Hans im Glück veganfreundlichste Restaurantkette 2023 / Five Guys Schlusslicht

| Gastronomie Gastronomie

Zum ersten Mal bleibt 2023 die Spitze im Ranking der Markengastronomie der Ernährungsorganisation ProVeg unverändert. Die Burgerkette Hans im Glück überzeugte die Tester wieder mit einer großen Auswahl an pflanzlichen Hauptgerichten, Beilagen und Desserts. Und das wird belohnt: Mittlerweile sind 50 Prozent der verkauften Gerichte vegan. Ein ähnlich umfassendes Angebot bietet auch der Zweitplatzierte Peter Pane, der zudem mit auffälligen Marketingaktionen glänzt.

Veganfreundlichste Restaurantkette: Pflanzlich von Pizza bis Fisch

Mindestens ein pflanzliches Hauptgericht gab es in diesem Jahr bei 26 der 30 untersuchten Ketten. Das zeigt: Immer mehr Restaurantketten nehmen „plant-based“ auf die Agenda und gestalten damit die globale Ernährungswende mit. Erstmals hat es 2023 eine Pizzakette in die Top 3 geschafft: Domino’s hat sich seit dem letzten Ranking von Platz 6 auf Platz 3 hochgearbeitet. Premiere unter den Top 10 feiern auch die Branchenriesen Burger King und Subway. Überrascht haben außerdem Nordsee und The Ash mit verschiedenen Fisch- und Fleischalternativen auf der Speisekarte.

Mindestens genauso wichtig wie attraktive Gerichte ist die Kommunikation darüber. Dazu gehört eine einheitliche Kennzeichnung – die Top 5 des Rankings setzen dies klar und durchgehend mit Piktogrammen um. Einige Gastronomen bewerben ihr Veggie-Angebot auf Social Media und klären über die ökologischen Vorteile einer pflanzlichen Ernährung auf – das starke Nachhaltigkeits-Argument hilft, die umweltbewusste Zielgruppe zu gewinnen.

Erstmals im Ranking wurde das Thema Preisgleichheit analysiert, denn ein höherer Preis für pflanzliche Optionen kann vor allem die flexitarische Zielgruppe leicht abschrecken. So fallen beispielsweise viele Pizzaketten im Ranking mit Mehrpreisen von bis zu 3 Euro für vegane Käsealternativen auf. „Unsere Top-Platzierten zeigen eindrucksvoll, dass sich die stetige Erweiterung des Angebots mit kreativen Gerichten lohnt. Diese Gerichte sollten jedoch nicht teurer sein als das tierische Pendant, um klimafreundliche Ernährung zu fördern. So kommen Gastronomen auch ihrer gesellschaftlichen Verantwortung nach“, sagt Katleen Haefele. ProVeg empfiehlt den Gastronomen, diese Zusatzkosten per Mischkalkulation zu verteilen, um die pflanzlichen Angebote preislich attraktiv zu halten. Bei 20 der 30 Restaurantketten sind die pflanzlichen Gerichte preislich gleichauf mit den tierischen.

Die Top-10-Platzierungen

  • Platz 1: Hans im Glück
  • Platz 2: Peter Pane
  • Platz 3: Domino’s
  • Platz 4: Enchilada
  • Platz 5: dean&david
  • Platz 6: Vapiano
  • Platz 7: Subway
  • Platz 8: Burger King
  • Platz 9: Call a Pizza
  • Platz 10: burgerme

 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Die kroatische Restaurantkette Koykan treibt ihre Expansion in Europa voran. Nach Angaben des Unternehmens sollen bis Ende 2026 insgesamt 15 neue Restaurants in Deutschland, Österreich, Tschechien, der Slowakei, Ungarn, Slowenien und Kroatien eröffnet werden. Bereits im Juni ist die Eröffnung eines Standorts in München vorgesehen.

Eine Analyse belegt signifikante Umsatzsprünge in Bars und Clubs während des ersten WM-Spiels der deutschen Nationalmannschaft. Klassische Restaurants und Cafés verzeichneten hingegen im gleichen Zeitraum rückläufige bargeldlose Umsätze.

Unter der kreativen Leitung von Culinary Director Peter Hagen-Wiest präsentiert das Eatrenalin ein neues Menü, das Kulinarik und multisensorische Unterhaltung verbindet. Mit dabei: Dieter Koschina und Hans Neuner.

Der Michelin Guide Deutschland hat zehn neue Bib-Gourmand-Restaurants für das Jahr 2026 bekanntgegeben. Damit umfasst die Auswahl bundesweit 147 Betriebe mit besonderem Fokus auf ein ausgewogenes Preis-Leistungs-Verhältnis.

Droht der Wiesn ein Zelt-Chaos? Ein Wirt klagt gegen die Vergabe zweier Bierburgen – und trifft damit auch ein Herzstück des Oktoberfests. Was das für Gäste und Tradition bedeutet.

Yum Brands trennt sich von Pizza Hut und verkauft die Kette für insgesamt 2,7 Milliarden Dollar. Während das China-Geschäft an Yum China geht, übernimmt der Finanzinvestor LongRange Capital die restlichen Marktanteile.

Das Hotel Schlossgut Gross Schwansee arbeitet künftig mit Hendrik Otto an der langfristigen gastronomischen Ausrichtung. Der ehemalige Küchenchef des Lorenz Adlon Esszimmer unterstützt beratend die kulinarische Strategie und die Konzepte des Fünf-Sterne-Hauses nahe Lübeck.

Der Leaders Club Deutschland hat bei den Gastro Sessions in München die aktuellen Herausforderungen der Gastronomiebranche debattiert. Rund 200 internationale Teilnehmer diskutierten über wirtschaftliche Rahmenbedingungen, die Digitalisierung und die Ansprüche der neuen Generation.

Das Frauennetzwerk Foodservice hat seine Aktivitäten auf die Schweiz ausgeweitet. Erste Veranstaltungen in mehreren Städten verzeichneten nach Angaben der Organisation eine hohe Beteiligung.

Ciao Bella von der Gustoso Gruppe wird neuer Gastronomiebetreiber in den Drei Höfen in Amberg. Ab August 2026 soll zunächst ein Frühstücksangebot starten, bevor im September der vollständige Restaurantbetrieb folgt.