Historisches Museum in Kramsach wird zum Escape-Room auf dem Bauernhof

| Gastronomie Gastronomie

Das Museum Tiroler Bauernhöfe in Kramsach erweitert zum Saisonstart am 1. März 2026 sein Vermittlungskonzept. Auf dem neun Hektar großen Areal entsteht ein historisches Escape-Szenario, das in dieser Form erstmals in einem österreichischen Museum umgesetzt wird. Dabei dienen sieben der insgesamt 14 originalgetreu wiedererrichteten Höfe als Schauplatz für eine interaktive Spurensuche.

Interaktive Zeitreise durch Tiroler Talschaften

Bisher konzentrierte sich das größte Freilichtmuseum Tirols auf die museale Darstellung von 37 Gebäuden, darunter Bauernhöfe und Nebengebäude aus verschiedenen Landesteilen. Mit dem neuen Angebot wird die Geschichte der Architektur und der Lebensbedingungen spielerisch aufbereitet. Gruppen von bis zu acht Personen nutzen ein Amulett sowie eine Schatzkarte, um in den historischen Stuben und Kammern Hinweise zu finden und Aufgaben zu lösen.

Im Mittelpunkt der Handlung steht die Erzählung eines Tagelöhners, der in verschiedenen Jahrhunderten nach Arbeit sucht. Das Spiel thematisiert dabei die damaligen Arbeitswelten und die Bauweise der rauchgeschwärzten Gebäude. Parallel können bis zu zehn Gruppen das Gelände begehen, wobei für Kinder ab zwölf Jahren und Jugendliche eine vereinfachte Variante zur Verfügung steht.

Fokus auf historische Details und Originalsubstanz

Die Kosten für das Zusatzangebot belaufen sich auf 24 Euro pro Gruppe, zuzüglich zum regulären Museumseintritt von 13 Euro pro Person. Das Ziel des Konzepts ist es, insbesondere für Stammgäste neue Perspektiven auf die bekannten Gebäude zu eröffnen.

Geschäftsführer Maximilian Herbst betont den Bezug zur Originalsubstanz: „Viele Besucher kennen unsere Höfe seit Jahren. Durch das Spiel entdecken sie Details, die sie bisher vielleicht übersehen haben.“ Laut Herbst wurde bewusst auf künstliche Kulissen verzichtet. „Wir wollten kein klassisches Escape Setting bauen, sondern das Original nutzen. Jede Aufgabe führt direkt zu einem historischen Aspekt. Man versteht plötzlich, warum ein Raum so angelegt wurde oder weshalb bestimmte Materialien verwendet wurden.“

Museumskonzept im Wandel der Vermittlung

Das Museum Tiroler Bauernhöfe wurde in den 1970er Jahren gegründet, um gefährdete bäuerliche Architektur zu sichern. Die Gebäude wurden an ihren Ursprungsorten dokumentiert, abgetragen und in Kramsach rekonstruiert. Mit jährlich rund 60.000 Besuchern zählt das Museum zu den zentralen Kultureinrichtungen der Region. Die Einführung der Rätsellandschaft soll die klassische Wissensvermittlung um eine interaktive Ebene ergänzen und richtet sich neben Familien auch an Firmen und Reisegruppen.


SEO-Keywords: Museum Tiroler Bauernhöfe, Kramsach, Freilichtmuseum, Escape-Room auf dem Bauernhof, Tirol, Ausflugsziel, historische Bauernhöfe, Maximilian Herbst, Tourismus Tirol, interaktive Museumspädagogik


Teaser: Ab dem 1. März 2026 wird das Museum Tiroler Bauernhöfe in Kramsach zum Schauplatz einer historischen Spurensuche. Mit einem neuartigen Escape-Konzept in sieben Originalhöfen setzt das größte Freilichtmuseum des Landes auf interaktive Wissensvermittlung für Familien und Gruppen.

Zurück

Vielleicht auch interessant

Das Drei-Sterne-Restaurant Aqua im The Ritz-Carlton, Wolfsburg schließt im März 2026 nach über 25 Jahren. Spitzenkoch Sven Elverfeld setzt damit einen bewussten Schlusspunkt unter sein bisheriges Lebenswerk, während das Hotel eine gastronomische Neuausrichtung plant.

Die Maß auf der Wiesn wird jedes Jahr teurer. Das will der Bierbrauerpräsident ändern - und stattdessen Eintritt verlangen. Münchens Oberbürgermeister und der Wiesn-Chef halten dagegen.

Restaurant Brands International (RBI) verfolgt ambitionierte Ziele für den chinesischen Markt. Bis zum Jahr 2035 soll das Netzwerk von Burger King auf mehr als 4.000 Restaurants anwachsen.

Ein Drink zu viel oder schon ein Verbrechen? Warum die Dunkelziffer bei K.o.-Tropfen in Sachsen-Anhalt so hoch ist und wie Clubs versuchen, ihre Gäste vor unsichtbaren Angriffen zu schützen.

Mitchells & Butlers ist wieder mit zwei Standorten in der Hansestadt vertreten. Nach dem Auszug aus dem Alsterpavillon im Oktober 2025 wurde nun das ALEX am Rothenbaum offiziell eröffnet.

Das Berliner Sternerestaurant Bonvivant verfolgt konsequent seine Strategie der nachhaltigen Weiterentwicklung. Wie der Betrieb bekanntgab, wurde das gesamte kulinarische Angebot nun vollständig auf eine rein pflanzliche Basis umgestellt.

Das Gourmetrestaurant im Severin*s – The Alpine Retreat in Lech am Arlberg präsentiert mit Marius Pieper eine neue kulinarische Ausrichtung. Der 30-jährige Küchenchef fokussiert sich auf eine Kombination aus regionaler Verwurzelung und internationaler Küchentechnik.

Das Restaurant Berta in Berlin hat nach einer konzeptionellen Überarbeitung wieder seine Türen geöffnet. Unter der Leitung von Chefkoch Assaf Granit präsentiert der Betrieb eine israelisch inspirierte Küche, die osteuropäische Traditionen mit modernen Akzenten verbindet.

Die Vergabe der begehrten Standplätze auf dem Oktoberfest steht im Fokus einer Debatte in München. Eine Münchner Wirtsfamilie fordert durch ihre Bewerbung auf Brauerei-Standplätze die traditionelle Vergabepraxis heraus, während bereits dementierte Berichte über eine mögliche Einschaltung des Europäischen Gerichtshofs für Aufsehen sorgen.

Der Valentinstag entwickelt sich zunehmend zu einem der wichtigsten Umsatzbringer für die deutsche Gastronomie. Eine aktuelle Studie zeigt für 2026 eine steigende Reservierungsbereitschaft, neue Zielgruppen und klare Erwartungen an Service und Etikette.