere Veranstaltungen in den bisherigen Räumen an.

Kentucky Fried Chicken hat im texanischen McKinney ein neues Konzeptrestaurant eröffnet, das als Testlabor für erweiterte Menüs und modernisierte Serviceprozesse dient.

Starbucks schließt rund 250 Filialen in den USA und Kanada, um das nordamerikanische Netzwerk zu restrukturieren. Durch die Reduktion unrentabler Standorte soll die operative Effizienz gesteigert werden. Die Kosten belaufen sich auf 300 Millionen US-Dollar.

Seit Freitag wird auf dem Wasen wieder kräftig getrunken, geschunkelt und gefeiert. Bei vielen Gästen auch mit Zigarette - obwohl es ein strengeres Nichtrauchergesetz gibt. Wie kann das sein?

Ein komplettes Mittagessen für nur einen Euro? Das lockt viele Studierende in Frankreich an - und sorgt für Überlastung bei den Mensen. Muss das Angebot bald eingeschränkt werden?

Auf dem Wasen herrscht in den kommenden 17 Tagen wieder so etwas wie Ausnahmezustand. Bis zum 11. Oktober wird nach dem traditionellen Auftakt um 16.00 Uhr auf dem zweitgrößten Volksfest der Welt in Stuttgart wieder getrunken, geschunkelt und gefeiert.

Der Tamworth Tap aus Staffordshire ist bei den Great British Pub Awards 2026 zum Pub des Jahres gekürt worden. Insgesamt wurden 17 Kategorien ausgezeichnet, darunter erstmals die Kategorie „Best Inn“.

Die sechs Finalisten des Wettbewerbs „Koch des Jahres 2026“ haben am Flughafen Frankfurt erstmals gemeinsam gekocht. In der FRALounge präsentierten sie ein Sechs-Gänge-Menü mit persönlichen Bezügen und unterschiedlichen kulinarischen Ansätzen.