Internationale Gäste wichtiger Umsatzmotor auf dem Oktoberfest

| Gastronomie Gastronomie

Eine aktuelle Zwischenbilanz des Finanztechnologie-Anbieters SumUp zeigt die zentrale Rolle internationaler Touristen für den wirtschaftlichen Erfolg des Oktoberfests 2025. Fast die Hälfte aller erfassten Kartenzahlungen auf dem Festgelände stammt demnach von ausländischen Gästen.

Ausländische Touristen sorgen für fast die Hälfte des Umsatzes

Nach Angaben von SumUp gehen aktuell 47,2 Prozent der auf dem Oktoberfest über Kartenzahlungen generierten Einnahmen auf internationale Besucher zurück. Sie tragen damit maßgeblich zur Wertschöpfung bei – nicht nur durch Ausgaben für Konsum, sondern auch durch Trinkgelder. Die deutschen Besucher stellen mit 52,8 Prozent der durch Kartenzahlungen generierten Einnahmen weiterhin den leicht überwiegenden Anteil dar.

Bereits das Eröffnungswochenende des Volksfestes verdeutlichte die Bedeutung der Besuchermassen für die lokale Wirtschaft. Gewerbetreibende konnten laut Analyse ihre Einnahmen im Vergleich zu einem gewöhnlichen Septemberwochenende um durchschnittlich fast 30 Prozent steigern. Auch die Anzahl der Transaktionen pro Händler nahm in diesem Zeitraum deutlich um 24 Prozent zu. Der Anteil internationaler Gäste an den Kartenzahlungen lag bereits in den ersten Tagen bei 42,6 Prozent und stieg im weiteren Verlauf der Wiesn auf den aktuellen Wert von 47,2 Prozent an.

Pro-Kopf-Ausgaben: Iren sind am konsumfreudigsten

Mit Blick auf die Höhe der durchschnittlichen Ausgaben pro Transaktion liegen die deutschen Gäste (29,50 Euro) im internationalen Vergleich nur auf dem dritten Platz. Als konsumfreudigste Nation identifiziert die Analyse die irischen Besucher, die bisher durchschnittlich 32,30 Euro pro Kartenzahlung ausgaben. Auf dem zweiten Platz folgen die Schweizer mit durchschnittlich 29,80 Euro. Am Ende der Top Ten der umsatzstärksten Nationen rangieren die Italiener mit lediglich 17,90 Euro im Durchschnitt pro Transaktion.

Das Ranking der durchschnittlichen Ausgaben pro Transaktion sieht wie folgt aus (Stand: 30. September 2025):

  1. Irland (32,30 Euro)

  2. Schweiz (29,80 Euro)

  3. Deutschland (29,50 Euro)

  4. Frankreich (25,90 Euro)

  5. USA (25,60 Euro)

  6. Österreich (21,50 Euro)

  7. Kanada (21 Euro)

  8. Niederländer (20,80 Euro)

  9. Großbritannien (19,40 Euro)

  10. Italien (17,90 Euro)

Trinkgeld-Ranking: Deutsche und Schweizer führen

Beim Trinkgeld zeigen sich die deutschen Gäste mit durchschnittlich 12 Prozent der Rechnungssumme spendabel und liegen damit im internationalen Vergleich weit vorn. Lediglich die Schweizer gaben mit 12,2 Prozent im Schnitt etwas mehr. Die für ihr Trinkgeldverhalten bekannten US-Amerikaner liegen mit durchschnittlich 11,8 Prozent knapp hinter Deutschland. Es folgen die Niederländer mit 11 Prozent und die Kanadier mit durchschnittlich 10,6 Prozent.


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Mit Beginn des Jahres 2026 tritt die dauerhafte Senkung der Mehrwertsteuer auf Speisen auf sieben Prozent in Kraft. Gastronomische Betriebe müssen ihre Abrechnungssysteme rechtzeitig umstellen und spezifische Vorgaben bei der Trennung von Speisen- und Getränkeumsätzen sowie bei Pauschalangeboten umsetzen. Was Gastgeber jetzt umsetzen müssen.

Ab dem 1. Januar 2026 gilt für Speisen in der Gastronomie dauerhaft der ermäßigte Mehrwertsteuersatz von sieben Prozent. Bundestag und Bundesrat haben die entsprechende Änderung des Umsatzsteuergesetzes im Dezember 2025 beschlossen. Für gastronomische Betriebe ergibt sich daraus ein unmittelbarer Handlungsbedarf. Was Gastronomen jetzt beachten müssen.

Mehr Tempo, weniger Bürokratie: Berlin will die Gründung von Gaststätten erleichtern. Der Senat setzt dabei auf Digitalisierung und neue Regeln für Außengastronomie.

Für Zwei-Sterne-Köchin Rosina Ostler ist ein perfekt inszenierter Teller die «Erweiterung der Stimme des Kochs». Der Küchenchefin vom «Alois» in München ist die Gestaltung genauso wichtig wie der Geschmack. Die wichtigsten Regeln für den perfekten Teller.

Mild und leicht süßlich schmeckt das Fleisch der Nager laut Kennern. Rasant breiten sich die invasiven Tiere vielerorts in Schleswig-Holstein aus. Ein Caterer im Norden serviert jetzt Nutria-Braten.

Weniger Restaurantbesuche, kleinere Bestellungen und schließende Betriebe belasten die Gastronomie. DEHOGA-Schatzmeister Gereon Haumann hofft auf Weihnachten und den Jahreswechsel.

Viele Restaurants und Imbissstuben zeigen bei der Kartenzahlung auf dem Lesegerät inzwischen Vorschläge für bestimmte Trinkgeldbeträge an - und stoßen damit bei vielen Gästen auf Ablehnung.

Der HelloFresh Trend Report 2025 analysiert die Kochgewohnheiten der Deutschen und zeigt eine wachsende Offenheit für internationale Gerichte bei gleichzeitigem Festhalten an Klassikern.

Die Hamburger Trattoria Cuneo ist mit der 22. Walter-Scheel-Medaille geehrt worden. Die Auszeichnung würdigt die Verdienste des Hauses um die europäische Genusskultur und hebt gleichzeitig die historische Bedeutung des deutsch-italienischen Anwerbeabkommens hervor.

Die Gastronomie in Deutschland verzeichnete im Oktober 2025 einen realen Umsatzrückgang von 2,3 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat. Zudem korrigierte das Statistische Bundesamt die Werte für den Monat September nach unten.