Lieferando-Chef warnt: Lieferdienste steuern auf eine „Katastrophe“ zu 

| Gastronomie Gastronomie

Jitse Groen, Vorstandschef des Lieferando-Eigners Just Eat Takeaway, sieht die Zukunft seiner Branche sehr kritisch. Im Manager Magazin spricht er von einer „Blase“ in der Lieferdienstbranche. „Wenn diese Blase platzt, werden viele bankrottgehen.“

Den Grund sieht der 42-Jährige, dessen Unternehmen die einzige profitable Lieferdienstgruppe ist, in falschen und zu hohen Investitionen. Aktuell steckten Investoren zu viel Geld in unprofitable Liefergeschäftsmodelle. „Praktisch niemand investiert mehr in Onlinetravel. Stattdessen wird nun wieder der Lieferbereich geflutet,“ so Groen. Als Folge sieht er die Bildung "einer Blase" in seiner Branche.

Wie das Magazin schreibt, soll der Lieferando-Konkurrent Delivery Hero im Juli per Wandelanleihe 1,5 Milliarden Euro eingeworben haben. Dabei habe der Dax-Aufsteiger im ersten Halbjahr 2020 fast 320 Millionen Euro verloren - fast doppelt so viel wie im gleichen Zeitraum 2019 (-171 Millionen Euro). Der Börsenwert von Delivery Hero soll sich im gleichen Zeitraum auf über 20 Milliarden Euro mehr als verdoppelt haben.


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Die kroatische Restaurantkette Koykan treibt ihre Expansion in Europa voran. Nach Angaben des Unternehmens sollen bis Ende 2026 insgesamt 15 neue Restaurants in Deutschland, Österreich, Tschechien, der Slowakei, Ungarn, Slowenien und Kroatien eröffnet werden. Bereits im Juni ist die Eröffnung eines Standorts in München vorgesehen.

Eine Analyse belegt signifikante Umsatzsprünge in Bars und Clubs während des ersten WM-Spiels der deutschen Nationalmannschaft. Klassische Restaurants und Cafés verzeichneten hingegen im gleichen Zeitraum rückläufige bargeldlose Umsätze.

Unter der kreativen Leitung von Culinary Director Peter Hagen-Wiest präsentiert das Eatrenalin ein neues Menü, das Kulinarik und multisensorische Unterhaltung verbindet. Mit dabei: Dieter Koschina und Hans Neuner.

Der Michelin Guide Deutschland hat zehn neue Bib-Gourmand-Restaurants für das Jahr 2026 bekanntgegeben. Damit umfasst die Auswahl bundesweit 147 Betriebe mit besonderem Fokus auf ein ausgewogenes Preis-Leistungs-Verhältnis.

Droht der Wiesn ein Zelt-Chaos? Ein Wirt klagt gegen die Vergabe zweier Bierburgen – und trifft damit auch ein Herzstück des Oktoberfests. Was das für Gäste und Tradition bedeutet.

Yum Brands trennt sich von Pizza Hut und verkauft die Kette für insgesamt 2,7 Milliarden Dollar. Während das China-Geschäft an Yum China geht, übernimmt der Finanzinvestor LongRange Capital die restlichen Marktanteile.

Das Hotel Schlossgut Gross Schwansee arbeitet künftig mit Hendrik Otto an der langfristigen gastronomischen Ausrichtung. Der ehemalige Küchenchef des Lorenz Adlon Esszimmer unterstützt beratend die kulinarische Strategie und die Konzepte des Fünf-Sterne-Hauses nahe Lübeck.

Der Leaders Club Deutschland hat bei den Gastro Sessions in München die aktuellen Herausforderungen der Gastronomiebranche debattiert. Rund 200 internationale Teilnehmer diskutierten über wirtschaftliche Rahmenbedingungen, die Digitalisierung und die Ansprüche der neuen Generation.

Das Frauennetzwerk Foodservice hat seine Aktivitäten auf die Schweiz ausgeweitet. Erste Veranstaltungen in mehreren Städten verzeichneten nach Angaben der Organisation eine hohe Beteiligung.

Ciao Bella von der Gustoso Gruppe wird neuer Gastronomiebetreiber in den Drei Höfen in Amberg. Ab August 2026 soll zunächst ein Frühstücksangebot starten, bevor im September der vollständige Restaurantbetrieb folgt.