„Henssler at Home“ rückt ins Visier der Finanzbehörden / TV-Koch nicht betroffen

| Gastronomie Gastronomie

Der Lieferdienst „Henssler at Home“ ist in das Visier der Zollfahnder und der Finanzbehörden geraten. Wie die Bild-Zeitung berichtet, soll ein Subunternehmen, der für den Lieferservice verantwortlich war, seine Fahrer bei den Finanzbehörden nicht ordentlich angemeldet haben. Auch Arbeitsverträge und sogar Löhne sollen nicht ausgehändigt worden sein. Ein Schock für Steffen Henssler, der den Lieferdienst „Henssler at Home“ seit 2016 nicht mehr selbst betreibt. Damals hatte sein Vater die Lizenz an Subunternehmer verkauft. Der TV-Koch ist seitdem mit zwei bis sieben Prozent am Erfolg beteiligt gewesen.

 

Ein ehemaliger Lieferfahrer brachte die Vorwürfe ins Rollen, nachdem er einen Monat lang ohne Arbeitsvertrag gearbeitet hatte und ihm Lohnzahlungen unterschlagen worden sind. Bild-Recherchen führten schließlich zum Subunternehmer „R.S. PHIL’S – OSOPHY LTD“, der von „Henssler at Home“ eingesetzt worden war und eine Briefkastenfirma auf Zypern besitzt. Sowohl der Lieferdienst, als auch das Subunternehmen bestreiten alle Vorwürfe.

Steffen Henssler bereut unterdessen, den Verkauf der Lizenzen und sieht seinen guten Ruf in Gefahr. „Ich werde meinem Vater ganz dringend empfehlen, dem Unternehmen ‚Henssler at Home‘ die Lizenz zu entziehen. Es war bestimmt nicht die richtige Entscheidung, die Lizenz zu verkaufen. Vielleicht könnte man auch auf der Internetseite einen Hinweis platzieren, in dem mein Vater und ich sich davon distanzieren“, sagte er gegenüber der Bild-Zeitung.


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Wechsel in der Duisburger schauinsland-reisen-arena: Ab der Saison 2026/27 übernimmt Supreme Sports Hospitality das gesamte Catering. Der neue Partner setzt auf eine Mischung aus Investitionen in die Infrastruktur, bewährten Stadion-Klassikern und innovativen Food-Konzepten.

Mit „OMA – Opportunity for More Authenticity“ gewinnt ein Team der FHWien der WKW den europäischen Hospitality-Wettbewerb in Amsterdam. Die Idee nutzt das kulinarische Wissen lokaler Großmütter, um Gästen authentische Food-Erlebnisse zu bieten.

Seit Ewigkeiten galt auf der Wiesn: Sechs Münchner Biere gibt es dort - und kein einziges mehr. Doch die Bier-Frage wird nun endgültig zum Politikum. Denn eine Brauerei plant die Revolution.

In Mainz-Gonsenheim setzt das Weingut St. Antony auf ein Gastronomiekonzept, das die Tradition der klassischen Eckkneipe aufgreift. Unter dem Namen Heiliger Anton wurde ein Pop-up-Restaurant eröffnet, das den Fokus auf soziale Interaktion und eine unkomplizierte Bewirtung legt.

Im Salzburger Hotel und Restaurant Cool Mama sorgt eine strikte Bekleidungsvorschrift für öffentliche Diskussionen. Einer Frau wurde bei der Reservierungsanfrage für das Sky-Restaurant eine Absage erteilt, da sie ein Kopftuch trägt. Das Gastronomieunternehmen beruft sich auf die Hausordnung, während die Betroffene den Vorwurf der Diskriminierung erhebt.

Pizza Hut steht vor einem bedeutenden Umbruch auf dem US-Markt. Die Muttergesellschaft Yum! Brands hat die Schließung von 250 leistungsschwachen Standorten angekündigt und prüft derzeit strategische Optionen für die Zukunft der Marke.

Die Hamburger Systemgastronomie-Kette Schweinske gibt die Mehrwertsteuersenkung ab März 2026 über gezielte Preisnachlässe an ihre Gäste weiter. Damit wählt das Unternehmen einen anderen Weg als weite Teile der Branche.

Vom 19. Februar bis zum 1. März lädt das Feinschmeckerfestival «eat! Berlin» zu besonderen kulinarischen Angeboten ein. Braucht man Anzug und Kleid? Und muss man wissen, wo welches Besteck liegt?

Die Gewerkschaft NGG fordert nach Bekanntwerden neuer Zahlen zu Mindestlohnverstößen im Gastgewerbe eine personelle Verstärkung der Finanzkontrolle Schwarzarbeit und eine verpflichtende digitale Zeiterfassung.

Das Berliner Drei-Sterne-Restaurant Rutz ordnet seine Küchenstruktur neu. Nach zwölf Jahren hat der bisherige Küchenchef Dennis Quetsch den Betrieb in Berlin-Mitte zum Jahreswechsel auf eigenen Wunsch verlassen. Die Nachfolge treten zwei Talente aus den eigenen Reihen an, die künftig unter der Leitung von Küchendirektor Marco Müller eine Doppelspitze bilden.