Michelin Guide Frankreich 2026 - Ein neues Drei-Sterne-Restaurant

| Gastronomie Gastronomie

Der neue Michelin Guide Frankreich & Monaco 2026 ist vorgestellt worden. Wie der Veranstalter mitteilt, wurde die Auswahl im Grimaldi Forum in Monaco präsentiert. Insgesamt umfasst die aktuelle Ausgabe 668 Sterne-Restaurants, darunter 31 Häuser mit drei Sternen, 84 mit zwei Sternen und 553 mit einem Stern.

Ein neues Drei-Sterne-Restaurant

Neu in der höchsten Kategorie ist das Restaurant Les Morainières in Jongieux (Savoie). Nach Angaben des Veranstalters erhält das Haus von Michaël Arnoult und seiner Frau Ingrid erstmals drei Michelin-Sterne. Das Restaurant wurde 2005 eröffnet und befindet sich in den Ausläufern der Savoyer Alpen.

Sieben neue Zwei-Sterne-Restaurants

Wie Michelin mitteilt, wurden in diesem Jahr sieben Restaurants mit einem zweiten Stern ausgezeichnet. Dazu zählen unter anderem:

In Charolles das Restaurant von Frédéric Doucet, in Langres das „Bulle d’Osier“ unter der Leitung von Valentin Loison sowie in Paris das Restaurant „Hakuba“, das 2024 eröffnet wurde. Ebenfalls einen zweiten Stern erhielten „Arbane“ in Reims, „Virtus“ und „Alliance“ in Paris sowie „Le Corot“ in Ville-d’Avray.

Insgesamt umfasst die Kategorie der Zwei-Sterne-Restaurants nun 84 Betriebe.

54 neue Ein-Stern-Restaurants

Die Auswahl wurde zudem um 54 neue Ein-Stern-Restaurants erweitert, davon 30 Häuser, die erstmals in den Guide aufgenommen wurden. Laut Mitteilung verteilen sich die neuen Auszeichnungen auf verschiedene Regionen, darunter Provence-Alpes-Côte d’Azur, Auvergne-Rhône-Alpes, Grand Est und Île-de-France.

Zu den neu ausgezeichneten Restaurants gehören unter anderem „Chalet Flachaire“ in Abondance, „Mandibule“ im Département Drôme, „Circle“ in Lyon sowie „Irwin“ und „Hanada“ in Paris.

Weitere Auszeichnungen und Entwicklungen

Neben den Sternen wurden laut Veranstalter auch 14 Restaurants für einen nachhaltigen Ansatz in der Gastronomie hervorgehoben. Damit umfasst diese Kategorie inzwischen mehr als 100 Betriebe.

Zudem vergab Michelin mehrere Sonderpreise. Der Sommelier-Preis ging nach Angaben des Veranstalters an Anne Humbrecht (La Table du Gourmet, Riquewihr) und Edmond Gasser (Restaurant Pic, Valence). Den Service-Preis erhielt Camille Gouyer vom Restaurant „Virtus“ in Paris.

Der Nachwuchspreis für junge Köche wurde an Quentin Pellestor-Veyrier (Maison Pellestor Veyrier, Colomiers) vergeben. Der Mentor-Preis ging an Pierre Gagnaire.

Darüber hinaus wurden zehn weitere Restaurants in die Auswahl „Passion Dessert“ aufgenommen, die laut Mitteilung besondere Aufmerksamkeit auf Desserts legen.

Kritik eines Gastronomiekritikers

Der Gastronomiekritiker Jürgen Dollase äußerte sich in einem Facebook-Beitrag zur aktuellen Auswahl. Demnach habe Michelin in Frankreich aus seiner Sicht zurückhaltender bewertet und weniger neue Spitzenbewertungen vergeben. Zudem sei im Vorfeld in Frankreich bereits über eine mögliche strengere Vergabepraxis diskutiert worden.

Auch die Inszenierung der Veranstaltung sowie der Fokus des Guides wurden von Dollase angesprochen. Er verweist dabei darauf, dass der Guide aus seiner Sicht eine eigene Perspektive auf die Gastronomie abbildet.

Überblick über die Auswahl

Nach Angaben des Veranstalters umfasst der Michelin Guide Frankreich & Monaco 2026 insgesamt mehr als 3.000 empfohlene Restaurants. Neben den Stern-Auszeichnungen enthält der Guide auch 430 sogenannte Bib-Gourmand-Empfehlungen, davon 75 neue.

Die digitale Version des Guides ist bereits verfügbar, die gedruckte Ausgabe erscheint laut Mitteilung am 20. März.


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Der Bundesverband der Systemgastronomie (BdS) sucht wegweisende Konzepte für das Jahr 2026. Bis Anfang Mai können Unternehmen ihre Bewerbungen für den Branchenpreis einreichen, der im September verliehen wird.

Der Hamburger Foodservice Preis 2026 ehrt Karls Erlebnis-Dörfer und Haferkater für ihre wirtschaftlichen Erfolge. Der diesjährige Ehrenpreis ging an Henry McGovern, der über drei Jahrzehnte die Entwicklung der Restaurantgruppe AmRest beeinflusste.

Die Initiative „Lokalhelden gesucht“ startet in die zweite Runde: Kleine Gastronomiebetriebe können ab sofort ein Preisgeld von 20.000 Euro sowie Sachleistungen gewinnen, um ihre wirtschaftliche Zukunft zu sichern.

Das Althoff Seehotel Überfahrt schließt die Neugestaltung der Überfahrer Bar ab. Neben einem neuen Designkonzept setzt Barchef Christian Chilla auf eine Mischung aus Klassikern und monatlich wechselnden Eigenkreationen.

Im Terminal 1 des BER hat die neue Bar Adler & Bär eröffnet. Auf 210 Quadratmetern bietet Betreiber Casualfood Klassiker mit regionalem Bezug, die in Form von kleinen Portionen oder Zwischenmahlzeiten serviert werden.

Das Kölner Restaurant NOI sichert sich den Deutschen Gastro-Gründerpreis 2026 auf der Internorga. Das Konzept überzeugt durch die Verbindung von italienischer Tradition, Gemeinschaftsgefühl und effizienter Datenanalyse per KI.

Das frühlingshafte Wetter lockt Menschen in die Eisdielen. Neben neuen Sorten warten dort mancherorts auch erneut gestiegene Preise. Doch es gibt auch Möglichkeiten zum Sparen.

16 Köche kämpfen in der Münchener Allianz Arena um den Einzug in das Finale des „Koch des Jahres“. Der Wettbewerb setzt 2026 auf ein neues Konzept rund um Kindheitserinnerungen und internationale Vielfalt.

Mit der Eröffnung im Mandarin Oriental Conservatorium bringt Yotam Ottolenghi sein Gastronomiekonzept erstmals nach Amsterdam. Das Restaurant setzt auf regionale Produkte, ein pflanzenfokussiertes Menü und ein Design des langjährigen Partners Alex Meitlis.

Wegen Sanierungen im Nassauer Hof zieht das Wiesbadener Sternerestaurant Ente ab März 2026 vorübergehend in das Kloster Eberbach um. Das bewährte Team um Küchenchef Michael Kammermeier bleibt erhalten und setzt künftig verstärkt auf regionale Produkte im historischen Pfortenhaus.