Hamburg: Alex verlässt Alsterpavillon und eröffnet mit neuem Konzept am Rothenbaum

| Gastronomie Gastronomie

Das Gastronomiekonzept "Alex" der Mitchells & Butlers Germany GmbH (MABG) stellt den Betrieb im Alsterpavillon nach rund 25 Jahren Ende Oktober ein. Die Präsenz in Hamburg wird jedoch aufrechterhalten: Das Unternehmen plant die Eröffnung eines neuen Standorts an der Rothenbaumchaussee 78, im Multimedia Centre Rothenbaum. Die Wiedereröffnung ist für die Zeit vor Weihnachten avisiert.

Standortwechsel und geplante Investitionen

Für das künftige „Alex Hamburg am Rothenbaum“ hat MABG einen langfristigen Mietvertrag mit Values Real Estate abgeschlossen. Für den Umbau des 42. deutschen Betriebs sind Investitionskosten in Höhe von rund 1,7 Millionen Euro vorgesehen. Der neue Betrieb, der die Fläche des ehemaligen „Bolero“ sowie eine angrenzende Fläche nutzt, wird im Erdgeschoss auf etwa 260 Quadratmetern Gastraumfläche circa 180 Sitzplätze im Innenbereich sowie zusätzlich rund 150 Plätze auf einer Außenterrasse bieten. Die Eröffnung ist vom planmäßigen Verlauf der Umbaumaßnahmen abhängig.

Geschäftsführer Bernd Riegger äußerte sich zum Wechsel: „Wir hätten den Alsterpavillon gerne weiterbetrieben. Er war über ein Vierteljahrhundert unser Herzstück in Hamburg. Wir sind dankbar für die Treue unserer Gäste und das Vertrauen, das uns die Hamburgerinnen und Hamburger all die Jahre entgegengebracht haben.“ Zum neuen Standort fügte er hinzu: „Gleichzeitig freuen wir uns sehr, mit dem neuen Alex am Rothenbaum für die MABG, unsere Mitarbeitenden und unsere Gäste ein attraktives neues Zuhause gefunden zu haben – mitten im Herzen der Stadt, in direkter Nachbarschaft zum berühmten Tennisstadion.“

Einführung des Urban Living-Designs

Der neue Standort am Rothenbaum wird nach der Überseebrücke der zweite Betrieb der Kette in Hamburg sein. Dort soll erstmals in der Hansestadt das „Urban Living“-Design-Konzept vorgestellt werden, das mittelfristig in allen Alex-Outlets umgesetzt werden soll. Damit werden in Hamburg zwei unterschiedliche Gestaltungen der Kette vertreten sein: das mediterrane Ambiente an der Elbe und das neue „Urban Living“ am Rothenbaum.

Das „Urban Living“-Interieur-Konzept zielt auf eine Kombination aus urbanem Flair, Lässigkeit und Willkommenskultur ab. Die Gestaltung beinhaltet natürlich wirkende Pflanzen, eine Farbgestaltung in Creme-, Grün-, Türkis-, Kupfer- und Senftönen sowie Akzente durch Mobiliar, Artworks und großflächige Fototapeten. Der Stilmix integriert Elemente des Industrial Designs und kombiniert Materialien wie Holzböden mit Mosaikfliesen oder unterschiedliche Texturen bei den Sitzmöbeln. Ziel ist die Schaffung unterschiedlicher Verweilzonen.

Personalübernahme

Ein Großteil des Teams vom Alsterpavillon soll am neuen Standort am Rothenbaum weiterbeschäftigt werden. Geschäftsführer Riegger hob die Bedeutung der Belegschaft hervor: „Unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind das Herz von Alex. Ihr Einsatz, ihre Herzlichkeit und ihr Zusammenhalt machen unsere Restaurants zu dem, was sie sind: Orte, an denen sich Menschen wohlfühlen.“


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Der aktuelle Gastronomie Trendbericht 2026/27 von Pierre Nierhaus analysiert die Branche als sozialen Klebstoff. Die Untersuchung zeigt, wie Digitalisierung und eine neue Gastgeberkultur das Gastgewerbe zwischen Effizienz und persönlicher Nähe neu definieren.

Der Guide Michelin veröffentlicht am 18. März 2026 seine neue Restaurant-Selektion für Österreich. Nach der letztjährigen Vergabe von 82 Sternen stehen diesmal neben der regionalen Qualität und Saisonalität auch wieder spezielle Auszeichnungen für Service und Nachwuchskräfte im Fokus der Bewertung.

Mit Beginn des Jahres 2026 rückt die Spitze der deutschen Gastronomieszene enger zusammen: Ein neues Trio führt das Ranking der Restaurant-Ranglisten an. Durch den Wegfall des Gault&Millau aus der Wertung und zahlreiche Aufsteiger in der Spitzengruppe, ergibt sich ein umfassend neues Bild der besten kulinarischen Adressen Deutschlands.

Die britische Schuhmarke Dr. Martens hat in der Londoner Brewer Street im Stadtteil Soho einen neuen Beacon-Store eröffnet. Im Zentrum der rund 316 Quadratmeter großen Fläche steht nicht nur der Verkauf von Schuhen, sondern ein erweitertes Konzept aus Gastronomie, Handwerk und Gemeinschaft.

Fünf Schließungen statt zehn: Die Hygienebilanz der Gastronomie in Sachsens großen Städten fällt besser aus als im Vorjahr. Doch Mängel fanden die Kontrolleure weiterhin häufig.

Kaum ist die Trauerfeier für die 40 Todesopfer des Infernos von Crans-Montana vorbei, rücken die Ermittlungen gegen den Barbetreiber in den Mittelpunkt. Die Staatsanwaltschaft sieht Fluchtgefahr.

Die Bremer Innenstadt erhält einen neuen gastronomischen Zuwachs. Am 9. Januar 2026 eröffnet in der Martinistraße 58 ein Standort der schwedischen Kette Pincho Nation. Die Ansiedlung des Unternehmens wird durch die WFB Wirtschaftsförderung Bremen GmbH im Rahmen des Programms City UpTrade finanziell unterstützt.

Im Januar essen viele Menschen weniger Fleisch oder trinken weniger Alkohol. Manche verzichten gleich ganz und setzen auf Trends wie Veganuary oder Dry January. Was sagt die Gastro zu der Entwicklung?

In den USA sieht sich McDonald’s mit rechtlichen Konsequenzen konfrontiert. Kunden werfen dem Unternehmen vor, Verbraucher durch die Vermarktung des „McRib“-Burgers über die tatsächliche Beschaffenheit des verwendeten Fleisches zu täuschen.

Die Gastronomie steht vor einer große Transformation. Anpassung an den Klimawandel, Fachkräfteknappheit, Digitalisierung und Automatisierung sorgen dafür, dass neue Technologien in die Küchen einziehen, Ressourcen geschont und weniger Menschen benötigt werden. Fünf Planer des FCSI sprechen über ihre Visionen und Erwartungen für die Küche der Zukunft.