Mehr Vielfalt, mehr Individualität: Was deutsche Restaurantbesucher von der Gastronomie erwarten

| Gastronomie Gastronomie

Ob vegetarisch, vegan oder gar glutenfrei – viele deutsche Restaurantbesucher haben heutzutage genaue Anforderungen an die Speisekarte eines Restaurants. Das zeigen Umfragen des Reservierungssystems OpenTable. Diese belegen auch, dass Millennials ein wenig anders ticken als ältere Generationen.

Aktuellen Umfragen zufolge erwarten mehr als die Hälfte aller deutschen Restaurantbesucher, dass Gerichte individuell abgeändert werden können. Die Ursachen dafür sind unterschiedlich. Ganze 66% gaben an, Gerichte zu individualisieren, wenn eine bestimmte Zutat nicht dem eigenen Geschmack entspreche. Doch auch Allergien oder bestimmte Ernährungsweisen sind bei 12% der Befragten Auslöser für Sonderwünsche. Nur 9% bitten um eine Änderung des Gerichts, um es gesünder zu machen.

Grundsätzlich sind die Erwartungen der Gäste hoch! 55% erwarten, dass auf ihre Wünsche mit alternativen Vorschlägen eingegangen wird. Fast ebenso viele – nämlich 46% – wünschen sich eine deutliche Kennzeichnung der Allergene auf der Speisekarte. Eine Abänderung des Gerichts ist dagegen 30% der Befragten am liebsten. „Die Wahrnehmung des Personalisierungstrends ist entscheidend für Gastronomen“, so Daniel Simon, Country Manager Deutschland & Vice President Sales & Restaurant Relations bei OpenTable. „Daher sind wir immer froh, wenn wir hilfreiche Umfrageergebnisse mit unseren Partnerrestaurants teilen können. Es hilft ihnen, besser auf die Bedürfnisse ihrer Gäste vorbereitet zu sein und einen bestmöglichen Service zu gewährleisten.“

Frauen erwarten mehr Vielfalt auf der Karte als Männer
Während 38% der Männer mindestens ein vegetarisches Gericht auf der Speisekarte erwarten, setzen ganze 55% der befragten Frauen das voraus. Geht es um vegane Optionen, liegen Männer mit ihren Erwartungen nur knapp hinter den Frauen. So fordern 12% der weiblichen Befragten und 10% der Männer Gerichte ohne tierische Produkte auf dem Menü. Glutenfreie Mahlzeiten sind ebenfalls nicht so gefragt wie vegetarische, denn nur 12% der männlichen und 15% der weiblichen Befragten wünschen diese Auswahlmöglichkeit von einem Restaurant. Auf die Gesundheit wird wiederum vermehrt geachtet. Mehr als einem Viertel aller Befragten ist es wichtig, dass auf der Speisekarte gesunde Gerichte vertreten sind.

Millennials ticken anders
Mehr als dreimal so häufig als andere Generationen gaben Millennials an, Vegetarier zu sein. Ganze 10% der zwischen den 1980er und 1990er Jahren Geborenen, gaben an, eine vegetarische Ernährung zu bevorzugen, wohingegen nur 3% der Befragten anderer Generationen sich zu dieser Ernährungsweise bekannten. Auch was die Auswahl des Restaurants angeht, heben sich Millennials ab. Bekannterweise sind sie fleißige Social Media Nutzer, auch im Zusammenhang mit Restaurantbesuchen: Während mehr als die Hälfte – nämlich ganze 57% – der Millennials Social Media nutzen, um ein Restaurant zu finden, trifft dies auf nur 29% der älteren Generationen zu.


Zurück

Vielleicht auch interessant

Neue Daten des Bundes der Steuerzahler zeigen deutliche Unterschiede bei Terrassengebühren in deutschen Städten. Die Spannweite reicht von 0 bis 2.000 Euro für einen einheitlichen Musterbetrieb.

Kochroboter, kein Gastraum, alles für die Auslieferung: Wie eine Küche in Frankfurt den Gastronomie-Alltag verändern könnte – und warum menschliche Gastfreundschaft trotzdem unverzichtbar bleibt.

Im Streit um Markenrechte an einem Kebab-Gericht erwägt der amerikanische Fast-Food-Anbieter Kentucky Fried Chicken einen Rückzieher. KFC Deutschland teilte auf Anfrage mit, dass die Gespräche mit dem Bielefelder Dönerunternehmen Krispy Kebab zwar noch liefen, diese seien aber «herausfordernd».

Die Münchner Giesinger Brauerei drängt auf die Wiesn - und bekommt dafür nun Rückenwind von jemandem, der in der Sache künftig was zu sagen hat.

Die Sonne scheint, die Menschen genießen den Kaffee wieder im Freien. Die Gastronomen werden von den Städten im Land jedoch ganz unterschiedlich stark zur Kasse gebeten. Der Steuerzahlerbund meint: Weg damit!

Das Restaurant Greta Oto im Hamburger Conrad Hotel wurde mit dem Genuss-Michel 2026 in der Kategorie „Weltweit“ ausgezeichnet. Die MHP Hotel Group wertet den Preis als Bestätigung für ihre Strategie international ausgerichteter Gastronomiekonzepte.

Eine aktuelle Studie des Bayerischen Zentrums für Tourismus zeigt, dass fast die Hälfte der Deutschen aufgrund gestiegener Preise seltener essen geht, während das Preis-Leistungs-Verhältnis zum entscheidenden Faktor bei der Wahl des Restaurants geworden ist.

Seit eineinhalb Wochen wird gezapft und gefeiert auf dem Stuttgarter Frühlingsfest. Halbzeit. Wie kommt die große Sause auf dem Cannstatter Wasen an? Die Veranstalter legen die Zahlen offen.

Zwei Hotels am Schluchsee stellen die Kulinarik in den Mittelpunkt ihres Konzepts. Während die Mühle Schluchsee ihr Restaurant als eigenständiges Ziel positioniert, integriert der Auerhahn die Gastronomie in den gesamten Aufenthalt.

Die Zahl der Gastronomiebetriebe in Großbritannien sinkt kontinuierlich, wobei im ersten Quartal 2026 täglich mehr als drei Standorte aufgegeben wurden. Steigende Lohnkosten und steuerliche Belastungen setzen die Branche unter Druck.