Leaders Club sieht Hoffnungsschimmer

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Die jüngsten Beschlüsse der Regierung zur temporären Einführung des reduzierten Mehrwertsteuersatzes für die Gastronomie und die Erhöhung des Kurzarbeitergelds sind nach Ansicht des Gastronomie-Netzwerks Leaders Club ein Lichtblick für das deutsche Gastgewerbe. „Das ist ein großer Schritt nach vorne und wir danken allen, deren Überzeugungsarbeit für die Branche nun Ergebnisse zeigt, wozu natürlich auch unser Bundesverband Dehoga zählt. Allerdings müssen wir nun schauen, wie wir das Massensterben gastronomischer Betriebe verhindern, bis die Maßnahmen greifen“, sagt Leaders Club Präsident Michael Kuriat. Der für morgen angekündigte bundesweite Aktionstag #LeereStühle soll deshalb wie geplant stattfinden.

 „Wir sind sehr froh und dankbar, dass unsere Anliegen von der Politik endlich gehört werden“, betont Patrick Rüther, Vorstandsvorsitzender des Leaders Club Deutschland. Leider sind die angekündigten Maßnahmen für die Gastro-Branche nur eingeschränkt hilfreich. „Die Erhöhung des Kurzarbeitergeldes ab Oktober auf 50-Prozent-Basis geht an den Bedürfnissen unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter vorbei, da wir ja hoffen, dass wir sie bis dahin längst wieder zu mindestens 50 Prozent beschäftigen werden“, erläutert Leaders Club Vorstand Kerstin Rapp-Schwan. „Sie brauchen sofort mehr Unterstützung!“

Keine belastbare Perspektive

Auch die vorübergehende Reduzierung der Mehrwertsteuer für Speisen auf 7 Prozent von Juli an hält der Leaders Club für gut und richtig. Allerdings: „Die 7 Prozent werden für deutlich reduzierte Einnahmen gelten: Aufgrund der dringend benötigten Abstands- und Hygieneregelungen und des zu erwartenden veränderten Gastverhaltens rechnen wir mit 50 Prozent weniger Umsatz. Die Befristung bietet außerdem keine belastbare Perspektive für die Rückzahlung der von uns in der Krise aufgenommenen Kredite.“

Ohne sofortige Zuschüsse könnten viele gastronomische Betriebe den 1. Juli gar nicht mehr erleben, befürchtet Rüther. „Außerdem sollten die 7 Prozent auch auf Getränke angewendet werden, da Bars und getränkelastige Gastronomie sonst auf der Strecke bleiben.

Gastronomie braucht Sicherheit

Weiterhin entscheidend ist für die Branche ein Fahrplan, wann und unter welchen Bedingungen die Gastronomie in Deutschland wieder öffnen darf. „Wir freuen uns, dass es vorwärts geht. Aber wir brauchen mehr Sicherheit, um für den Sommer und darüber hinaus planen zu können“, sagt Kerstin Rapp-Schwan. „Wir erwarten endlich verbindliche Richtlinien für unsere Branche, um eine Ausbreitung des Virus in unseren Betrieben zu verhindern, und bringen uns hierzu gerne ein.“

Aktionstag am 24. April

Die Aktion #LeereStühle, bei der leere Restaurantstühle auf öffentlichen Plätzen auf die Not der Branche hinweisen, soll deshalb wie angekündigt am morgigen Freitag, 24. April, zwischen 10 und 13 Uhr stattfinden. Gastronomen wollen sich deutschlandweit daran beteiligen. „Wir weisen noch einmal darauf hin, dass der Infektionsschutz für uns höchste Priorität hat“, unterstreicht Kuriat. „Es sollen möglichst viele Stühle, aber möglichst wenige Menschen auf den Plätzen sein. Alle Teilnehmer werden dazu aufgerufen, dafür Sorge zu tragen, dass keine Kollegen, Mitarbeiter oder Gäste zu den Aktionsorten kommen. Stattdessen bitten wir darum, Beiträge zu der Aktion in den sozialen Medien zu teilen.“.


 

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