„Koch des Jahres“ am 16. November in Leipzig

| Gastronomie Gastronomie

Der Wettbewerb „Koch des Jahres“ startet am 16. November 2020 im Globana in Leipzig. Neben dem Live-Wettbewerb stehen Gesprächsrunden und Workshops im Fokus. Am 16. September endete die Bewerbungsphase für das erste Vorfinale des Live-Wettbewerbes „Koch des Jahres“. Über hundert Bewerber hatten sich mit ihrem Drei-Gang-Menü um einen Platz in Leipzig beworben. Doch nur acht von ihnen werden sich einen Platz im Vorfinale sichern können. Welche Talentees letztendlich geschafft haben, wird Anfang Oktober bekannt gegeben. 

Jury unter anderem mit Marco Müller, Sebastian Frank und Tobias Bätz 

Die acht Auserwählten werden ihr Menü am 16. November live im Globana in Leipzig für den Jurytisch kochen. Als Juroren werden die Sterneköche Sebastian Frank (Horváth, Berlin), Marco Müller (Rutz, Berlin) und Tobias Bätz (Alexander Hermann by Tobias Bätz, Wirsberg) dabei sein. Auch Lokalgrößen wie Gerd Kastenmeier (Kastenmeiers, Dresden) und Unternehmer Stefan Hermann werden den Wettbewerb als Juroren unterstützen. Nur zwei der acht Kandidaten werden sich in Leipzig den Einzug ins Finale sichern können und am 11. Oktober 2021 auf der Anuga in Köln um den mit 10.000 Euro Preisgeld dotierten Titel kämpfen. 

Austausch auch in Zeiten von Corona 

Die Branche in diesen Zeiten wieder voranzubringen ist Geschäftsführerin Núria Roig eine Herzensangelegenheit: „Besonders jetzt ist es wichtig den gegenseitigen Austausch zu fördern, der gerade so dringend benötigt wird! Dazu wollen wir mit unserem Event in Leipzig einen Beitrag leisten. Wir mussten einige Aspekte des Events neu denken, um für unsere Gäste, Partner und Teilnehmer einen sicheren Ort der Begegnung zu schaffen.“

Dafür haben die Veranstalter in Zusammenarbeit mit der Eventlocation und den zuständigen Behörden ein Hygienekonzept erarbeitet, das in Bezug auf die dynamische Entwicklung angepasst wird. Eine zusätzliche Halle wird die geplante Veranstaltungsfläche erweitern. So können die einzelnen Programmpunkte flächenmäßig entzerrt werden.

„Koch des Jahres“ widmet sich den Themen der Branche 

Unter den Schlagworten #Gemeinschaft, #Nachhaltigkeit und #Frauengeist widmet sich das Eventformat den aktuellen Themen der Gastronomie. Wie hat Corona die Branche verändert und was lässt sich aus dieser Zeit lernen? Wie lässt sich diese Zeit nutzen um einen neue Form der Gemeinschaft zu etablieren? An welchen Stellschrauben muss in Bezug auf Nachhaltigkeit gedreht werden und wie können Betriebe dies für sich umsetzen? Was muss sich ändern, damit mehr Frauen als Führungskräfte in den Küchen zu finden sind – das sind nur einige der zentralen Fragen, die in Leipzig im Fokus stehen werden.

In drei Gesprächen sprechen dazu Tohru Nakamura (Salon Rouge, München), Sebastian Frank (Horváth, Berlin), Maria Groß (Bachstelze, Erfurt), Kerstin Rapp-Schwan (Schwan Restaurants, Düsseldorf), Jens Rittmeyer (N°4, Navigare NSBhotel, Buxtehude), Philipp Vogel (Orania, Berlin), Uta Bühler (Sternklasse, Essen), Julia A. Leitner (CODA Dessert Bar, Berlin), Stephanie Bräuer (Autorin & Gründerin des Netzwerkes „Culinary Ladies“), Koral Elci (Kitchen Guerilla, Hamburg) und Wolfgang Fassbender (Restaurantkritiker). 

Workshops und kulinarische Extravaganz

Besucher erwarten zudem verschiedene  Workshops. Von Hygienemaßnahmen und Sicherheit, über alternative pflanzliche Patisserie, Wasser & Wein Pairings bis hin zu spanischen Feinkostprodukten. Während des gesamten Events ist auch für die kulinarische Befeuerung der Besuchergaumen gesorgt. Nach der Preisverleihung findet der Tag seinen kulinarischen Abschluss mit Kochtalenten wie beispielsweise Hannah Lehmann (Laurus, Chemnitz), Sebastian Zange (The Westin, Leipzig) oder Adrien Hurnungee (Unternehmer & Kochbuchautor, Glauburg).


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Das Noma in Kopenhagen gilt als eines der besten Restaurants der Welt. Doch Ex-Mitarbeiter werfen Chefkoch Redzepi laut «New York Times» Gewalt und Demütigungen vor. Jetzt zieht der Däne Konsequenzen.

Eine Woche vor der offiziellen Vorstellung der vollständigen Restaurantselektion 2026, hat der Guide Michelin die diesjährigen Preisträger des Bib Gourmand für Österreich bekannt gegeben. Wie die Organisation mitteilt, erhalten in diesem Jahr 26 Restaurants die Auszeichnung neu.

Kurz vor der Veröffentlichung des Guide Michelin Frankreich 2026 sorgen prominente Abwertungen für Aufsehen: Das Pariser Traditionsrestaurant L’Ambroisie verliert nach Jahrzehnten seinen dritten Stern, während auch renommierte Häuser in der Provinz Federn lassen müssen.

Sternekoch Heston Blumenthal kündigt die Schließung seines Zwei-Sterne-Restaurants Dinner by Heston für Januar 2027 an. Neben auslaufenden Pachtverträgen führt der Gastronom steigende Warenkosten und gesundheitliche Gründe für diesen Schritt an.

Feinkost Käfer übernimmt nach einer europaweiten Ausschreibung das Catering in den Lounges des BER und festigt damit seine Präsenz am Berliner Markt sowie im Segment der gehobenen Flughafengastronomie.

Billy Wagner analysiert die strukturelle Ausbeutung in der Sternegastronomie und fordert nach den Noma-Enthüllungen eine ehrliche Debatte über Preise und Arbeitsbedingungen. Der Inhaber des Berliner Sternerestaurants Nobelhart & Schmutzig thematisiert damit ein tief verwurzeltes Systemproblem der gesamten Branche.

Mit 20 Mikrowellen statt einer Kochbrigade: Das Startup Juit eröffnet in Berlin-Mitte einen Pop-up-Store für tiefgekühlte Fertiggerichte. Kunden können ihre Mahlzeit in acht Minuten vor Ort selbst erwärmen oder für den späteren Verzehr mit nach Hause nehmen.

Gastronom Josef Laggner rettet das insolvente „Kuchel Eck“ in Berlin-Wilmersdorf. Die traditionsreiche Eckkneipe am Ludwigkirchplatz bleibt unter ihrem Namen bestehen und wird Teil der Laggner Gruppe.

Die US-Gastronomie steht vor einer Bereinigungswelle. Laut aktuellen Branchenberichten droht fast jedem zehnten Bedienrestaurant das Aus, da massive Kostensteigerungen und Umsatzrückgänge die Rentabilität behindern.

Das dänische Restaurant Noma und dessen Inhaber René Redzepi stehen im Zentrum massiver Kritik durch ehemalige Angestellte. Die New York Times berichtet über eine Arbeitskultur der Angst und Gewalt. Inszwischen hat sich Inhaber René Redzepi zu den Vorwürfen geäußert.