Manipulierte Restaurant-Kassen sollen Staat um hunderte Millionen Euro prellen

| Gastronomie Gastronomie

Seit letztem Sommer sitzen zwei Brüder in Untersuchungshaft, die eine spezielle Software für den Betrug mit Restaurantkassen vertrieben haben sollen. Beiden Männern wird Beihilfe zur Steuerhinterziehung und das Fälschen technischer Aufzeichnungen vorgeworfen.

Medienberichten zufolge sollen die zwei aus China stammenden Männer ihr Kassensystem „Multiway“ im ganzen Bundesgebiet vertrieben haben. Mit diesem sei es möglich gewesen, Umsätze zunächst ordnungsgemäß zu verbuchen und später wieder vollständig zu löschen. Dadurch könne das Geld gezielt der Besteuerung entzogen werden, so die Anklage. Nachgewiesen werden konnte bislang jedoch nur der Einsatz des Systems in acht Betrieben im Norden des Landes. Allein dabei soll dem Staat ein Schaden von rund sechs Millionen Euro entstanden sein. 

Der Gesamtschaden könnte allerdings weitaus höher liegen: Demnach gingen Steuerfahnder von mindestens einer halben Milliarde Euro aus, nachdem bei den Angeklagten Daten gefunden wurden, die auf einen Einsatz des Systems in mehr als 1.000 Restaurants hindeuten würden. Laut den Berichten stünden aber auch noch weitere Kassenanbieter im Fokus der Behörden. Die Ermittlungen würden aber viele Ressourcen benötigen, die an anderen Stellen nötiger seien. Daher habe nun das Land Niedersachsen übernommen, das spezielle IT-Ermittler beschäftigt. 

Aufgeflogen war das Ganze durch Besucher der Fahnder in den betroffenen Restaurants. Dort bestellten die Ermittler Speisen, fotografierten anschließend die Rechnungen und ließen sie dann auf dem Tisch liegen. Im Nachgang überprüften sie, ob die Einnahmen auch verbucht wurden. 


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Das Restaurant Noma will im August 2026 wieder in Kopenhagen eröffnen. Gleichzeitig kündigt das Restaurant eine neue Führungsstruktur sowie ein Konzept mit zwölf saisonalen Abschnitten pro Jahr an.

Die Heitlinger Genusswelten haben eine neue Weinbar in Östringen-Tiefenbach eröffnet. Das Konzept setzt auf regionale Produkte, biodynamische Weine und wird im Winter durch eine Brasserie ergänzt.

Eine aktuelle Befragung im Auftrag von Sodexo untersucht das Essverhalten von Arbeitnehmern in Deutschland. Die Ergebnisse zeigen eine steigende Preissensitivität beim Mittagessen sowie deutliche Unterschiede in den verschiedenen Alters- und Einkommensgruppen.

Das Wiener Café Schwarzenberg feiert im Juni sein 165-jähriges Bestehen als ältestes Kaffeehaus an der Ringstraße. Der Traditionsbetrieb erweitert aus diesem Anlass sein kulinarisches Angebot um eine eigens kreierte Geburtstagstorte.

Die späten Anstoßzeiten vieler Spiele der bevorstehenden Fußball-Weltmeisterschaft könnten Kneipen, Bars und Biergärten in Deutschland erheblich zusetzen. Das zeigt eine Auswertung des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) für die Deutsche Presse-Agentur. 

Der Meisenheimer Hof plant die Eröffnung des neuen Restaurants La Mésange im November 2026 und erweitert zugleich sein Hotelangebot um 14 Zimmer. Zudem wurden Pläne für die Heimatküche und die Winebank Nahe vorgestellt.

Ein bayerischer Gastronom will die ersten frei zugänglichen Schnellrestaurants der US-Kette Taco Bell in Deutschland eröffnen. Pachtverträge für zwei Restaurants in München sind unterschrieben, wie der Unternehmer Christian Lehmann mitteilte.

Wenn Kneipen schließen, fehlen nach Ansicht des Politikwissenschaftlers Oliviero Angeli wichtige Orte für Austausch und Verständnis. Das hat auch Auswirkungen auf den gesellschaftlichen Zusammenhalt.

Die Supreme Sports Hospitality GmbH übernimmt künftig die gastronomische Versorgung des Musikfestivals World Club Dome in Frankfurt am Main. Wie das Unternehmen mitteilt, wurde mit der World Club Dome GmbH ein Vertrag über fünf Jahre geschlossen.

Thomas Bühner sucht Mitarbeiter für ein neues Gastronomieprojekt im Münsterland. Der ehemalige Drei-Sterne-Koch kündigt damit eine Rückkehr zu seinen westfälischen Wurzeln an und macht zugleich ein bislang unbekanntes Restaurantvorhaben öffentlich.