Kurdische Behörden im Irak schließen Restaurant mit Namen «Hitler»

| Gastronomie Gastronomie

Die Behörden in den nordirakischen Kurdengebieten haben ein Restaurant geschlossen, dem der Besitzer den Namen «Hitler» gegeben hatte. Das Restaurant in der Stadt Dohuk dürfe erst wieder geöffnet werden, wenn der Name geändert sei, sagte ein Offizier der kurdischen Asajisch-Sicherheitskräfte am Mittwoch. Aus der kurdischen Regionalregierung hieß es nach Angaben des TV-Kanals Kurdistan 24, Nazi-Ideologie und Rassismus würden nicht toleriert.

Ein Video des Senders zeigt, wie der Schriftzug auf dem Schild des Restaurants entfernt wird. Beseitigt wird auch ein Symbol mit großer Ähnlichkeit zum Hakenkreuz, das neben dem Namen prangte.
 

Um die Lokalität war zuvor lokalen Medienberichten zufolge ein heftiger Streit entbrannt. Der Besitzer sagte der kurdischen Nachrichtenseite Rudaw, er habe den Namen des Diktators nicht gewählt, weil er Hitler möge. «Ich habe das nur gemacht, um mein Restaurant unter den Leuten bekannt zu machen», erklärte er demnach.

Das Schild des Restaurants zeigte den Namen «Hitler» sowohl in arabischen als auch in lateinischen Buchstaben. In der lateinischen Fassung war er jedoch als «Hetlar» geschrieben.

Der Abgeordnete des kurdischen Regionalparlaments, Abbas Fattah, sagte Rudaw, es gebe zwar kein Gesetz, dass einen solchen Namen untersage, trotzdem dürfe die Benutzung nicht erlaubt werden. Die Kurdengebiete im Norden des Iraks genießen weitgehende Autonomierechte. Sie pflegen gute Beziehungen zu Deutschland. Die Bundeswehr bildet unter anderem kurdische Peschmerga-Kämpfer aus.


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Das Landesumweltamt NRW hat Geruchsmessungen an Holzkohlegrillanlagen in der Gastronomie beauftragt. Ein Forschungsbericht im Auftrag des Umweltbundesamtes untersucht die Emissionen gewerblicher Grills und die Wirksamkeit von Abgasreinigungssystemen.

 

Sechs Köche treten am 16. November in München im Finale von „Koch des Jahres“ an. In fünf Stunden müssen sie ein Drei-Gänge-Menü zubereiten, das anschließend von einer zwölfköpfigen Jury bewertet wird.

Das Posthotel Alexander Herrmann in Wirsberg verändert seine Gastronomie. Im Mittelpunkt stehen das auf 172 Abende begrenzte AURA unchained 172 und die Umwandlung des Bistros „oma & enkel“ in ein fränkisches Wirtshaus.

Laut YouGov ist der Anteil der Alkoholtrinker in Deutschland innerhalb von zehn Jahren von 78 auf 68 Prozent gesunken. Der Barmanager der Hamburger Skyline Bar 20up berichtet zugleich von steigender Nachfrage nach alkoholfreien Cocktails – ihr Anteil am Cocktailverkauf liege bei rund 30 Prozent.

Uber hat den Kauf der US-Cateringplattform ezCater für 2,3 Milliarden US-Dollar vereinbart. Mit der geplanten Übernahme soll Catering in das Angebot von Uber Eats eingebunden werden; der Abschluss steht noch unter Vorbehalt.

Die meisten Gourmetrestaurants seien weniger gefragt als noch vor einigen Jahren, erklärt Gusto-Gründer Markus Oberhäußer und verweist auf ein Überangebot an Fine-Dining-Konzepten. Zum Koch des Jahres kürt der Restaurantführer Sebastian Obendorfer vom Eisvogel in Neunburg vorm Wald.

True Food Kitchen hat ein Chapter 11-Verfahren beantragt und zwölf Restaurants geschlossen. Die US-Kette, an der Oprah Winfrey weiterhin beteiligt ist, betreibt noch 34 Standorte und plant einen gerichtlich beaufsichtigten Verkaufsprozess.

Am 2. November verkündet der Michelin Guide Schweiz seine Restaurantauswahl für das Jahr 2026. Die Zeremonie findet dieses Jahr auf fast 1.500 Metern Höhe in Andermatt in den Schweizer Alpen statt.

Das Münchner Oktoberfest ist ein Millionen-Spektakel. Doch noch nie war so viel los wie in diesem Jahr. Von einer «Gute-Laune-Wiesn» spricht die Stadt - doch wo viel Licht ist, gibt es auch Schatten.

Paris führt das Streetfood-Ranking von Radical Storage vor Athen und Thessaloniki an. Die Untersuchung aus April 2026 vergleicht 6.897 Betriebe und berücksichtigt unter anderem Anbieterdichte, Preise und Bewertungen.