Hochschule Weihenstephan will Gastronomen neue Geschäftsfelder eröffnen

| Gastronomie Gastronomie

Um Gastronomie unter die Arme zu greifen, hat der Food-Startup-Inkubator Weihenstephan die „Gastro-Initiative Bayern 2020“ ins Leben gerufen. Ziel ist es, Gastronomen dabei zu unterstützen, ein zusätzliches Standbein zu etablieren: Die Herstellung und den Vertrieb von haltbaren Spezialitäten für Verbraucher zuhause.

Um der durch die Coronavirus-Pandemie belasteten bayerischen Gastronomie unter die Arme zu greifen, hat der Food-Startup-Inkubator Weihenstephan (FSIWS) der Hochschule Weihenstephan-Triesdorf (HSWT) die "Gastro-Initiative Bayern 2020" ins Leben gerufen. Ziel ist es, Gastronomen dabei zu unterstützen, ein zusätzliches Standbein zu etablieren: Die Herstellung und den Vertrieb von haltbaren Spezialitäten für Verbraucher zuhause. Das notwendige Hintergrundwissen für die erfolgreiche Produktentwicklung und Vermarktung stellt der FSIWS kostenfrei über eine Online-Plattform zur Verfügung. Partner der am 14. Mai startenden Initiative sind die Industrie- und Handelskammer für München und Oberbayern (IHK), der Bayerische Hotel und Gaststättenverband (DEHOGA Bayern), das bayerische Netzwerk ‚Cluster Ernährung‘, die Internationale Hochschule IUBH (IUBH) sowie die Crowdfunding-Plattform Startnext und die Startup-Berater von StartinFOOD.

Der FSIWS wurde im Frühjahr des vergangenen Jahres gegründet und bietet Start-ups aus der Lebensmittelbranche Ressourcen und Unterstützung bei der Entwicklung ihrer Produkte bis hin zur Marktreife. "Durch die Nähe zur Gastronomie haben wir die Tragweite der Probleme in der Branche, die mit der Coronavirus-Pandemie einhergehen, aus erster Hand mitbekommen", berichtet Dr. Michael Krappmann, geschäftsführender Projektleiter am FSIWS. "Uns war klar, dass wir in dieser Situation unterstützen wollen. Das hat uns dazu veranlasst, das Konzept für die Initiative zu entwickeln."

Das Angebot richtet sich an Gastronomen sowie Fachleute aus gastronomischen Betrieben jeder Größenordnung, die ein innovatives Lebensmittelprodukt auf den Markt bringen möchten. Die Initiative vermittelt das nötige Know-how und bietet Unterstützung, um die Ideen in den kommenden Wochen zu starten und umzusetzen. Denkbar sind beispielsweise spezielle Soßen, Mixgetränke oder Basiszubereitungen sowie Produkte, die einem bestimmten Ernährungsstil entgegenkommen und zum Beispiel vegan oder kohlenhydratarm sind. Ziel ist es, die Produkte langfristig zu etablieren und so den Vertrieb über die aktuelle Sondersituation hinaus als zusätzliche Einnahmequelle für die Gastronomiebetriebe aufzubauen. Kunden profitieren von neuen, spezialisierten Produkten, die den Speiseplan und das Kochen zuhause bereichern.

In Zusammenarbeit mit der HSWT und der IUBH stellt der FSIWS auf einer Online-Plattform kostenfrei Schulungsunterlagen zur Verfügung. Ab dem 14. Mai starten wöchentliche Webinare, in denen Experten vom FSIWS und aus der Branche Fachwissen vermitteln und Fragen der Teilnehmer beantworten. Die Webinare decken Themen aus den Bereichen Produktentwicklung und -herstellung, Verpackung, Etikettierung und Haltbarkeit sowie Marketing und Vertrieb ab.

Darüber hinaus unterstützt der FSIWS mit individuellen Coachings den Erfolg der Produktideen aus der Gastronomie. Zudem begleiten Experten von StartinFOOD Crowdfunding-Kampagnen für die entwickelten Produkte auf der Plattform Startnext.
Die innovativsten Produkte aus der Initiative werden am 29. September dieses Jahres auf der ersten bayerischen Food-Startup-Konferenz, dem „Food-Startup Campus“ auf dem Gelände der HSWT in Freising, von einer Fachjury beurteilt und prämiert.

Zu Beginn der Aktion ab 14. Mai beantworten die Organisatoren in Infoveranstaltungen via Livestreams Fragen rund um die Initiative, etwa zum Ablauf der Workshops, zu Teilnahmemodalitäten und dazu, welche Produkte generell geeignet sind.

Der Zeitplan der Livestreams, nähere Informationen zur Initiative sowie die Anmeldung sind zu finden unter fsiws.com/gastro-business-schafft-food


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Buchtipp: „Der Katholische Bahnhof“ von Irmin Burdekat

Irmin Burdekat, einer der erfolgreichsten Gastwirte Deutschlands, hat mit „Der Katholische Bahnhof“ seinen nächsten Roman veröffentlich. Selbstverständlich spielt die Handlung in der Gastronomie. Nach dem Erfolg mit „Tisch 17 is'n Arsch“ schickt sich auch Burdekats neues Buch an, ein Verkaufsschlager im Gastgewerbe zu werden.

Kalifornien schließt erneut Restaurants und Bars

Kalifornien reagiert auf den Anstieg der Coronavirus-Neuinfektionen mit einer Rücknahme von Lockerungen. In stark betroffenen Bezirken, Restaurants ihre Innenbereiche wieder schließen. Viele Bars sind schon dicht.

Insolvenzverfahren auch für Le Buffet und Dinea eröffnet

Das Amtsgericht Essen hat für die Warenhauskette Galeria Karstadt Kaufhof und acht verbundene Unternehmen Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung angeordnet. Betroffen sind auch die Gastro-Marken Le Buffet, Dinea Gastronomie und Karstadt Feinkost.

Für ein glückliches Ende: Leaders Club ruft zur Teilnahme an Kampagne auf

Der Leaders Club ruft die Branche zur Teilnahme an der Kampagne #OhneGastroKeinHappyEnd auf. Im Mittelpunkt der Plakat- und Social Media-Aktion stehen beliebte Filme und Serien, die ohne Restaurants, Clubs und Cafés ein ganz anderes, traurigeres Ende genommen hätten.

Corona-Ausbruch bei apetito in Oberbayern: Bislang 46 positive Fälle

Nach dem Corona-Ausbruch bei apetito im Landkreis Starnberg arbeiten die Behörden mit Hochdruck daran, eine weitere Ausbreitung des Virus zu verhindern. Bis Mittwochabend ergaben die Reihentestungen insgesamt 46 positive Fälle.

Airbnb startet kulinarische Online-Entdeckungen mit bekannten Köchen

Airbnb stellt eine neue Reihe von Online-Koch-Entdeckungen vor. Präsentiert werden diese von bekannten Sterneköchen. Sie hätten nicht oft die Möglichkeit, die Geschichten hinter den Gerichten mit den Gästen zu teilen, so David Chang. Mit den Online-Entdeckungen ändere sich dies.

Bulgarien senkt Mehrwertsteuer für Gastronomie auf neun Prozent

Für Bulgariens Gastronomie gilt ab sofort ein halbierter Mehrwertsteuersatz von neun Prozent. Die Neuregelung ist als eine Unterstützung der wegen Corona angeschlagenen Branche gedacht. Die Krisen-Maßnahme soll bis Ende 2021 in Kraft bleiben.

#OhneGastroKeinHappyEnd: Leaders Club ruft zur Teilnahme an Kampagne auf

Der Leaders Club ruft die Branche zur Teilnahme an der Kampagne #OhneGastroKeinHappyEnd auf. Im Mittelpunkt der Plakat- und Social Media-Aktion stehen beliebte Filme und Serien, die ohne Restaurants, Clubs und Cafés ein ganz anderes, traurigeres Ende genommen hätten.

Gericht: Diskotheken bleiben geschlossen

Die Schließung von Diskotheken zur Eindämmung der Corona-Pandemie ist nach Auffassung des Niedersächsischen Oberverwaltungsgerichts nach wie vor rechtens. Dass sich viele Menschen im geschlossenen Raum zum Tanzen treffen, berge eine erhebliche Infektionsgefahr.

Corona-Fälle bei Caterer apetito: Kampf gegen Ausbreitung

Wieder ist das Coronavirus in einem Betrieb der Lebensmittelbranche aufgeflammt. Dieses Mal ist eine Niederlassung des Caterers apetito in Gilching bei München betroffen. Mehrere Landkreise wollen die Infektionskette stoppen.